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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 04/2005

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit Beginn der Bahnreform zum 1. Januar 1994 haben sich die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Deutschen Bahn (DB AG) entscheidend geändert. Dieser Änderungsprozess ist noch keineswegs abgeschlossen, sondern wird mit der Liberalisierung des europäischen Schienenverkehrsmarktes und der Schaffung eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraumes an Dynamik noch zunehmen. Einerseits befinden sich die verschiedenen Eisenbahnunternehmen in einem auch Ländergrenzen überschreitenden Wettbewerb, andererseits stehen die Bahnen als System in Konkurrenz zu den anderen Verkehrsträgern. Dies erfordert verstärkt den Aufbau internationaler Netzwerke, sowohl bezüglich merkantiler Gesichtspunkte als auch hinsichtlich technischer Weiterentwicklung einschließlich wechselseitiger Kompatibilität.

In unserem Leitartikel erläutert Ludwig Bölkow, Leiter „Bilaterale Beziehungen auf internationaler Ebene“ in der Konzernzentrale der Deutschen Bahn AG, die Aufgaben seines Geschäftsbereichs und deren Bedeutung für die Bahn.

Die Deutsche Bahn AG hat sich zum Ziel gesetzt, das beste Verkehrsunternehmen Europas zu werden. Die Beurteilung, inwieweit das Ziel „Bestes Verkehrsunternehmen“ erreicht ist, obliegt dabei in erster Linie den Kunden. Europa ist jedoch nicht nur irgendwo außerhalb der Landesgrenzen. Europa ist auch und gerade mitten in unserem Land.

Um dichter an den Kunden zu sein und flexibler auf ihre Bedürfnisse reagieren zu können, hat der Vorstand der Deutschen Bahn AG im Jahr 2000 eine so genannte Mittelstandsoffensive gestartet. In diesem Zusammenhang wurden in 2001 bei der DB Netz AG die Regionalnetze gebildet und in einem Geschäftsfeld gebündelt. Die Regionalnetze umfassen insgesamt ca. 12.000 Streckenkilometer und sind nach dem Vorbild mittelständischer Einheiten strukturiert. Der Leiter eines Regionalnetzes handelt als Unternehmer im Unternehmen und ist dabei unmittelbarer Ansprechpartner der Bahn in der Region.

Über die Hintergründe und die bereits erzielten Erfolge berichtet in einem weiteren Beitrag Dr. Johannes Berg, Leiter Geschäftsfeldentwicklung/ Betrieb Regionalnetze in der Zentrale der DB Netz AG.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Internationalisierung der Bahn verändert die bilateralen Beziehungen auf internationaler Ebene

Die bilateralen Beziehungen der Deutschen Bahn AG auf internationaler Ebene unterliegen seit einigen Jahren einem raschen Wandel. Bei den ehemaligen Staatsbahnen wurde die Funktion „Internationale Beziehungen“ gerne auch als der diplomatische Dienst der Bahnen bezeichnet. Mit einigem Recht, denn schließlich waren diese Staatsbahnen in aller Regel nicht nur Transportunternehmen, sondern zugleich Träger hoheitlicher Aufgaben. So auch die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn. In Deutschland hat sich dies mit der Bahnreform seit 1994 geändert, und auch die anderen Mitgliedstaaten der EU haben im Zuge der europäischen Gesetzgebung einen ähnlichen Strukturwandel im Eisenbahnsektor vollzogen.

Artikel

Regionalnetze: Konzept auf Erfolgskurs

Als im Jahr 2000 die beiden Säulen der Mittelstandsoffensive der Bahn errichtet wurden, war keineswegs klar, dass sich die Regionalnetze und Regio-Netze tatsächlich zu den erfolgreichen Geschäftsmodellen entwickeln würden, als die sie heute dastehen. Für die vier RegioNetze mit ihren rund 1.000 Streckenkilometern, die über die Schieneninfrastruktur und die Verkehrsstationen auch die Verkehrsleistung in diesen Netzen zusammenfassen, konnte hierzu in einer auch in den Medien viel beachteten Pressekonferenz am 14. Februar 2005 eindrucksvoll Bilanz gezogen werden. Wie sieht die Situation bei den zu einem Geschäftsfeld bei DB Netz zusammengefassten Regionalnetzen mit einem Umfang von rund 12.000 Streckenkilometern aus?

Artikel

Knowledge-Management bei der Anwenderunterstützung in IT-Projekten

Laufende Veränderungen, wie die Einführung neuer IT Systeme und die Restrukturierungen von Unternehmensbereichen sind heute in den meisten Unternehmen zur Regel geworden. Der Erfolg von IT Projekten hängt mindestens zur Hälfte davon ab, wie effektiv die betroffenen Mitarbeiter auf die Veränderungen vorbereitet werden. Dieser Erkenntnis zum Trotz wird die Information und Unterstützung der Anwender im Rahmen solcher Projekte oft stiefmütterlich behandelt.

