Ein Forscherteam der Universität Kassel hat den Nutzen von Blickbewegungsanalysen für die Aus- und Fortbildung des Personals an mechanischen Stellwerken und in Betriebszentralen demonstriert.
Alle Beiträge von Prof. Dr. habil. Oliver Sträter
Studie zu Simulationstechnologien in der Wissensvermittlung
Neue Ansätze zur Aus- und Fortbildung des Betriebspersonals ermöglichen die Verlagerung von Ausbildungseinheiten von der realen in die virtuelle Welt.
Menschliche Zuverlässigkeit im Eisenbahnbetrieb
Die menschliche Zuverlässigkeit spielt in komplexen Systemen eine erhebliche Rolle für zwei wesentliche Sicherheitsaspekte: Zum einen hat nur der Mensch die kreativen Eigenschaften, die benötigt werden, wenn ein automatisiertes System an seine Anwendungsgrenzen stößt (in so genannten auslegungsüberschreitenden Ereignissen); zum anderen hat der Mensch, gerade wenn die Bewertung von komplexen Situationen vorzunehmen ist, das Potenzial, Sicherheitsbarrieren durch Fehlinterpretationen auszuhebeln.
Zuverlässigkeitsbetrachtungen im Eisenbahnbetrieb
Für die Auslegung von technischen Systemen, die neu auf den Markt kommen oder verändert werden, besteht vielfach die Notwendigkeit, die Sicherheit und Verfügbarkeit des neuen bzw. geänderten Systems abzuschätzen und Zuverlässigkeitsaussagen zu treffen. Von behördlicher Seite wird hierzu oft das Kriterium angegeben, dass ein neues oder verändertes System sicherheitstechnisch mindestens so zuverlässig sein sollte wie das derzeit in Betrieb befindliche System. Die erfolgreiche Umsetzung einer Systemänderung oder Neuerung ist also an den Nachweis gebunden, ob das neue System die erwartete Sicherheitsleistung erbringt. Die Sicherheitsleistung wird dabei oft im risiko-orientierten Ansatz definiert als: Risiko = Schadenshöhe x Schadenshäufigkeit.