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Editorial

Editorial 11/2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser,mehr als 350 Eisenbahnverkehrsunternehmen führen auf den rund 36.000 Streckenkilometern des Eisenbahninfrastrukturunternehmens DB Netz AG täglich fast 40.000 Zugfahrten durch.Jeder Zug benötigt dazu einen Fahrplan, in dem der zeitliche und räumliche Ablauf sowie die bahnbetrieblichen Rahmenbedingungen festgelegt sind. Die Erstellung der Fahrpläne, die so genannte Trassenplanung, stellt die Planer insbesondere auf Strecken mit hoher Nachfrage vor Herausforderungen. Es gilt, die Trassen unter Berücksichtigung der Streckenkapazität und der Kundenwünsche diskriminierungsfrei zu vergeben. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Trassen konfliktfrei geplant werden, das heißt, die Trasse eines Zuges darf die Trasse eines anderen Zuges auf gleichem Gleis weder berühren noch kreuzen oder schneiden.Wie das gelingt und was dabei zu berücksichtigen ist, schildert in unserem Leitartikel Dr. Michael J. Beck, Leiter Fahrplan und Kapazitätsmanagement in der Zentrale der DB Netz AG. Weitere Beiträge dieses Themenschwerpunkts informieren über die Grundsätze der Netzplanerstellung, insbesondere zum Fahrplanwechsel sowie über die dabei verwendeten Werkzeuge und die Informationsmöglichkeiten für Kunden im Trassenportal Netz. Zu den Besonderheiten der Trassenplanung zählt dabei die fahrplantechnische Behandlung so genannter außergewöhnlicher Transporte, aber auch die Abstimmung von Baumaßnahmen mit der Durchführung des Zugverkehrs.Grundlage jeder Fahrplanerstellung ist jedoch der Kundenwunsch. Bevor die Trassenanmeldung an das Netz erfolgt, wird das jeweilige Eisenbahnverkehrsunternehmen seine Angebote, die es am Verkehrsmarkt platzieren will, planen. Dabei wird es auch seine erforderlichen Fahrzeugumläufe, Versorgungs-, Abstell- und Werkstattaufenthalte konzipieren. Was dabei wiederum zu berücksichtigen ist, wird am Beispiel des Regionalverkehrs Württemberg aufgezeigt.Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre dieser und anderer Themen unserer neuesten Ausgabe.Mit besten GrüßenIhr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel

Der Fahrplan als kritischer Erfolgsfaktor

Mehr als 350 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) nutzen die Schienenwegskapazität der DB Netz AG. Der Fahrplanprozess entwickelt mit modernen Methoden und Verfahren einen optimierten und abgestimmten Schienenpersonen- und Schienengüterverkehr. Technologische Innovationen ermöglichen, die Anforderungen der EVU immer besser zu erfüllen. Digitaler Zugfunk unterstützt so etwa die kurzfristige Bereitstellung von Fahrplänen auf die Triebfahrzeuge, elektronische Konstruktions- und Simulationswerkzeuge helfen die Kapazitätsnutzung zu verbessern.

Artikel

Grundsätze der Netzfahrplanerstellung

Die Fahrplanerstellung bei der DB Netz AG ist durch Komplexität und Größe gekennzeichnet. Im Folgenden werden Grundsätze der Erstellung des Netzfahrplans erläutert. Diese beinhalten eine Begriffsdefinition, die Terminkette zur Netzfahrplanerstellung, Erläuterungen zum „Wesen“ des Netzfahrplans und die Bestandteile zur Erstellung des vorläufigen Netzfahrplanentwurfs. Die Abgrenzung gegenüber dem Gelegenheitsverkehr erfolgt im thematischen Zusammenhang an den entsprechenden Stellen.

