Alle Beiträge von Deine Bahn-Redaktion

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Editorial

Editorial 11/2006

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Editorial 11/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser

wussten Sie, dass der Eisenbahn Fachverlag auf eine 59jährige Verlagsgeschichte zurückschauen kann? In Zeiten von Globalisierung und sich schnell wandelnden Märkten eine Seltenheit, auf die wir stolz sind. Die Kontinuität, mit der wir die Mitarbeiter der Bahn mit unseren Aus- und Fortbildungsmedien begleitet haben, wird auch weiterhin Teil unserer Unternehmensphilosophie bleiben.

Die Branche hat sich allerdings seitdem gewaltig geändert. Aus der Deutschen Bundesbahn ist ein führender, international agierender Logistikkonzern geworden, der sich schon lange nicht mehr alleine auf die Schiene konzentriert. Der Begriff „Eisenbahn“, wie wir ihn zu den Anfängen des Verlages gekannt haben, beschriebe heute nur noch einen Ausschnitt der Bahnaktivitäten. Die heutige Bahn entspricht daher eher einem mehrdimensionalen Systemverbund, der die Marktteilnehmer sowohl national und international, als auch vertikal und horizontal zusammenwachsen lässt.

Dieser Entwicklung möchten wir auch mit unserem Verlagsnamen gerecht werden und damit auch ein Zeichen für die Zukunft setzen. Die Leitung des Verlags hat sich daher entschlossen, den Eisenbahn-Fachverlag in Bahn Fachverlag umzubenennen. Dieser Name soll neben einer Öffnung für weitere Themenbereiche aus der Bahnwelt weiterhin an unsere langjährige Tradition anknüpfen.

Für Sie, verehrte Leserinnen und Leser, hat die Umbenennung keine Auswirkungen, denn redaktionell haben wir mit unseren Beiträgen ja stets die Entwicklung der Deutschen Bahn AG begleitet. So konnten Sie in den vergangenen Ausgaben Artikel zum Beispiel über den fortschreitenden Internationalisierungsprozess und den daraus resultierenden Veränderungsbedarf oder zur Entwicklung des Europäischen Schienenverkehrs finden. Der Reihe „Bahnen der Welt“ können Sie Marktinformationen über Nachbarbahnen entnehmen. Diese Schwerpunkte werden Sie auch in den nächsten Ausgaben wiederentdecken, dann jedoch aus dem Hause Bahn Fachverlag.

Neben den zuvor genannten Schwerpunkten informieren wir Sie dieser Ausgabe unter anderem über die Planung und Errichtung von Anlagen der Eisenbahninfrastruktur im Rahmen von Großprojekten. Am Beispiel der Nord-Süd-Verbindung im Eisenbahnkoten Berlin erläutert der Leiter der Organisationseinheit Großprojekte der DB Netz AG, Wolfgang Feldwisch, die effiziente Wahrnehmung der Bauherrenfunktion.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

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Wirtschaftlichkeit von Trainingsmaßnahmen auf dem Prüfstand

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Wirtschaftlichkeit von Trainingsmaßnahmen auf dem Prüfstand

Ob im Schachspiel oder im Unternehmen – Erfolg hängt davon ab, dass alle Ressourcen im Rahmen einer Gesamtstrategie optimal eingesetzt werden. Und diese Leistung muss messbar sein. Das bedeutet: Wir müssen erkennen, wie effizient die Ressourcen genutzt werden – ob Humanressourcen, Geschäftsprozesse, Finanzmittel oder informationstechnische Lösungen.

Es muss erkennbar sein, welche Projekte am meisten zu den Geschäftszielen beitragen und deshalb Priorität haben. Es gilt die richtigen Kriterien zu definieren, und die Fakten zu liefern, anhand derer sich solche Entscheidungen fundiert treffen lassen.

In der Managementliteratur hat sich in den letzten Jahren der Begriff Performance Improvement etabliert. Man versteht darunter einen systematischen und systemischen Prozess zur Analyse, Umsetzung und Evaluation, um die Leistungsfähigkeit von Organisationen, Systemen (also Menschen in Organisationen) zu beschreiben und zukünftige Entwicklungen zu planen.

