Die diesjährige Leitmesse der internationalen Verkehrstechnik wird größer als jemals zuvor. Über 1.900 Aussteller aus 40 Ländern haben sich bisher angemeldet. Das sind 200 Aussteller mehr als vor zwei Jahren. Auch bei der Ausstellungsfläche setzt die InnoTrans 2008 eine neue Rekordmarke. Mit 150.000 Quadratmetern Hallen- und Freifläche (brutto) wird die Dimension der InnoTrans 2006 gleich um 50 Prozent übertroffen.
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Bahnindustrie
Vorreiter für Innovation und Nachhaltigkeit auf der Schiene
Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. vertritt mit Zielstrebigkeit und Nachdruck die Interessen der Bahntechnikhersteller in Deutschland – und sorgt damit auch weltweit für Dynamik im Schienenverkehr. Denn die Branche hat ihre Exportquote in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich steigern können – auf aktuell 53 Prozent. Ganz gleich ob rollendes Material, Schieneninfrastruktur oder Kommunikationstechnologie; die Bahntechnikhersteller aus Deutschland sorgen inzwischen auf allen fünf Kontinenten für klima- und umweltfreundliche Bewegung. Im Jahr 2007 erzielten die mehr als 110 Mitgliedsunternehmen des Verbands einen Branchenumsatz von 9,6 Mrd. Euro.
Forum Bahntechnik Bayern
Der Cluster Bahntechnik/CNA e.V. veranstaltete am 30. April 2008 das erste Forum Bahntechnik in Bayern. Rund 120 Teilnehmer waren der Einladung zum Branchentreff in die IHK Akademie Nürnberg gefolgt. In elf zukunftsweisenden Vorträgen und der begleitenden Fachausstellung informierten sie sich aus erster Hand über Trends, Entwicklungen und Chancen in der Bahntechnik. „Das im Jahr 2006 von der bayerischen Staatsregierung gegründete Cluster „Bahntechnik“ hat die Weichen richtig gestellt – für eine bessere Vernetzung von allen Herstellern, Zulieferern, Betreibern, Dienstleistern und Forschungs-einrichtungen. Als Verkehrsministerin weiß ich, wie wichtig ein gutes Netz gerade im Bahnbereich ist“, betonte die bayerische Wirtschaftsministerin Emilia Müller in Ihrem Einführungsvortrag.
Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Bahntechnik hervor: „Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es immer wichtiger, den Personen- und Gütertransport zu stärken. Die Sicherung der Mobilität und der umweltschonende Warenaustausch sind zentrale Aufgaben. Innovative Bahntechnik sichert damit auch ein Stück Zukunft unserer Gesellschaft.“
Das Innenleben der Elektronischen Stellwerke der Firmen Siemens und Thales Teil 2
Mit diesem Beitrag setzen wir den in der Septemberausgabe begonnenen Beitrag über Aufbau und Funktion des Elektronischen Stellwerkes fort.
Das Innenleben der Elektronischen Stellwerke der Firmen Siemens und Thales
Im Jahr 1988 wurde das erste Elektronische Stellwerk in Murnau in Betrieb genommen. Von diesem Zeitpunkt an hat die DB AG fast nur noch Elektronische Stellwerke projektiert und eingebaut. Die beiden größten Hersteller von Elektronischen Stellwerken sind die Firmen Siemens und Thales. In der Bedienung der beiden Stellwerkstypen gibt es keine großen Unterschiede. Die Unterschiede werden im Systemaufbau und in der Sicherheitsphilosophie sichtbar.
Schienenfahrzeuge auf der InnoTrans 2006
Nach vier sehr erfolgreichen Messetagen endete am 22. September in Berlin die internationale Leitmesse der Schienenverkehrstechnik Inno-Trans. Auf mehr als 100.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten 1.606 Aussteller aus 41 Ländern Innovationen und Produkt-Highlights sowie ihr umfangreiches Leistungsangebot. 65.000 Fachbesucher aus 90 Ländern – das ist eine Steigerung von 40 Prozent gegenüber 2004 – informierten sich auf der weltgrößten Leistungsschau der Bahn-Branche. Etwa 50 Prozent der Aussteller und über 40 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland nach Berlin.