Artikel

TPN – Trassenportal Netz

Den größten Teil ihrer Einnahmen erzielt die DB Netz AG aus der Vermarktung von Trassen, also aus dem Verkauf von Nutzungsrechten für Zugfahrten auf ihrem Streckennetz an die Kunden. Zugangsberechtigt sind im Wesentlichen zugelassene Eisenbahnverkehrsunternehmen, Zweckverbände des Schienenpersonennahverkehrs sowie bestimmte Behörden. Die DB Netz AG nimmt die Trassenanmeldungen der Zugangsberechtigten entgegen, konstruiert den Fahrplan und gibt diesen mit dem zugehörigem Trassenpreis als „Trassenangebot“ zurück. Nimmt der Kunde dieses Angebot an, ist der Vertrag geschlossen und für beide Seiten gelten die in der Eisenbahninfrastrukturnutzungsverordnung und den Schienennetznutzungsbedingungen festgelegten Rechte und Pflichten – der Zug kann fahren.

Artikel

Planung und Vernetzung im Regionalverkehr

Die DB Regio AG, deren Angebote von über einer Milliarden Fahrgäste pro Jahr genutzt werden, verknüpft im Regionalverkehr die Angebotsplanung und Leistungserbringung auf der Schiene. So kann ein auf die regionalen Verkehrsbedürfnisse angepasstes Nahverkehrsangebot entwickelt und für die Fahrgäste umgesetzt werden. Die örtlichen Verkehrsunternehmen mit den jeweils zuständigen Regionalleitungen stehen dabei den öffentlichen Bestellerorganisationen als Partner zur Verfügung. Welche Prozesse im Rahmen der Fahrplangestaltung ablaufen, wird im folgenden Beitrag anhand des Regionalverkehrs Württemberg beschrieben.

Artikel

Der Zugnummerngenerator

„Keine Zugfahrt ohne Zugnummer“, diese Aussage begleitet die Mitarbeiter der Eisenbahnen seit Beginn des Eisenbahnzeitalters. Vor dem Hintergrund des heutigen Bedarfs an Zugnummern, der – alle Reserven einbezogen – annähernd bei 100.000 Nummern liegt, sind Systeme erforderlich, die eine zuverlässige und schnelle Vergabe einer Zugnummer sicherstellen. Die DB Netz AG nutzt für diese Zwecke den Zugnummerngenerator, ein elektronisch gestütztes System zur Verwaltung von Zugnummernkontingenten und zur automatischen Vergabe von Zugnummern für einzelne Zugläufe. Wie dieses System arbeitet, beleuchtet der nachfolgende Artikel.

Artikel

Außergewöhnliche Transporte

Zunehmend werden bei der DB Netz AG Transporte von Sendungen und Fahrzeugen angemeldet, die in ihren Abmessungen, ihrer Beschaffenheit oder ihrem Gewicht vom Regelfall abweichen. Im Gegensatz zu Regeltransporten kann die Durchführung solcher Transporte nur unter besonderen betrieblichen und/oder technischen Bedingungen erfolgen. Aufgrund dieser Abweichungen werden die Transporte als „außergewöhnlich“ bezeichnet. Nachfolgend werden die Bedingungen zur Durchführung außergewöhnlicher Transporte (aT) benannt und die Arbeitsabläufe von der Anmeldung bis zur Beförderungszusage beschrieben.

Artikel

Durchführung von Baumaßnahmen

Der nachfolgende Artikel gibt einen allgemeinen Gesamtüberblick über die Entwicklung von Fahrplankonzeptionen bei wechselnden Bauzuständen. Am Ende der Planungen steht ein an die Verfügbarkeit der Infrastruktur angepasster, möglichst allen Bedürfnissen gerecht werdender Fahrplan. Die zur Verfügung stehenden Fahrplaninstrumente sowie deren Einsatz werden im folgenden Artikel skizziert.

Artikel

Das mechanische Stellwerk

Im Zeitalter elektronischer Stellwerke mag es fast schon unglaublich erscheinen, dass bei der DB Netz AG auch heute noch über 1.000 mechanische Stellwerke im Einsatz sind, die nicht selten älter als 100 Jahre sind. Wie passt das zusammen? Zwar wurde die Lebensdauer mechanischer Stellwerke anfänglich auf 80 Jahre festgelegt, die Tatsache jedoch, dass sogar Bauformen fortbestehen, die noch aus der Zeit der Länderbahnen stammen, also vor Gründung der deutschen Reichsbahngesellschaft am 1. April 1920, ist schon bemerkenswert. Wie solche Stellwerke entstanden sind, ihre konstruktiven Merkmale sowie ihre Funktion werden in diesem Beitrag vorgestellt.

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