Ein besonders dichtes Netz an Eisenbahnfähren verkehrt über die Ostsee. Der größte Eisenbahnfährhafen Deutschlands befindet sich in der Stadt Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen. Wegen der vorgelagerten Lage in der Ostsee sind die von hier ausgehenden Fährlinien nach Schweden, Litauen und Russland die kürzesten von Deutschland aus bestehenden Seeverbindungen in diese Länder. Hier können Eisenbahnwaggons mit der in vielen osteuropäischen Ländern verwendeten Breitspur (1.520 Millimeter) umgeschlagen werden. Das Breitspurareal bietet aber nicht nur die Möglichkeit, Güter umzuladen, sondern verfügt auch über eine Umspuranlage, auf der die Güterwagen angehoben und die Achsen und Drehgestelle der Wagen gegen solche der jeweils anderen Spurbreite ausgetauscht werden.
Alle Beiträge zum Thema
Bahnen der Welt
Mit dem Cable Liner zum Piazzale Roma
Venedig ist eine einzigartige Stadt. Inmitten einer Lagune gelegen erstreckt sie sich auf über 100 Inseln, die häufig durch Brücken miteinander verbunden sind. Venedig wird von etwa 3.000 Gassen und Gässchen sowie 175 Kanälen durchzogen, Straßen gibt es nicht. Das Auto muss man in einer der Garagen am Piazzale Roma oder im Tronchetto abstellen.
Malmbanan transportiert Eisenerz aus Kiruna
Kiruna ist nicht nur Schwedens nördlichste Stadt, sondern auch Ausgangspunkt einer ganz besonderen Bahnlinie: Die mit Malmbanan (Erzbahn) bezeichnete Strecke führt in die 168 Kilometer entfernte Hafenstadt Narvik in Norwegen. Erst mit dem Bau der Bahnlinie war die Ausbeutung der riesigen Eisenerzvorkommen bei Kiruna möglich, da Narvik von Ausläufern des Golfstroms erreicht wird und daher ganzjährig eisfrei ist.
Neuer Zug für den italienischen Hochgeschwindigkeitsverkehr
Rot, schnell, luxuriös und dynamisch: Ab März 2012 will ein neuer Hochgeschwindigkeitszug Italiens Bahnverkehr revolutionieren. Der „Italo“ des 2006 gegründeten Unternehmens Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV) soll vorerst auf den Stecken von Turin nach Salerno und Venedig nach Rom verkehren und dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern pro Stunde (km/h) erreichen.
Marrakesch – südlichster Haltepunkt Marokkos
Der Bahnhof Marrakesch (Gare de Marrakesch) ist der südlichste Eisenbahnhaltepunkt Marokkos. Der am 10. August 2008 eröffnete neue Bahnhof wurde vom Architekten Youssef Melehi ganz im klassischen Stil gestaltet. Von hier kann man heute in regelmäßigen Abständen – alle zwei Stunden – mit Expresszügen nach Casablanca reisen. Dazu kommen Verbindungen nach Fèz und zur marokkanischen Hauptstadt Rabat. Die mit zehn Stunden Fahrzeit längste Verbindung führt nach Tanger. Hierhin kann man auch komfortabel in einem Schlafabteil im Nachtzug reisen.
Istanbuls historische Nostaljik Tramvay
Die Fußgängerzone im Stadtteil Beyoglu ist das europäische Herz Istanbuls. Mitten durch die Fußgängerzone fährt eine historische Straßenbahn – die Nostaljik Tramvay. Die 1,6 Kilometer lange Strecke verbindet den Haltepunkt Tünel mit dem Taksim-Platz. Der mit historischen Straßenbahnfahrzeugen durchgeführte Betrieb wurde am 12. April 1990 aufgenommen.
Türkei baut Schienennetz aus
Die Türkei plant, ihre Wirtschaftsleistung auf der Schiene zu steigern und so ihre Verkehrs- und Logistikbranche zu stärken. Mit Bauvorhaben wie dem „Marmaray-Projekt“, dem Ausbau diverser Hochgeschwindigkeitsstrecken und der Modernisierung von Bahnhöfen hat sich die im staatlichen Besitz befindliche türkische Eisenbahn konkrete Ziele für die kommenden Jahre gesetzt. Besonders im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge hat sie sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Hier belegt das Land derzeit Platz 6 in Europa und Platz 8 weltweit. Für den Ausbau weiterer Strecken ist für die kommenden zwei Jahre ein Gesamtbudget von rund drei Milliarden Euro eingeplant. Zusätzlich bemüht sich die türkische Regierung um ausländische Investoren.