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Schienenfahrzeuge auf der InnoTrans 2006

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Schienenfahrzeuge auf der InnoTrans 2006

Nach vier sehr erfolgreichen Messetagen endete am 22. September in Berlin die internationale Leitmesse der Schienenverkehrstechnik Inno-Trans. Auf mehr als 100.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten 1.606 Aussteller aus 41 Ländern Innovationen und Produkt-Highlights sowie ihr umfangreiches Leistungsangebot. 65.000 Fachbesucher aus 90 Ländern – das ist eine Steigerung von 40 Prozent gegenüber 2004 – informierten sich auf der weltgrößten Leistungsschau der Bahn-Branche. Etwa 50 Prozent der Aussteller und über 40 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland nach Berlin.

Nach Abschluss der Fachmesse öffneten sich am Wochenende die Tore des Freigeländes für Eisenbahnfans. Mehr als 25.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, die hochmodernen Fahrzeuge der verschiedenen Hersteller zu besichtigen.

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Volldampf voraus – DB Training jetzt im DB Reisemarkt

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Volldampf voraus – DB Training jetzt im DB Reisemarkt

Kommen Sie mal so richtig in Fahrt – mit DB Training und dem DB Reisemarkt. Im Oktober steht der DB Reisemarkt ganz im Zeichen der Bildung. Sie erhalten tolle Angebote, die Ihrem Beruf oder Ihrer Freizeit neuen Schwung verleihen – wie immer zum DB Spezialpreis. Das Programm reicht von After-Work-Seminaren, die Ihre Kenntnisse der neuen Rechtschreibung in Fahrt bringen über einen vitalisierenden Wellnessaufenthalt in Bad Homburg bis zu einer rasanten Fahrt im Zugsimulator.

Editorial

Editorial 10/2006

Editorial

Editorial 10/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit 35 Jahren ist „Deine Bahn“ eine anerkannte Fachzeitschrift für die Fort- und Weiterbildung bei der Bahn. Der Eisenbahn-Fachverlag widmet sich dieser Aufgabe sogar seit mehr als 80 Jahren. Seit den Anfängen im Januar 1925 genoss der Verlag stets – mit Ausnahme der Nazidiktatur – die Anerkennung und Unterstützung der Deutschen Bahn in ihrer jeweiligen gesellschaftsrechtlichen Ausprägung.

Unsere Autoren sind ausgewiesene Fachleute, meist aus den Zentralen des DB AG Konzerns und seiner Geschäftsfelder aber auch aus anderen Unternehmen und Institutionen.

Wir informieren Sie über Verbundthemen innerhalb des Bahnkonzerns. Darüber hinaus erläutern wir an konkreten Beispielen und in verständlicher Form aktuelle Themen, insbesondere auch in den gegenwärtigen Wachstumsfeldern, wie Internationales und Logistik. Die Inhalte moderner Schlagwörter wie zum Beispiel Interoperabilität, After-Sales-Logistik, Kanban, Supply-Chain-Management usw. werden ebenso leicht fassbar, wie z.B. die Struktur und die Geschäftsvolumina unserer Nachbarbahnen.

Dass wir damit am Puls des Leserinteresses liegen, wird uns immer wieder bestätigt und ist wohl auch der Grund dafür, dass unsere Abonnenten zu den treuesten im Bereich Fachzeitschriften zählen. Die durchschnittliche Dauer der Privatabonnements liegt bei fast 12 Jahren.

Wir möchten uns aber auch weiterentwickeln (Stichwort: Wer aufhört besser zu werden, hört auf, gut zu sein). Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Wenn Sie Anregungen und Wünsche zu Themen haben oder wenn Ihnen einmal etwas nicht gefallen hat, teilen Sie es uns mit. Wir werden Ihre Hinweise in unserer Redaktion auswerten. Als kleines Dankeschön an Sie verlosen wir unter allen Einsendern drei Fachbücher aus unserem Verlag nach Ihrer Wahl.

Mit der Frage, wie man etwas anderes Wichtiges verbessern kann, nämlich die Sicherheitskultur, setzt sich unser Leitartikel auseinander. Fritz Schröder, Konzernbeauftragter Sicherheit System Bahn, geht der Frage nach, wie man eine Sicherheitskultur verbessern kann. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass man zunächst einmal feststellt, woran man eine positive von einer negativen Sicherheitskultur unterscheidet. Danach muss man möglichst objektiv beleuchten wo man selbst steht und was andere ggf. besser machen oder bereits als Verbesserungen vorgesehen haben.

