Die Bequemlichkeit des Ein- und Aussteigens bei Personenwagen wird von der Geometrie der Bahnsteige im Zusammenhang mit dem Zugang zu den Fahrzeugen, im engeren Sinn aber auch durch die Barrierefreiheit für diesen wichtigen Teil der Personenbeförderung bestimmt. Deshalb werden in Normen und Richtlinien nur die Bahnsteigkantenhöhe über Schienenoberkante (SO) und der Abstand der Kante zur Gleisachse reglementiert. Die Baukonstruktion der Bahnsteige wird nicht durch Vorschriften bestimmt und unterliegt dem Stand der Technik und betriebswirtschaftlichen Prämissen.
Alle Beiträge von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hans-Christoph Thiel
Konstruktionsformen für Bahnsteige
Ingenieurbauwerke der Eisenbahn im Wandel der Zeit
Der anerkannte Vorzug des Systems Eisenbahn, mit der geringen Laufreibung zwischen Stahlrad und Stahlschiene große Lasten mit vergleichsweise bescheidener Arbeit in Bewegung zu bringen und zu halten, zwingt zu einer ebenen bzw. nur wenig geneigten Fahrbahn. Und genau dieser Trassierungsgrundsatz fordert zum Bau von Kunstbauten heraus, die als Tunnel und Brücken von Anfang an den Eisenbahnbau prägen. Bereits die ersten Eisenbahnen der Welt in England veranlassten hohe und lange Brücken und Viadukte. In Folge dessen war der Bahnbau mit enormen und mit bis dahin nicht bekannten Investitionsaufwendungen verbunden.
Bachelor- und Masterstudiengänge an der BTU Cottbus
Einer der jüngsten Lehrstühle des Eisenbahnwesens an deutschen Universitäten wurde drei Jahre nach der Gründung der BTU Cottbus im Jahre 1994 ins Leben gerufen. Die BTU Cottbus setzt im Bauingenieurwesen die langjährige Tradition der Ingenieurausbildung fort. Heute wird dieses Fachgebiet an der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung in gleichnamigen grundständigen Studiengängen gepflegt und weiterentwickelt. Das Spektrum dieser Fakultät prägt die Widmung der Professur für Eisenbahnwesen. Deren Schwerpunkt liegt auf Gestaltung, Entwurf, Bau, Betrieb und Erhaltung von Anlagen des spurgeführten Verkehrs. Seit kurzem vollzieht die BTU Cottbus Prozesse der Konzentration, infolgedessen der Lehrstuhl Straßenbau als eigenständige Professur nicht fortgeführt und dafür als Fachgebiet Straßenwesen der Professur Eisenbahnwesen angegliedert wurde. Der Lehrstuhlname ist deshalb in Eisenbahn- und Straßenwesen geändert.