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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 06/2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Wettbewerb im Bahnbereich in Deutschland nimmt seit Jahren kontinuierlich zu.

Kennzeichnend für die Schienenverkehrsmärkte ist der ständig steigende Druck auf die teilnehmenden Eisenbahnverkehrsunternehmen, immer attraktivere Angebote zu schaffen und die Kosten weiter zu senken. Auslöser dieses Drucks ist der intensive und weiter zunehmende Wettbewerb, der in den einzelnen Märkten unterschiedliche Formen annimmt. Der nunmehr erschienene siebte Wettbewerbsbericht der Deutschen Bahn AG beschreibt en detail die Entwicklung im vergangenen Jahr.

Seit mehr als zehn Jahren steigern die privaten Personen- und Güterbahnen Jahr für Jahr ihre Marktanteile. Seit Jahren wächst aber auch die gesamte Leistung im Schienenpersonen- und Schienengüterverkehr. So konnte die Schiene einen Teil der Verkehre zurückgewinnen, die sie zuvor an die Straße verloren hatte. Dies war der zentrale Auftrag der Bahnreform an die Eisenbahnunternehmen.

Mit der Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG wird die 1994 begonnene Bahnreform vollendet und eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft vorgenommen. In unserem Leitartikel stellt Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der DB AG, die Unternehmensentwicklung im Lichte der Teilprivatisierung dar.

Dieses erfolgreiche Kapitel deutscher Wirtschafts- und europäischer Eisenbahngeschichte fällt in eine Zeit massiven demografischen Wandels. Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnet eine deutliche Erhöhung des Durchschnittsalters der Bevölkerung. Für das Unternehmen der DB AG bedeutet dies, dass der Anteil von Mitarbeitern, die älter als 50 Jahre sind, sich von 30 Prozent im Jahr 2006 bis 2015 auf etwa 60 Pro¬zent verdoppelt. Margret Suckale, Vorstand Personal und Recht, beschreibt, wie der Konzern sich dieser Herausforderung stellt.

Am 7. Juni hat die Fußball-Europameisterschaft begonnen. Austragungsländer sind Österreich und die Schweiz. Nicht nur weil Deutschland eines der größten Transitländer für die Anreise der Fans ist, ist die Deutsche Bahn AG mit diesem Ereignis befasst. Fußball ist insgesamt ein bedeutender Wirt-schaftsfaktor mit vielerlei Anknüpfungspunkten für einen großen Mobilitätsdienstleister wie die DB AG. Gabriele Handel-Jung, Leiterin Konzernmarketingservices und Media, erläutert aus verschiedenen Aspekten die Bedeutung von Fußball für die Bahn.

Im Sommer 2000 wurde die „Allianz pro Schiene“ gegründet, um für eine nachhaltige und zukunftorientierte Verkehrspolitik einzutreten. Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene gibt einen Überblick über die bisherige Entwicklung. Er zeigt auf, dass das Erreichen der Verkehrs- aber auch der Klimaziele ohne die Bahn undenkbar ist.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Weichenstellung für die Zukunft

In seiner außerordentlichen Sitzung im Mai dieses Jahres hat der Aufsichtsrat der DB AG eine neue Konzernstruktur beschlossen. Zum 1. Juni werden die Personenverkehrs-, Transport- und Logistiktöchter der DB sowie Beteiligungen und Dienstleistungen in der DB Mobility Logistics AG zusammengefasst. Was nach einer Formalie aussieht ist de facto der Einstieg in die Teilprivatisierung unseres Unternehmens. Die Bundesregierung – bisher noch alleiniger Eigentümer der DB AG – hatte zwei Wochen zuvor den Weg für frei gemacht für eine Beteiligung Dritter an den Gesellschaften, die heute in der neuen Zwischenholding gebündelt sind.

Mit diesen Meilensteinen wird eine Entwicklung vollendet, die 1994 mit der Bahnreform begann und die ein erfolgreiches Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte und europäischer Eisenbahngeschichte darstellt. Gleichzeitig schaffen diese Schritte die Grundlage dafür, dass diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft, unter sich ändernden Rahmenbedingungen, fortgeschrieben werden kann. Wir sind davon überzeugt, dass nicht zuletzt aufgrund globaler Trends wie Globalisierung oder Klimawandel die DB-Aktie auch langfristig zu einer attraktiven Anlage für Investoren wird. Dass auch die Platzierung von DB-Anteilen am Kapitalmarkt erfolgreich wird, dafür wird die Beibehaltung des Zusammenspiels von Netz und Betrieb sowie die Kontinuität des Managements sorgen.