Ukrsalisnyzja vor großen Aufgaben
Im Artikel werden Fragen zur Bahnreform in der Ukraine unter den Bedingungen der Krisebetrachtet. Aufgezeigt werden die Probleme bei der Erarbeitung des Reformprogramms sowie die Ursachen, aufgrund derer die Reform bisher nicht begonnen hat.
Schienenbahnen auf Mallorca
Mallorca ist die größte Insel der Balearen und aufgrund ihres warmen Klimas ein Eldorado für Erholung suchende Urlauber. Der boomende Tourismus hat dazu geführt, dass Mallorca heute zu den reichsten Regionen Spaniens zählt. Abseits der Ferienzentren zeigt die Insel eine Vielzahl von Naturschönheiten ganz unterschiedlichen Charakters. Mehr als die Hälfte der zirka 800.000 Einwohner lebt in der Inselhauptstadt Palma. Neben guten Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten finden sich hier eine große Palette an Sehenswürdigkeiten, darunter zahlreiche Prachtbauten unterschiedlichster Epochen. Die mallorquinische Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut und macht es leicht, die Insel zu erkunden. Aber auch für Bahnfreunde hat Mallorca einiges zu bieten.
Istanbul: Eine Stadt entdeckt den Schienenverkehr
Istanbul ist nicht nur die größte Stadt der Türkei, sondern auch die einzige Metropole auf zwei Kontinenten. Der Bosporus – der das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbindet – trennt die Stadt in einen europäischen und asiatischen Teil. Rund 15 Millionen Menschen leben heute zu beiden Ufern der Meerenge und die Metropole wächst unaufhaltsam weiter. Die Folge: Die Stadt erstickt am Verkehr. Zur Rush-Hour sind sämtliche Straßen chronisch überlastet oder verstopft.
Der schienengebundene Nahverkehr ist für eine Stadt dieser Größe bisher noch äußerst bescheiden. Die wenigen bisher vorhandenen Linien decken nur einen kleinen Teil der Verkehrsbedürfnisse der Stadt und ergänzen sich einander nur selten. Aufgrund der dominierenden Rolle des Busverkehrs ist auch der Eisenbahnfernverkehr von untergeordneter Bedeutung.
Die bulgarische Eisenbahn
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Handels- und Transportvolumens zwischen Europa, Südosteuropa sowie Asien nehmen die Transportwege der Balkanstaaten eine wachsende Aufgabe als Transportdrehscheibe war. Zentrale Elemente des südosteuropäischen Transportnetzes sind gleich vier durch Bulgarien führende Paneuropäische Transportkorridore (PAN): IV (Dresden – Budapest – Craiova – Sofia – Thessaloniki), VII (Donau), XIII (Tirana – Skopje – Sofia – Varna) und IX (Helsinki – Moskau – Bukarest – Dimitrovgrad – Alexandropolis). Tiefgreifende wirtschaftliche Veränderungen und der gelungene Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union haben in den letzten Jahren auch im Eisenbahnsektor des Landes zu Veränderungen geführt. So wurden unter anderem Eisenbahninfrastruktur und -betrieb vollständig voneinander getrennt und die Weichen für einen Wettbewerb auf der Schiene gestellt.Die bulgarische Eisenbahn BDZ steht dabei vor großen Herausforderungen bei der Modernisierung ihrer Schieneninfrastruktur und in ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung.
Eisenbahnen in Großbritannien
In keinem anderen europäischen Land sind Liberalisierung und Privatisierung im Bahnsektor so radikal erfolgt wie in Großbritannien. Und kein Bahnmodell hat so viele Verfechter und so viele Verächter gefunden wie das im Mutterland der Eisenbahn. Mit dem nachfolgenden Artikel will „Deine Bahn“ zur Beleuchtung der Frage beitragen, wie erfolgreich die englischen Bahnen tatsächlich sind.