Als Ergebnis dieser Analysen sind Maßnahmenpakete für einen Einstieg in eine Verbesserung unserer Sicherheitskultur gebildet werden. Klar ist aber auch, dass es keine endgültigen Lösungen geben wird. Auch hier gilt: Stichwort: Wer aufhört besser zu werden …

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel Serie

Der Wechsel auf eine neue Stelle als fortgesetzte Bewerbungssituation

Artikel Serie

Der Wechsel auf eine neue Stelle als fortgesetzte Bewerbungssituation

Die ersten Tage an einem neuen Arbeitsplatz erleben viele junge (Führungs-) Nachwuchskräfte als Ausnahmezustand: Sie bewegen sich auf glattem Parkett, sie sollen Erwartungen gerecht werden, die sie im Detail noch gar nicht kennen, sie dürfen und wollen sich keine Blöße geben und nur keine Schwäche zeigen.

Wer die typischen Dilemmata kennt, wer die zugrunde liegenden Muster versteht und wer obendrein eine Reihe von Prinzipien und Ratschlägen beherzigt, hat gute Chancen, eine gute Figur zu machen und die zahlreichen Klippen rechtzeitig zu erkennen und zu umgehen.

Der folgende Beitrag ist eine Herausforderung zwei verschiedene Perspektiven einzunehmen: Aspiranten insbesondere für Führungspositionen werden die Analyse der wichtigsten Hürden und Etappen sowie die zahlreichen Ratschläge mit Blick auf ihr eigenes Verhalten lesen und bewerten. Gestandene Führungskräfte eröffnet der Beitrag eine Gelegenheit, die Schwierigkeiten zu verstehen, an denen schon so manch hoffnungsvoller Kandidat in den ersten Wochen und Monaten sich die Zähne festgebissen hat oder gar gescheitert ist. Schön wäre es, wenn dadurch das gegenseitige Verstehen einfacher wird.

Editorial

Editorial 09/2006

Editorial

Editorial 09/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Deutsche Bahn AG hat im ersten Halbjahr 2006 ihren Erfolgskurs fortgesetzt. Das Unternehmen erzielte neue Bestmarken bei Verkehrsleistung, Umsatz und Ergebnis. Nie zuvor beförderte die Deutsche Bahn AG im vergleichbaren Zeitraum so viele Menschen. Gleichzeitig erreichte die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr einen neuen Höchststand. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Einbeziehung des neu erworbenen US-Logistikers BAX Global, betrug die Umsatzsteigerung 8,1 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT; Earnings before Interest and Taxes) stieg im Halbjahresvergleich deutlich um 480 Millionen Euro auf 936 (1. Halbjahr 2005: 456) Millionen Euro.

Mit diesen hervorragenden Ergebnissen hat die Bahn AG die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Kapitalprivatisierung geschaffen. Mit der Fortsetzung dieses Erfolgskurses und weiteren Investitionen positioniert sie sich als international führender Mobilitätsund Logistikdienstleister.

Der Erfolg der Bahn AG ist das Resultat von gemeinsamen Anstrengungen des Managements und der Mitarbeiter. Dies wird – in steigendem Maße – ebenso für die Fortsetzung des Erfolgskurses gelten (müssen). Dabei wird der Konzern seine Mitarbeiter unterstützen.

Er tut dies unter anderem durch die Förderung der Stiftung Bahn Sozialwerk, über die der Vorstand und der Konzernbetriebsrat der Deutsche Bahn AG eine Konzernbetriebsvereinbarung abgeschlossen haben. Damit soll eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und Motivation sowie eine stärkere Bindung und Identifikation des Personals an die Unternehmen der DB AG erreicht werden. Der Abschluss dieser Vereinbarung ist Ausdruck der sozialen Verantwortung der Bahn für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und soll den Verbundgedanken des DB Konzerns stärken. Die Partner dieser Konzernbetriebsvereinbarung wirken dazu an der weiteren Steigerung der Effizienz der vom BSW erbrachten Sozialleistungen mit.

Wie die Stiftung Bahn Sozialwerk arbeitet und welche Fördermaßnahmen sie anbietet und wie sie selbst ihre Rolle heute und in der Zukunft sieht, schildert Ihnen in unserem Leitartikel der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung BSW, Rainer Grab.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Editorial

Editorial 08/2006

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Editorial 08/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn vom Kerngeschäft der Deutschen Bahn AG die Rede ist, denkt man meist an die Bereiche Fahrweg, Güterverkehr und Personenverkehr sowie an Station & Service. Darüber hinaus gibt es jedoch noch ein Geschäftsfeld, ohne das die zuvor Genannten Ihre Leistungen nicht oder mit Qualitätseinschränkungen erbringen könnten – das Geschäftsfeld DB Dienstleistungen.