Artikel

Ältere Mitarbeiter auf dem Vormarsch

Der demografische Wandel ist ein zentrales Thema auch und besonders für die Deutsche Bahn AG. Das Unternehmen steht vor einem kräftigen und zügigen Anstieg der Zahl älterer Mitarbeiter. Bereits heute ist ein Drittel der Bahn-Beschäftigten in Deutschland 50 Jahre und älter. Das Durchschnittsalter von derzeit 44,5 Jahren wird bis 2015 auf 50 Jahre steigen. Zwischen 2006 und 2015 rechnen wir mit einer Verdoppelung unserer Mitarbeiterzahl im Alter von 50 Jahren und mehr von 30 auf 60 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass der demografische Megatrend der Alterung, der die deutsche Bevölkerung erst allmählich erfassen wird, im Unternehmen Bahn bereits deutlich spürbar ist.

Welche Konsequenzen damit verbunden sind, liegt nicht unbedingt auf der Hand. Hätte man noch vor wenigen Jahren ohne Weiteres eine pessimistische Einschätzung erwarten dürfen, so ist die Diskussion inzwischen sehr viel differenzierter geworden. Gelegentlich ist jetzt sogar von einer „demografischen Rendite“ die Rede, die gerade die positiven Seiten von Alterung und Schrumpfung z.B. für Umwelt und Lebensqualität unterstreicht.

Welche Schlussfolgerungen ziehen nun aber Unternehmen, um deren Perspektive es hier gehen soll? Vieles hängt davon ab, durch welche Vorstellungen und von welchen Einstellungen gegenüber Alter und Altern sowohl Personalverantwortliche als auch die Mitarbeiter selbst geprägt sind. Weil Unternehmen Menschen – junge wie alte – naturgemäß vor allem als Mitarbeiter im Blick haben, entsteht ihre Sichtweise entsprechend aus ihren Erfahrungen – und Vorurteilen – im Umgang mit älteren Mitarbeitern. Diese Sichtweise, und darin liegt ihre Bedeutung, entscheidet mit darüber, was jemandem zugetraut wird und was dieser sich selbst zutraut. Entscheidend für die Sicht auf Mitarbeiter ist insbesondere deren Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit, die sich anhand von drei Kriterien beurteilen lässt:
1: kognitives Können als Qualifikation und Kompetenz,
2: physisches Können als gesundheitliche Tüchtigkeit und
3: die erforderliche Motivation und Leistungsbereitschaft im Job.

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Eigenkapitalbeschaffung für börsennotierte Unternehmen

Die Deutsche Bahn AG geht an die Börse. Dieser Beitrag liefert Hintergründe eines Börsengangs
und erläutert die Grundlagen bei der Ausgabe von Aktien am Kapitalmarkt.

Der Börsengang der Deutschen Bahn AG (DB AG) ist in aller Munde. Die Beschaffung von Kapital eines Unternehmens von außen kann über Hereinnahme von Fremdkapital und/oder Eigenkapital erfolgen. Die DB AG beschaffte ihr notwendiges Fremdkapital bislang schon über den Kapitalmarkt, insofern ist nur die Ausweitung der Kapitalbeschaffungsmöglichkeit über das Eigenkapital an der Börse eine Neuerung, die auf das Unternehmen zukommt.

