Deine Bahn 08/2007
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Editorial
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Blick in die Ausgabe
Editorial 08/2007
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
dass die Bahn nicht nur zu den sichersten, sondern auch zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln zählt, ist mittlerweile Allgemeingut. Wie sicher und wie umweltfreundlich die Bahn in Zahlen ausgedrückt ist, ist schon deutlich weniger bekannt. Oder wussten Sie, dass die Schiene gegenüber der Straße eine 60fach höhere Sicherheit vor Verletzungen oder tödlichen Unfällen bietet. Dabei geht die Zahl der Unfälle auf der Schiene kontinuierlich zurück. Im Güterverkehr bietet die Schiene zudem hohe technische Sicherheit für den Transport von Abfällen und gefährlichen Gütern.
Staus, Parkplatzprobleme und überfüllte Lufträume führen zunehmend zu einer Selbstblockade des Verkehrs. Hier trägt die Schiene zur Entlastung bei. Die Reisenden, die mit der Deutschen Bahn fahren, entlasten Deutschlands Straßen um 3,5 Millionen PKW-Fahrten täglich. Zusätzlich werden durch den Schienengüterverkehr pro Tag etwa 111.000 LKW-Fahrten europaweit eingespart.
Dies und vieles mehr kann man jetzt detailliert nachlesen, denn die Deutsche Bahn AG hat im Juli ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der jedermann öffentlich zugänglich ist.
Nachhaltige Mobilität und Logistik im Sinne der Deutschen Bahn AG bedeutet, den Verkehr wirtschaftlich zu gestalten bei gleichzeitiger Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Wie kaum ein anderes Unternehmen berücksichtigt sie seit vielen Jahren neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Faktoren in ihrer Unternehmenspolitik. Ob Energiesparprojekte, das Umweltprogramm, der Konzernarbeitsmarkt, der Familienservice oder Off-Road-Kids – wie kaum ein anderes Unternehmen ist die Bahn schon seit langem gesellschaftlich und sozial aktiv.
Eine ökonomisch, sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmenspolitik macht sich bezahlt – nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch direkt für die Bahn.
In unserem Leitartikel „Der Nachhaltigkeit ein Gesicht geben“ schildert Ihnen Joachim Kettner, Leiter des Bahn-Umwelt-Zentrums, Hintergründe, Aktivitäten und Ergebnisse.
Über einen weiteren aktuellen Teilaspekt des Umweltschutzes berichten wir in einem Artikel über die Lärmsanierungsstrategie der Deutschen Bahn AG.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn
Der Nachhaltigkeit ein Gesicht geben
Der Nachhaltigkeit ein Gesicht geben – das möchte die Deutsche Bahn AG mit ihrem neuen Nachhaltigkeitsbericht. Denn hinter dem englischen Begriff „sustainable development“ stehen Menschen, die sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Dazu gehört ein fairer Umgang miteinander sowie mit den Ressourcen, die uns nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Globalisierung, Ressourcenverknappung, Klimawandel, Deregulierung und demografischer Wandel sind die zentralen Herausforderungen, auf die sich der Konzern immer stärker einstellt. Der Schienenverkehr spielt dabei eine wichtige Rolle, denn er verbindet ökonomische und ökologische Effizienz. Der Nachhaltigkeitsbericht greift diese Themen auf und stellt Perspektiven dar. Er ersetzt zukünftig den Umwelt- sowie den Personal- und Sozialbericht und wird alle zwei Jahre erscheinen. Der ausführliche Nachhaltigkeitsbericht ist online unter www.db.de/nachhaltigkeitsbericht zu finden. Die gedruckte Version kann jedem Interessenten zugesendet werden.
Die Lärmminderungsstrategie der Deutschen Bahn AG
Noch nie waren die Menschen so mobil wie heute. Mobilität ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar: In unserem Alltag ist sie Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft und die individuelle Gestaltung unserer Freizeit. Doch dies bleibt nicht ohne Folgen: Neue Verkehrswege verbrauchen Fläche, wachsendes Verkehrsaufkommen belastet das Klima, und Verkehrslärm beeinträchtigt die Lebensqualität.
DB JobService GmbH
Der umfangreiche und jahrelange Sanierungsprozess der Bahn seit ihrer Privatisierung 1994 war durchgängig geprägt von einer Politik der sozialverträglichen Beschäftigungsanpassung. Seit dem Zusammengehen der beiden deutschen Bahnen wurde der Personalbestand im Kernbereich Schiene von 313.000 Mitarbeitern auf 174.000 sozialverträglich reduziert.
