Am 1. Juni wurde nach 17-jähriger Bauzeit der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz eröffnet. Mit 57 Kilometern ist er der längste Eisenbahntunnel der Welt. Im Folgenden wird erläutert, welche Vorkehrungen zur Gewährleistung der Sicherheit getroffen wurden.
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Bahnbau
iTrace: Plattform für marktorientierte Infrastrukturentwicklung
Die zielgerichtete Weiterentwicklung des Schienennetzes ist für die DB Netz AG als Infrastrukturbetreiber ein wesentliches Instrument der Geschäftsentwicklung und des mittel- bis langfristigen Kapazitätsmanagements. Folglich gilt es, die sich daraus ergebenden Potenziale bestmöglich auszuschöpfen. Weil das Schienennetz die Geschäftsgrundlage dergesamten Branche ist, hat die marktorientierte Netzentwicklung auch einen signifikanten Einfluss auf die Zufriedenheit der Kunden der DB Netz AG.
Bahnstadt Berlin – Baustellen für die Zukunft
Mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur wird die Deutsche Bahn auch in Zukunft die Mobilität in der wachsenden Metropolregion Berlin/Brandenburg gewährleisten. Das Unternehmen investiert weiterhin in großem Maß in seine Infrastruktur. Große Bauvorhaben prägen auch in den kommenden Jahren das Eisenbahnnetz der Region.
Verkehrsfunk auf der Schiene mit strecken.info
Strecken.info ist ein Projekt der Initiative Einfachbahn von DB Netz, die sich zum Ziel setzt, die Kundenschnittstelle und den Zugang zum System Bahn zu vereinfachen. Mit dem kartenbasierten Webangebot strecken.info können sich Kunden und Reisende vorab über baubedingte Verzögerungen und aktuelle Störungen informieren – vergleichbar mit den Verkehrsnachrichten im Radio. Für Unternehmen gibt es zusätzlich eine Live-Benachrichtigungsfunktion.
Neue Betriebsanweisungen für feuergefährliche Arbeiten
Die DB Netz hat Muster-Betriebsanweisungen und einen unterstützenden Prozess für den Brandschutz bei Arbeiten im Gleisbereich erstellt, um die Umsetzung der erforderlichen Schutzmaßnahmen zu standardisieren und damit zu vereinfachen.
Bahntechnik im Gotthard-Basistunnel
Die Bahntechnik im Gotthard-Basistunnel umfasst komplexe Anlagen und Systeme aus verschiedenen technischen Bereichen in einem anspruchsvollen Umfeld. Es ist jedoch nicht allein die große Summe der einzelnen Teilkomponenten oder deren bautechnische Mächtigkeit, die den Grad an Komplexität bestimmen, sondern vor allem die übergeordnete Rahmenbedingung, die erforderlich ist, um einen sicheren und zuverlässigen Transport von Personen und Gütern auf Schienen zu gewährleisten. Das bedeutet bei den geforderten Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde und der damit einhergehenden Sicherheitsintegritätsstufe von SIL4 (Security Integrity Level), dass nahezu jedes Bauteil zu einem sicherheitsbestimmenden Objekt werden kann. Diese Rahmenbedingungen machen aus einem komplizierten statischen Bauwerk eine komplexe und dynamische Anlage.
Frühe Branderkennung rettet Leben (Teil 2)
Der Brandschutz in Bahnhöfen stellt Planer und Betreiber vor außerordentlich vielfältige Herausforderungen, denen wir einen zweiteiligen Beitrag widmen. Als Praxisbeispiel dient der neue Stuttgarter Hauptbahnhof. Beleuchtet wurden in Deine Bahn 1/2016 zunächst die Anforderungen an die Bauplanung, die sich aus dem Baurecht und der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung ergeben. Weitere zu berücksichtigende Faktoren werden in dem nun folgenden zweiten Teil erläutert.
Frühe Branderkennung rettet Leben
Der Brandschutz in Bahnhöfen stellt Planer und Betreiber vor außerordentlich vielfältige Herausforderungen, denen wir einen zweiteiligen Beitrag widmen. Als Praxisbeispiel dient der neue Stuttgarter Hauptbahnhof. Beleuchtet werden zunächst die Anforderungen an die Bauplanung, die sich aus dem Baurecht und der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung ergeben. Weitere zu berücksichtigende Faktoren werden im zweiten Teil in der kommenden Ausgabe erläutert.
Die Saale-Elster-Talbrücke – ein Bauprojekt der Superlative
Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 8 (VDE 8) soll die Fahrzeit zwischen München und Berlin auf vier Stunden reduzieren. Im Südraum der Stadt Halle in Sachsen-Anhalt entsteht dabei auf insgesamt 8,6 Kilometern die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands: Die Saale-Elster-Talbrücke ist eines der technisch anspruchsvollsten und bedeutendsten Bauwerke auf dem Teilabschnitt VDE 8.2 der Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle. Dementsprechend gilt ein besonderes Augenmerk aller Projektbeteiligten diesem Bauwerk.
Rationelle Verfahren für die Netz-Instandhaltung
Alle Verkehrsnetze in Deutschland sind gemäß den Ergebnissen der von den Bundesländern beauftragten Daehre-Kommission, bestehend aus unabhängigen Verkehrsexperten, zur „Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung“ aus dem Jahr 2012 deutlich unterfinanziert. So können die Bestandsnetze nur mit den nötigsten Instandhaltungsmaßnahmen unterhalten werden. Im Schienennetz können darüber hinaus zwar konzentrierte Baumaßnahmen für Neubau- und Ausbaustrecken mit Erhöhung der Kapazität, der zulässigen Geschwindigkeit und/oder der möglichen Achslasten finanziert werden. Eine wesentliche Verbesserung der Betriebsqualität für die stetig steigenden Verkehre auf der Schiene ist damit aber nicht gegeben.
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme
Der Gotthard-Basistunnel wird nicht nur die Verkehrssituation in der Schweiz, sondern das Eisenbahnnetz Europas grundsätzlich verändern: Mit dem Durchschlag in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels erreichte das Projekt AlpTransit am 15. Oktober 2010 zwischen Sedrun und Faido einen weiteren großen Meilenstein. Am 23. März 2011 erfolgte dann der letzte Durchschlag im längsten Bahntunnel der Welt. Das Projekt befindet sich somit am Übergang vom Tunnelbau zur bahntechnischen Ausrüstungsphase. Anfang 2016 wird in einem Probebetrieb mit Zügen das Zusammenspiel der technischen Installationen im Gotthard-Basistunnel getestet. Im Dezember 2016 werden die Schweizerischen Bundesbahnen als zukünftige Betreiber den kommerziellen Betrieb durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt aufnehmen.
Per Flachbahn durch die Alpen
Am 15. Oktober 2010 fand in der Oströhre des neuen Gotthard-Basistunnels der erste Hauptdurchschlag statt. Die Tunnelbohrmaschine erreichte mit großer Genauigkeit den Durchschlagspunkt, der etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel liegt und von 2.300 Meter Fels überdeckt ist