Zu diesem Geschäftsfeld zählen ca. 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf sieben Bereiche mit jeweils speziellen Aufgaben verteilen:
1. DB Systems, IT-Dienstleister der Bahn,
2. DB Telematik, Betreuer im Bereich Telekommunikationslösungen,
3. DB Kommunikationstechnik, Spezialist für Sicherheits-, Informationsund Automatensysteme,
4. DB Sicherheit, Bündelung von Sicherheitsfunktionen im öffentlichen Verkehrsraum,
5. DB Services, Facility Management, Fahrzeugreinigung, Vegetationspflege, Baustellensicherung uvm.,
6. DB Fahrzeuginstandhaltung, Revision, Umbauten und Modernisierung von Schienfahrzeugen sowie
7. DB Fuhrpark, Mobilitäts- und Flottenmanagement für den Bereich Straße.

Die Bündelung aller Dienstleister unter einem Dach und die damit verbundene Möglichkeit einer einheitlichen Steuerung und Führung der Gesellschaften zielt darauf ab, die Prozesse effizienter miteinander zu verzahnen und Synergieeffekte für den Bahnkonzern zu erzielen. In einem „Systemhaus“ werden von bahnkundigen Mitarbeitern wettbewerbsfähige Leistungen im Konzern erbracht. Gleichzeitig können durch Ausbau des externen Umsatzes Deckungsbeiträge für den Konzern erwirtschaftet und vorhandene Kapazitäten besser ausgelastet werden.

Dr. Lutz Bücken, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Dienstleistungen GmbH und Generalbevollmächtigter für die DB AG zieht in unserem Leitartikel eine Zwischenbilanz über die Ergebnisse von drei Jahren Geschäftsfeld Dienstleistungen. Er erläutert dabei auch die Rahmenbedingungen, z. B. des Kontrahierungsgebots.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel Serie

Mit der Bahn auf die Zugspitze

Artikel Serie

Mit der Bahn auf die Zugspitze

Mit 2.962 m ist die Zugspitze der höchste Berg Deutschlands. Er bietet Erlebnisse, die niemand so schnell wieder vergisst. Ob Naturliebhaber, Sonnenanbeter, Sportler oder kulturell Interessierte – hier kommt jeder auf seine Kosten. Man muss kein Bergsteiger sein, um den Gipfel zu erklimmen. Wir empfehlen einen besonders schönen Weg nach oben: Mit der Zahnradbahn geht es zum Schneeferner-Gletscher hinauf, dort steigen Sie um in die Gletscher-Seilbahn, die Sie weiter auf die Zugspitze bringt. Oben wartet ein atemberaubendes 360°-Panorama mit Blick auf die zahllosen Berggipfel von Österreich, Italien, der Schweiz und Deutschland.

Editorial

Editorial 07/2006

Editorial

Editorial 07/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Zusammenhang mit der Öffnung des Schienenverkehrsmarktes in Europa rückte vor wenigen Jahren der Begriff der „Interoperabilität“ ins Zentrum der Diskussion. Während der grenzüberschreitende Verkehr für die Verkehrsträger Straße, Schiff und Luftfahrt technisch schon immer problemlos möglich ist, stellen für die schienengebundene Bahn die unterschiedlichen Strom-, Signal- und Zugsicherungssysteme ein nur schwer zu überwindendes Hindernis dar.

Da eine grenzüberschreitende Vereinheitlichung dieser Systeme nicht bezahlbar ist, wurde die technische Kompatibilität zunächst ausschließlich durch Mehrsystemtriebfahrzeuge hergestellt.

Unter Führung der Mitte 2005 gegründeten Europäischen Eisenbahnagentur (ERA) werden nunmehr Technische Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) für das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz erstellt. Diese zielen darauf ab, langfristig die Technik auch im Bereich der Infrastruktur zu vereinheitlichen. Da dieses Netz aus einer Verknüpfung bestehender Strecken besteht, die ihrerseits in das jeweilige nationale Streckennetz eingebunden sind, wird die Migration neuer Technologien in der Regel auf einen zumindest mittelfristigen Parallelbetrieb mit der herkömmlichen Technik hinauslaufen.

