Die Großstädte in allen Erdteilen wachsen weiter und ersticken schon heute oft im Verkehr. Schienengebundene Verkehrssysteme sorgen für leistungsfähige, nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen für die Stadtentwicklung. Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist ein Wettbewerbsfaktor. Die Fahrgäste profitieren von hoher Verfügbarkeit, Komfort und Sicherheit der Systeme. Die Umwelt wird entlastet.
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Bahnindustrie
Barrierefreie Gestaltung von Eisenbahnfahrzeugen
Die barrierefreie Gestaltung von Schienenfahrzeugen ist in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mit entsprechend gestalteten Fahrzeugen wird mobilitätseingeschränkten Menschen die Teilnahme am Personenverkehr ohne fremde Hilfe ermöglicht.
Lokomotiven für die USA und Kanada
Im Jahr 2008 erhielt Bombardier den Auftrag über die Lieferung von 55 Lokomotiven der Baureihe ALP 45 DP nach den USA und Kanada. Es handelt sich bei diesen Loks um Zweikraftlokomotiven, die elektrischen- und Dieselantrieb kombinieren und demzufolge als Dual Power Lokomotiven bezeichnet werden. Auftraggeber waren die New Jersey Transit (NJT) mit 35 und die Agence Métropolitaine de Transport (AMT) in Montreal mit 20 Lokomotiven. Nach drei fertiggestellten und ausgelieferten Loks hat im August 2011 bei Bombardier in Kassel die Serienproduktion begonnen.
Klebtechnik im Schienenfahrzeugbau
Im Verlauf der letzten Jahrzehnte hat sich die Klebtechnik als unverzichtbares Element im Schienenfahrzeugbau etabliert. Zur Sicherung einer hinreichenden Qualität der Produkte wurden dabei die gewonnen Erfahrungen in geeignete Anforderungen umgewandelt. Dies reicht von der fachlichen Ausbildung des Personals über die Ausstattung der betrieblichen Einrichtungen bis hin zur Dokumentation der ausgeführten Arbeiten. Das resultierende Anforderungsspektrum findet sich auch in entsprechenden DIN-Normen wieder, in denen zusätzlich eine Zertifizierung der Anwenderbetriebe gefordert wird.
Multiple Anforderungen an moderne Lokomotiven
In Bezug auf Leistungs- und Einsatzfähigkeit sind moderne Lokomotiven Universaltalente. Unterschiedliche Zugtypen mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Anhängelasten sowie der Einsatz in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Versorgungsspannungen und Zugsicherungssystemen stellen heute kein Problem mehr dar.
130 Gravita-Lokomotiven für die Deutsche Bahn
Im Juli 2008 bestellte die Deutsche Bahn AG 130 Gravita 10 BB bei Voith Turbo Lokomotivtechnik. Die vierachsigen dieselhydraulischen Lokomotiven mit Mittelführerhaus, von denen sich 50 bereits in Betrieb befinden und deren Auslieferung bis 2013 erfolgt sein wird, sind für den schweren Rangierdienst sowie für den leichten Streckendienst und für Übergabefahrten vorgesehen. Nach mehr als 36 Jahren erhält die Deutsche Bahn damit erstmals wieder neue Dieselloks, die mit hydraulischer Leistungsübertragung ausgerüstet sind. Die Investitionssumme für die neuen Lokomotiven beträgt rund 250 Millionen Euro. Sie werden bei der DB die Baureihenbezeichnung 261 tragen
Pluspunkte für den Einsatz in Nordrhein-Westfalen
Die Fahrzeuge der Baureihe ET 425 entsprechen in einigen Punkten nicht mehr den gestiegenen Anforderungen der Aufgabenträger und Fahrgäste. Mit dem redesignten ET 425 Plus beweist DB Regio, dass sich aus diesem bewährten Gebrauchtfahrzeug ein zeitgemäßes, technisch modernisiertes herstellen lässt, das einem Neufahrzeug ebenbürtig ist. Darüber hinaus betragen die Umbaukosten nur einen Bruchteil der Ausgaben, die für ein Neufahrzeug aufgewendet werden müssen.