Nach Abschluss der Fachmesse öffneten sich am Wochenende die Tore des Freigeländes für Eisenbahnfans. Mehr als 25.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, die hochmodernen Fahrzeuge der verschiedenen Hersteller zu besichtigen.
Das Bahntechnik-Prüfcenter von Siemens in Wegberg-Wildenrath
Verkehrslösungen sind heute mehr als die perfekte Kombination von bewährten Modulen in Entwicklung und Fertigung. Die Verkehrsunternehmen erwarten vom ersten Tag an funktionierende Systeme und Innovationen, die den Praxistest bereits bestanden haben. Hinzu kommt, dass sich im Zuge der Liberalisierung des Bahnwesens die Bahnbetreiber seit Mitte der Neunziger Jahre in zunehmendem Maße auf ihr Kerngeschäft, den Betrieb, konzentrieren. Gemeinsame Entwicklungen mit der Industrie wurden immer mehr zur Ausnahme. Seither werden von den Lieferanten betriebsbereite Systeme gefordert. Gleichzeitig wurden Tests und Erprobungen durch die zunehmende Auslastung der Netze immer schwieriger.
Hochgeschwindigkeitsverkehr
Im Bereich der Bahntechnik zählt der Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) zu den besonders dynamisch wachsenden Segmenten. Eine neue Marktstudie des unabhängigen Beratungsunternehmens SCI Verkehr GmbH Hamburg zeigt, dass neben den laufenden Neu- und Ausbauvorhaben Südeuropas, die das europäische HGV-Netz bis 2020 auf etwa 10.000 km anwachsen lassen, insbesondere der asiatische Markt überproportional wächst. Hier lassen neben dem japanischen Markt – in dem Ersatzbeschaffungen für die Shinkansen-Züge der 2. Generation anstehen – besonders China und Indien künftig erhebliche Absatzpotentiale für Hochgeschwindigkeitszüge erwarten. Durch teilweise bereits getätigte Bestellungen Chinas sowie weitere Flottenentwicklungen z.B. in Korea und Japan wird das Marktvolumen hier auf europäische Verhältnisse anwachsen.
Weltweit wird das Marktvolumen für Hochgeschwindigkeitszüge bis 2010 auf knapp 2,5 Mrd. Euro jährlich ansteigen. Dabei verzeichnen Züge mit Neigetechnik, die zunehmend auch im Hochgeschwindigkeitsverkehr eingesetzt werden, sowohl in Europa als auch in Asien beträchtliche Zuwachsraten. Neben dieser speziellen Technologie trägt auch die Anhebung der betrieblichen Höchstgeschwindigkeiten zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Hochgeschwindigkeitsverkehrs bei.
Neue Fahrzeuge und Komponenten für die Bahnen weltweit
Nach wie vor ist die Europäische Schienenfahrzeugindustrie ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wie die folgenden aktuellen Pressemitteilungen der Unternehmen zeigen, werden nicht nur Komponenten, sondern ganze Fahrzeuge in Europa produziert und weltweit exportiert.
Aktuelle Fahrzeugentwicklungen
Anlässlich der letzten INNOTRANS in Berlin stellten die Fahrzeughersteller neben bewährten Fahrzeugtypen auch zahlreiche Neuentwicklungen vor. Der folgende Beitrag gibt einen kleinen Überblick über die aktuellen Fahrzeug- und Komponentenentwicklungen.
Neue Generation von Nahverkehrswagen
Der Fahrzeugbauer Bombardier Transportation entwickelt neue Regionalverkehrszüge. Die neuen Fahrzeuge sollen vom 15. Dezember 2005 an auf der so genannten Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland (Sylt) rollen.
Zweistromzüge für die S-Bahn Hamburg
Die S-Bahn Hamburg GmbH hat mit einem Konsortium bestehend aus Alstom LHB und Bombardier Transportation einen Vertrag über die Lieferung von neun SBahn-Triebzügen sowie über den Umbau von 33 existierenden Triebzügen vom Typ ET 474 unterzeichnet. Der Gesamtwert des Auftrages beträgt rund 90 Millionen Euro, wovon jeweils ca. 50 Prozent auf die Konsortialpartner entfallen.