Mit der Überwindung der technischen Unterschiede allein sind die Probleme des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs allerdings noch nicht gelöst. In unserem Leitartikel beleuchtet Prof. Dr.-Ing. Jörn Pachl, Leiter des Instituts für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung an der TU Braunschweig, den Einfluss der Interoperabilität auf die Handlungen des Betriebspersonals und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen, auch betriebliche Verfahren zu harmonisieren.

Allerdings steht die Harmonisierung erst am Anfang und wird wohl ebenfalls noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Unter dem Gesichtspunkt der Bezahlbarkeit könnte die Vereinheitlichung der betrieblichen Regelwerke vielleicht den Königsweg darstellen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

Artikel Serie

Schlüsselqualifikationen Taktik und Diplomatie

Artikel Serie

Schlüsselqualifikationen Taktik und Diplomatie

Qualifikation und Fachkompetenz sind nur Teilaspekte eines erfolgreichen Teams. Viel schwerer wiegen oft psychosoziale Faktoren. Arbeiten gerade in Projektteams hat viel gemein mit Taktik, mit Diplomatie oder auch „Politik“. Unterschiedliche Interessen müssen identifiziert und ausgeglichen werden, und das oft schon in kleinen Teams mit einer Handvoll Mitarbeitern. Denn Querelen von lustlosem Arbeiten über Dauerstreit bis hin zur Verweigerung spezieller Aufgaben kosten letztlich Produktivität. Schon durch die richtige Teambesetzung lassen sich „politische“ Probleme abmildern. Fehlt es dem Projektverantwortlichen dabei an Gestaltungsfreiheit, sollte er Interessengegensätze und Antipathien zumindest begrenzen. Sein diplomatisches Geschick ist der Schlüssel zum Erfolg.

Editorial

Editorial 06/2006

Editorial

Editorial 06/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – unter diesem Motto läuft seit wenigen Tagen die Fußballweltmeisterschaft 2006. Deutschland ist damit nach 1974 zum zweiten Mal Gastgeber.

Die Deutsche Bahn AG ist einer der 21 Offiziellen Partner und Nationalen Förderer der FIFA WM 2006TM. Dies gibt der Deutschen Bahn AG eine gute Möglichkeit, kurz vor der politischen Entscheidung über Zeitraum und Modalitäten des angestrebten Börsengangs, sich medienwirksam als erfolgreicher internationaler Mobilitäts- und Logistikdienstleister zu beweisen. Das umfassende Angebot der Deutschen Bahn AG im Nah- und Fernverkehr ist eine wichtige Säule zur Bewältigung des zusätzlichen Reisebedarfs zu und von den Stadien sowie den anderen zentralen Events rund um die WM.

Um die WM – unbeschadet, wer sie letztlich gewinnt – zu einem Erfolg für die Deutsche Bahn AG als integrierten Konzern zu machen, kommt es buchstäblich auf jeden einzelnen „Bahner“ an. Gabriele Handel-Jung, Leiterin Konzernmarketingservice und Media, gibt Ihnen in unserem Leitartikel einen Überblick über die vielfältigen Facetten und Aktivitäten rund um die FIFA WM 2006TM.

Die Regierung bereitet die letzte Stufe der 1994 begonnenen Bahnreform vor, den Börsengang. Dabei soll nicht nur über den Zeitpunkt entschieden werden, sondern auch darüber, in welcher Form dies geschehen soll. Die Beraterfirma Booz-Allen-Hamilton hat dazu eine Reihe möglicher Modelle entwickelt und bewertet. Im Wesentlichen geht es darum, ob die Infrastruktur auch weiterhin Bestandteil des DB-Konzerns bleiben soll (integriertes Modell) oder nicht.

Je nach dem, für welche Variante die Entscheidung fällt, hat dies unterschiedliche Auswirkungen für das Unternehmen DB AG und ebenso für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies wiederum ruft die Gewerkschaftsvertreter auf den Plan. Der Vorsitzende der Gewerkschaft TRANSNET und stellvertretende Aufsichtsratvorsitzende der DB AG, Norbert Hansen, berichtet über die Kampagne gegen die Zerschlagung der DB AG. Sie steht unter dem Motto: „Schütze deine Bahn“.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen unserer neuesten Ausgabe.

Mit besten Grüßen
Ihr Redaktionsteam Deine Bahn

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