DB Regio erwirbt von Bombardier 200 TRAXX-Loks
Bombardier Transportation und DB Regio AG haben im April einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 200 TRAXX-Lokomotiven (Herstellerbezeichnung) mit dieselektrischem Mehrmotoren-Antrieb geschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 9 Jahren mit einem Wert von etwa 600 Millionen Euro. Mit Abschluss des Rahmenvertrages hat die DB Regio AG bereits die ersten 20 Lokomotiven für den Einsatz im Personenverkehr abgerufen. Die erste Auslieferung ist für Mitte 2013 geplant.
Handbuch bringt Fahrzeuge schneller auf die Schiene
Am 5. Mai 2011 hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gemeinsam mit den Vertretern der Eisenbahnen, der Industrie und den Zulassungsbehörden das Handbuch Eisenbahnfahrzeuge vorgestellt. Dieser Leitfaden beschreibt die Verfahrensabläufe für den Herstellungs- und Zulassungsprozess und schafft für die Fahrzeughersteller eine lang überfällige Planungssicherheit. Das Handbuch soll für mehr Qualität im Bahnverkehr sorgen und die Zulassungszeiten für neue Eisenbahnfahrzeuge deutlich verkürzen. Damit werden Innovationen und neues Material dem Bahnkunden schneller zur Verfügung stehen.
Schienenstegbedämpfer an Bahngleisen
Wer kennt nicht die störende Lärmausbreitung, wenn ein Güterzug im engen Bogen einen Gleisabschnitt passiert? Neben den Geräuschen, die durch Fahrzeugteile selbst verursacht werden, breitet sich über den Steg der Schiene durch Vibrationen der Lärm aus und wird an die Umwelt ungefiltert abgegeben. Die DB AG, Forschungseinrichtungen, Hochschulen sowie Hersteller haben jedoch der Lärmausbreitung den Kampf angesagt und entwickeln anwendbare Systeme, um die Lärmausbreitung zu minimieren – zum Beispiel durch den Einsatz von Schienenabsorbern.
InnoTrans 2010: ein Rückblick
Die Anziehungskraft der InnoTrans war in diesem Jahr größer als jemals zuvor. Auf der viertägigen Weltleitmesse für Schienenverkehrstechnik zeigten 2242 Aussteller aus 45 Ländern ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Insgesamt kamen 106.612 Fachbesucher aus 110 Ländern zu der Fachmesse, die zum achten Mal stattfand. Erstmals in der Geschichte der Messe wurde das gesamte Messegelände am Berliner Funkturm genutzt. Nach vier Tagen intensiver Geschäftstätigkeit, die von millionenschweren Vertragsabschlüssen, zahlreichen Fahrzeugübergaben sowie 52 Weltpremieren innovativer Produkte geprägt waren, äußerten sich Fachbesucher und Aussteller hochzufrieden über die InnoTrans 2010. Im Anschluss an die Fachmesse lockten am Wochenende die Publikumstage trotz des schlechten Wetters noch einmal rund 14.000 Bahnfans zur Fahrzeugschau auf das Gleis- und Freigelände. Auf der 3.500 Meter langen Gleisanlage wurden 121 neue Fahrzeug
InnoTrans 2010: Voith Turbo
Mobilität ist für zukunftsorientierte Gesellschaften unverzichtbar. Gerade in Ballungsräumen vollzieht sich ein Wandel hin zu höherer Mobilität, für die neue und umweltfreundliche Technologien nötig sind. Auf der InnoTrans 2010 präsentiert Voith Turbo in Halle 1.2 (Stand 101) und auf dem Freigelände (Stand F/14) unter dem Motto „The Future of Rail Technologies“ Fahrzeug-Komponenten, die sowohl Betriebskosten als auch Kraftstoffverbrauch und Emissionen senken.