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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 08/2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die DB Netze Fahrweg stellt den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Trassen, Anlagen sowie Fahrpläne zur Verfügung und führt den Betrieb auf dem rund 34.000 Kilometer langen Schienennetz der Deutschen Bahn. Sie ist außerdem für die Instandhaltung und Instandsetzung vorhandener Anlagen sowie den Neu- und Ausbau von Strecken verantwortlich.

Die Infrastruktur des Fahrweges besteht aus Gleisen und Weichen, der elektrischen Oberleitung, Signalen, Stellwerken, technischen Anlagen zur Zugsicherung sowie Bauwerken wie Brücken und Tunnel. Derzeit nutzen rund 300 in Deutschland zugelassene Eisenbahnverkehrsunternehmen – darunter 20 Unternehmen des DB Konzerns – diese Infrastruktur. Für alle Unternehmen gelten die gleichen Zugangsbedingungen. Grundlage ist ein Trassenpreissystem, das aus verschiedenen Faktoren die Nutzungsentgelte für die Schieneninfrastruktur festlegt. Die Trassenpreise sind für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen gleich und das Geschäftsfeld sorgt in eigener Verantwortung für den diskriminierungsfreien Zugang zur Eisenbahninfrastruktur.

Die DB Netze Fahrweg investiert deshalb flächendeckend in moderne Sicherungs- und Stellwerkstechnik. Die neue Technik bietet die Chance, die Infrastruktur effizienter zu nutzen. Die herkömmliche dezentrale und daher personalintensive Leitung des Bahnbetriebes wird zunehmend zentralisiert. Zukünftig wird die Betriebsführung im gesamten Streckennetz weitgehend automatisiert und in sieben Betriebszentralen überwacht. Der überwiegende Teil des Streckennetzes, darunter alle Hauptstrecken, wurde mit einer neuen Generation von Funktechnik auf GSM-Basis ausgestattet. Die Anpassung des internationalen GSM-Standards an das System Eisenbahn ist eine Innovation, die von der Deutschen Bahn AG wesentlich voran gebracht wird. Mit GSM-R (Global System for Mobile Communications-Rail) verfügt die DB künftig über das weltweit größte digitale Mobilfunknetz für die Eisenbahn und nimmt gleichzeitig eine wichtige Führungsposition bei der Harmonisierung europäischer Systemtechnik ein.

Auch bei der Förderung des internationalen Eisenbahnverkehrs übernimmt die DB Netze Fahrweg eine führende Rolle. In der neu geschaffenen Organisation RailNetEurope (RNE) koordinieren 22 europäische Schienennetzbetreiber, darunter die DB Netze Fahrweg, ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten und schaffen einheitliche Standards.

Um die Wachstumschancen des boomenden Verkehrsmarktes zu nutzen und vor dem Hintergrund der sich verändernden Markteinflüsse hat sich die DB Netz AG im Jahr 2006 entschieden, einen umfassenden Veränderungsprozess durchzuführen. Damit konnten schon 2007 nennenswerte auf Nachhaltigkeit angelegte Erfolge erzielt werden. In unserem Leitartikel erläutert Herr Dr. Hans-Josef Mayer, Leiter Geschäftsentwicklung der DB Netz AG, wie es gelang, bereits in so kurzer Zeit die eigene Wirtschaftlichkeit zu verbessern, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, die Qualität zu sichern und den Kundenservice zu optimieren.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Erfolgreiche Veränderung eines Geschäftsfeldes am Beispiel der DB Netz AG

Die DB Netz AG befindet sich seit 2006 in einem umfassenden Veränderungsprozess. Vor dem Hintergrund des ständig wachsenden Schienenverkehrs war es notwendig geworden, Strukturen und Prozesse bei der DB Netz AG zu hinterfragen
und die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Das 2007 entwickelte Programm ProNetz war letztlich der Schlüssel für
diesen nachhaltigen und erfolgreichen Wandel. Es zielt im Wesentlichen darauf, die eigene Wirtschaftlichkeit zu erbes-
sern, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, die Qualität zu sichern und den Kundenservice zu optimieren. Der folgende Beitrag erläutert, wie es gelang, diesen Veränderungsprozess umzusetzen – ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Artikel

Der Masterplan Güterverkehr und Logistik der Bundesregierung

Die deutsche Verkehrsinfrastruktur gehört zu den modernsten der Welt. Das dichte und überaus leistungsstarke Netz muss sich aber in den nächsten Jahrzehnten angesichts der Herausforderungen der Zukunft wie Verkehrswachstum und Klimaschutz jeden Tag aufs Neue bewähren. Der Masterplan Güterverkehr und Logistik zielt auf die effizientere Nutzung der Verkehrswege, die Vermeidung von Verkehren und die Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsträger.