Hochgeschwindigkeitsverkehr
Am 10. Juni 2007 war es so weit: Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Deutschland und Frankreich wurde aufgenommen. Das neue Angebot betreibt die Deutsche Bahn in Kooperation mit der französischen Eisenbahn SNCF. Die nördliche Linie von Frankfurt/Main über Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken nach Paris wird künftig vom deutschen ICE 3 bedient. Auf der Verbindung von Stuttgart über Karlsruhe und Straßburg kommt der französische TGV zum Einsatz. Auf beiden Linien verkürzen sich die Reisezeiten um mehr als zwei Stunden.
Damit ist ein weiterer Meilenstein in der bisher erfolgreichen Geschichte der Hochgeschwindigkeitszüge erreicht. Mit seinen Vorteilen in punkto Sicherheit, Energieverbrauch, Umweltverträglichkeit und Flächennutzung leistet der Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) einen entscheidenden Beitrag zur weiteren wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Europa. Auch führt die zunehmende Netzdichte dazu, dass sich der Hochgeschwindigkeitszug immer mehr zu einem Massenverkehrsmittel entwickelt.
Sperren von Gleisen – Fahrten in gesperrten Gleisen
Das Fahren von Zügen erfordert ein Höchstmaß an Sicherheit. Redundante und hochverfügbare Leit- und Sicherungstechnik sowie unterlegte Betriebsverfahren erfüllen die an den Bahnbetrieb gestellten Erwartungen hinsichtlich ihrer Sicherheit und Zuverlässigkeit. Auch im Bahnbetrieb gibt es jedoch Situationen, in denen z.B. durch Bauarbeiten, Unregelmäßigkeiten oder infolge gefährlicher Ereignisse die Betriebsqualität vorübergehend beeinträchtigt wird.
Coaching
Heute ist es chic und vielerorts fast schon ein Statussymbol sich einen persönlichen Coach zu leisten. Aus Sicht der Unternehmen ist dies der richtige Zeitpunkt Fragen zu stellen wie:
? Wem nutzt dieser Coach eigentlich?
? Bringt er dem Unternehmen einen unmittelbaren Nutzen? oder
? Liegt der Nutzen mehr darin, dass der Coach seinem Klienten hilft seine Stärken sichtbar zu machen (Selbstmarketing) oder eigene Schwächen möglichst lange zu verdecken?
Die Antworten sind nicht immer einfach. Dieser Beitrag kann eine schlüssige Antwort darauf nicht geben – aber er will helfen den Qualitätsanspruch an Coaching greifbar zu machen.
Mit klaren Lernzielen zum Trainingserfolg
„Wer nicht genau weiß, wohin er will, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ (Mark Twain)
Dieses Zitat von Mark Twain beschreibt das zentrale Anliegen der Detailarbeit an Lernzielen. Ein Lernziel ist ein festgelegtes, so genau wie möglich beschriebenes Endverhalten, das in einem Bildungsprozess von und für den Lernenden erreicht werden soll. Eine genaue Kenntnis des Zieles ist die beste Voraussetzung, dieses auch zu erreichen.
Seehäfen in Deutschland – Gewinner der Globalisierung
Verfolgt man die Meldungen über den Seegüterumschlag, so vergeht kaum ein Monat, in dem die internationalen Seehäfen keine neuen Rekorde im Umschlag vermelden. Allein für das erste Quartal 2007 vermeldet das Statistische Bundesamt wieder ein erneutes Wachstum des Seegüterumschlages um über 7 Prozent auf 77,5 Millionen Tonnen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Diese Zahl ist symptomatisch für die Entwicklung in den Seehäfen und reiht sich in ein seit ca. 1990 andauerndes stark beschleunigtes Wachstum.
Die überproportionalen Wachstumsraten des Containerumschlags (siehe hierzu auch Deine Bahn 6/2007) überlagern dabei, dass auch in den anderen Segmenten wie Stückgut, Tanktransporte etc. permanente Steigerungsraten zu verzeichnen sind. Da es sich beim Transport und Warenumschlag aber stets um eine derivate Nachfrage handelt, ist dieses Wachstum ein Indikator sowohl für die stark wachsende Weltwirtschaft, wie auch den steigenden Grad der weltwirtschaftlichen Verflechtung. Und diese Entwicklung – da sind sich fast alle Experten einig – wird weiter voranschreiten. Nahezu alle Prognosen gehen von einer erneuten Verdopplung allein des Containerumschlags in den nordeuropäischen Seehäfen bis 2015 aus. Wer sich einmal einen der hochmodernen Containerterminals in Hamburg oder Bremen/Bremerhaven oder auch in den Häfen der sog. ARA-Range (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) angesehen hat, der erkennt schnell, welche logistischen Herausforderungen sich aus den gewaltigen Warenbewegungen im Hinblick auf die seeseitigen Kapazitäten, die Hafen-, Lager und Umschlagskapazitäten und vor allem auf die infrastrukturellen Anbindungen des Hinterlandes ergeben.