Artikel

Evaluation von Trainings

Jeder redet von Evaluationen, vom Evaluieren und von Qualitätssicherung. Aber was ist damit eigentlich gemeint? Wie können Evaluationen effektiv gestaltet werden? Und was nützen sie überhaupt?

Diese Fragen mögen sich heute viele stellen, denn bei Evaluation, Evaluieren und Qualitätssicherung handelt sich um Worte, die in vielen Kontexten recht inhaltsleer verwendet werden, weil sie gerade in Mode sind und ins Zeitgeschehen passen.

Der vorliegende Aufsatz möchte jedoch aufzeigen, dass Trainingsevaluationen tatsächlich dazu dienen können, Qualität von Trainings zu sichern, und dass Trainingsevaluationen – richtig eingesetzt – für alle Beteiligten viele Vorteile haben. Dazu wird zunächst dargelegt, was unter Evaluationen im Kontext von Weiterbildung konkret zu verstehen ist, und was damit eigentlich genau erfasst wird. Dann werden Möglichkeiten vorgestellt, wie Evaluationen von Trainings praktisch durchgeführt werden können, und welchen Nutzen sie haben, bevor dann aufgezeigt wird, wie Veranstaltungen des DienstleistungsZentrums Bildung (DZB) evaluiert werden.

Artikel

Anforderungen an Logistikdienstleister

Für jedes nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip arbeitende Unternehmen ist es notwendig, dass die betrieblichen Abläufe optimiert werden, um eine servicebereite und flexible Kundenorientierung sicherzustellen. Deshalb werden an die Logistikdienstleister bestimmte Anforderungen gestellt:
• Sicherstellen der Verfügbarkeit der Waren,
• Lieferservice,
• Flexibilität,
• Datenkommunikation.

Artikel

Die Fahrwegprüfung

Der Titelheld und Dänenprinz Hamlet stellt sich in dem gleichnamigen Trauerspiel von William Shakespeare die Frage: „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!“ Wir haben uns erlaubt, das berühmte Zitat etwas abzuwandeln, weil ein Hindernis im Fahrweg sofort eine Betriebsgefahr hervorruft und im wahrsten Sinne „Sein oder Nichtsein“ bedeuten kann.

Die Fahrwegprüfung geht zurück bis in die Pionierzeit der Eisenbahn und ist bis in das Zeitalter der modernsten Stellwerkstechnik hinein eine elementare Voraussetzung für das Zulassen von Zugfahrten.

Artikel

Vorgestellt und erläutert: Die Bekanntgabe 3 zur Konzernrichtlinie 408.01 – 09 (Teil 3)

Betriebliche Unregelmäßigkeit „Offene Türen“. Die zu dieser betrieblichen Unregelmäßigkeit maßgebenden und neu formulierten Regeln sind im Modul 408.0552 enthalten und unterscheiden zwischen
– Reisezügen mit nach außen aufschlagenden Türen,
– Reisezügen mit offenen Außentüren bei Personenwagen und
– Güterzügen mit nach außen aufschlagenden Türen.
In Güterzügen eingestellte Güterwagen mit nach außen aufschlagenden Türen kommen eher selten vor. Trotzdem werden hierfür durch Regeln entsprechende Maßnahmen vorgeschrieben.

Artikel

Produktpolitik verbessert die Wettbewerbsposition der DB AG im Personenfernverkehrsmarkt

Seit Beginn der Bahnreform befindet sich die Deutsche Bahn AG auf dem Weg von einer halbwegs verkaufsorientierten, teilweise produktionsorientierten Behördenbahn zu einem leistungsfähigen, marketingorientierten Verkehrsdienstleistungsunternehmen mit einer ausgeprägten Markorientierung. Die Zielsetzung der Deutschen Bahn AG besteht aus diesem Grund nicht mehr darin, Personenkilometer zu produzieren, sondern vielmehr gegenwärtige und mögliche Reisebedürfnisse und Zusatzwünsche ihrer Personenverkehrsmarktkunden zu erkennen und entsprechenden Leistungen zur Verfügung zu stellen.

Um dies zu verwirklichen, bedient sie sich, wie jedes privatwirtschaftlich geführte Unternehmen vielen absatz- bzw. marketingpolitischen Instrumenten. Eines dieser Instrumente – die Produktpolitik im Personenfernverkehr wird im nachfolgenden Beitrag aus wettbewerbspolitischer Sicht beschrieben und analysiert.

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