Artikel

Vertragsmanagement

Das Thema Vertragsmanagement hat in den letzten Jahren in vielen Unternehmen ein wachsendes Interesse gefunden. Insbesondere durch neue Gesetze, wie beispielsweise den Sarbanes-Oxley Act, aber auch Basel II und das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), sind Unternehmen stärker dazu gezwungen, ihre Geschäftsprozesse und Finanzdaten transparent zu gestalten beziehungsweise offen zu legen. Diese notwendige Transparenz gilt nicht nur für Großunternehmen und internationale Konzerne. Auch mittelständische und kleinere Betriebe müssen ihre Finanzsituation im Auge behalten. Wesentliche Grundlage für die Finanzdaten sind sämtliche im Unternehmen vorhandenen Verträge: Verträge mit Kunden und Lieferanten, Verträge mit Partnern und Mitarbeitern, Verträge mit Dienstleistern und verbundenen Unternehmen. Die Notwendigkeit, das Vertragsmanagement im Unternehmen effizient und transparent zu gestalten, steigt.

Artikel

Arbeitsschutz im Wandel

Der Arbeitsschutz bzw. die Maßnahmen zum Schutz vor den Gefahren aus der Arbeit unterliegen einem ständigen Wandel. Ursache hierfür ist einerseits die Entwicklung neuer Technologien, neuer Arbeitsstoffe und neuer Betriebsabläufe, die häufig auch zu neuen Gefährdungen der Arbeitnehmer führen. Andererseits muss der sich weiterentwickelnde Stand der Technik auch bei den Maßnahmen des Arbeitsschutzes selbst Berücksichtigung finden (§ 4 Arbeitsschutzgesetz). Im folgenden Beitrag wird die Entstehung und Entwicklung des Arbeitsschutzes beschrieben. Beispielhaft wird dies an den sich wandelnden Schutzmaßnahmen vor den Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb erläutert.

Artikel

Triebzug Desiro

Auf der diesjährigen InnoTrans wird Siemens erstmals auch den neuen elektrischen Regionaltriebzug Desiro ML vorstellen. Im Gegensatz zu den bisherigen Mitbewerbern hat sich der Konzern für ein Triebwagenkonzept und nicht für einen Gliedertriebzug entschieden. Die Konfiguration des Zuges ist vom Betreiber veränderbar, indem auf einfache Weise Mittelwagen ein- oder ausgestellt werde. Die Transportkapazität ist damit an die jeweiligen Verkehrsanforderungen anpassbar.

Artikel

Wirtschaftskriminalität

Immer wieder in den letzten Monaten werden wir von schier unglaublichen Nachrichten über Verluste an den Finanzmärkten aufgeschreckt, von Manipulationen, die unfassbar erscheinen und die viele Firmen oder Banken an den Rand des Ruins treiben. Nach neueren Schätzungen, die der Internationale Währungsfonds vorlegte, könnte sich der angerichtete Schaden auf atemberaubende 945 Milliarden Dollar summieren. Es wäre jedoch falsch, nun alle führenden Manager in Bausch und Bogen zu verdächtigen, Wirtschafts- kriminelle zu sein.

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Das Steuerventil

Schienenfahrzeuge werden fast immer durch indirekt wirkende, selbsttätige Druckluftbremsen gebremst. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluft nicht nur die Bremskraft erzeugt, sondern auch die Bremsen innerhalb des Zuges steuert, also auch der Signalübertragung dient. Vielfach wird deshalb der Begriff „Einleitungsbremse“ verwendet.

Druckluftbremsen bestehen aus einer Druckerzeugungsanlage, einem Hauptluftbehälter zum Speichern der erzeugten Druckluft, dem Führerbremsventil auf dem Führerstand zum Regulieren der Bremskraft und der Hauptluftleitung zum Transport der Druckluft in die angeschlossenen Fahrzeuge. Dort ist das Steuerventil das zentrale Bauteil. Es füllt die Vorratsluftbehälter mit Druckluft (5 bar) aus der Hauptluftleitung und setzt herbeigeführte Druckänderungen in der Hauptluftleitung in Brems- und Lösevorgänge um.

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Die EuroSprinter-Familie

Von der einst weitverzweigten deutschen Lokomotivindustrie sind für den Bau elektrischer Lokomotiven nur die Firmen Bombardier und Siemens übrig geblieben. Beide Firmen fertigen sowohl den mechanischen als auch den elektrischen Teil der Lokomotiven im eigenen Konzern. Alle modernen elektrischen Lokomotiven der DB AG stammen ausnahmslos von diesen beiden Firmen bzw. ihren direkten Vorgängerinnen. Beide Firmen, die gleichermaßen erfolgreich beim Export elektrischer Lokomotiven sowie bei der Belieferung privater EVU und Leasingunternehmen sind, haben ihren Produkten entsprechend dem jeweiligen Familiencharakter Namen gegeben. Es sind dies die „TRAXXFamilie“ von Bombardier und die „EuroSprinter-Familie“ von Siemens.

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