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UEFA EURO 2008

Früher wurde Fußball oft und gerne „als schönste Nebensache der Welt“ bezeichnet. Heute ist Fußball darüber hinaus auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Allein die 36 Clubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga setzten in der Saison 2006/2007 1.8 Mrd. Euro um. Dabei besuchten über 16 Millionen Zuschauer die 612 Partien – Zahlen die deutlich machen, welche wirtschaftliche Bedeutung die Mobilität der Fans dabei spielt.
Dies macht die Deutsche Bahn AG zu einem wichtigen Player im Business Fußball. Mit ihrem erfolgreichen Auftritt als Nationaler Förderer und „Offizieller Mobilitäts- und Logistikdienstleister“ setzte sie sich zur FIFA WM 2006 eindrucksvoll in Szene. Daran schloss sich im Sommer 2006 unmittelbar ein Engagement als Haupt- und Trikotsponsor beim deutschen Hauptstadtclub Hertha BSC Berlin an. Hinzu kommen Premium-Sponsorships bei den Bundesligaclubs Eintracht Frankfurt (seit 2002) bzw. Werder Bremen (Co-Sponsor seit 2007) sowie die Unterstützung junger Fußballmannschaften mit dem erstmals im Frühjahr 2008 ausgetragenen Programm „DB Nachwuchs-Förderpreis“.

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Eine zukunftsweisende Verkehrspolitik ohne Schiene ist undenkbar

Als strategisches Bündnis für den Schienenverkehr tritt die Allianz pro Schiene seit ihrer Gründung im Sommer 2000 unbeirrbar für eine nachhaltige und zukunftsweisende Verkehrspolitik ein. Im Zeitalter des Klimawandels stößt ihre Botschaft vom umweltfreundlichen und sicheren Verkehrsträger Schiene zunehmend auf offene Ohren.

Die Schiene kann‘s, die Schiene kommt, ohne Schiene keinen Klimaschutz. So verkürzt könnte man die zentralen Botschaften der Allianz pro Schiene wiedergeben. Hinter dieser kurzen Aufzählung verbergen sich unermüdliche Überzeugungsarbeit, fundiertes und damit unangreifbares Faktenwissen sowie konkrete und konstruktive Vorschläge für eine zukunftsweisende Verkehrspolitik. Nur so wird das Schienenbündnis dem eigenen Anspruch gerecht, der lautet: Die Allianz pro Schiene wirkt als treibende Kraft in Politik und Gesellschaft für die Vergrößerung des Schienenverkehrsanteils am Gesamtverkehrsaufkommen.

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Fahrzeugmängel nach Abnahme durch die Deutsche Bahn AG

Gratulation! Sie haben sich gerade ein neues Auto gekauft und freuen sich auf die vielen geplanten Ausflüge. Wer denkt da an die Möglichkeit, dass der Wagen bei der ersten Fahrt liegen bleibt? Und wenn … da greift dann die Gewährleistung des Herstellers. Wie wird bei Störungen oder Mängeln an Schienenfahrzeugen, die bereits vom DB-Unternehmensbereich abgenommen sind, verfahren? Ist der Gewährleistungsanspruch ein Vertragspassus, auf den nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden muss?

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Internationales Störungsmanagement

Die zunehmende Internationalisierung des Fernverkehrs stellt neue Herausforderungen an das Störungsmanagement des Fernverkehrs – diese Aufgaben werden durch die Transportleitungen professionell gemanaged.

765 Fernverkehrszüge täglich im Tageslinienverkehr der DB Fernverkehrs AG – dazu Autoreise- und Nachtzüge der DB AutoZug, Charterzüge von BahnCharter sowie innerbetriebliche Leistungen wie z.B. Leerüberführungen: Insgesamt rund 1.100 Züge stehen täglich im Fokus der Disponenten der sieben Transportleitungen und der Zentralen Transportleitung im Fernverkehr, um im Störungsfall in Abstimmung mit den Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) ein schnelles und professionelles Störungsmanagement – ganz im Sinne der Kunden – zu realisieren.

In dem vorliegenden Beitrag werden die zunehmende Internationalisierung des Fernverkehrs und dessen Auswirkungen auf den Ressourcen-/Personaleinsatz kurz umrissen, um hieraus die Anforderungen an ein internationales Störungsmanagement und die Umsetzung im Fernverkehr zu beschreiben.

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Triebzugbaureihe 422

Zurzeit werden die elektrischen Triebzüge (ET) der neuen Baureihe 422 ausgeliefert. Die ersten Fahrzeuge kommen ab sofort auf S-Bahn-Strecken in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz und lösen dort lokbespannte x-Wagen-Züge sowie ältere Triebzüge der Baureihe 420 ab.

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