Durch die Erschließung neuer Märkte im Ausland nimmt die Internationalisierung vieler Unternehmen, so auch die der Deutschen Bahn, weiter zu. Dies fordert viel vom Unternehmen wie auch vom Mitarbeiter. Die Besonderheit der internationalen Unternehmenstätigkeit liegt darin, dass die Unternehmen unter anderen kulturellen Bedingungen tätig werden. Dabei sind die technisch-handwerklichen Gebiete des Managements wie Planung oder Kostenrechnung leichter übertragbar als die verhaltensbezogenen Teile des Managements, die so genannten Soft Skills. Gerade Letztere sind jedoch entscheidend, um internationaler Zusammenarbeit zum Erfolg zu verhelfen. In diesem Beitrag schildern Beteiligte des „RZD-DB Young Professional Exchange Programms“, wie die beiden Bahnen einander Einblick in ihre Arbeitskultur gewähren, die Zusammenarbeit fördern und somit zum Aufbau eines binationalen Netzwerkes zwischen den Mitarbeitern beitragen.
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Fort- und Weiterbildung
DB und RZD fördern gemeinsame Zukunft
Seit Jahren arbeitet die DB eng und vertrauensvoll mit den Russischen Eisenbahnen (RZD)zusammen. Der Ausbau der gemeinsamen Schienengüterverkehre zwischen Mitteleuropa und Russland bildet einen der Schwerpunkte in der Zusammenarbeit. So wickeln zum Beispiel DB Schenker Rail und TransContainer, die Unternehmenstöchter der DB bzw. der RZD, die logistische
Versorgung zwischen den mitteleuropäischen VW-Standorten und dem Werk im russischen Kaluga ab: Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit wurde 2009 mit dem Lieferantenpreis der Volkswagengruppe ausgezeichnet. Seit März 2010 wird die Zusammenarbeit zwischen RZD und DB mit der gemeinsamen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter erweitert.
Wie Lernen in Unternehmen funktioniert
Weiterbildung in den Unternehmen ist im Umbruch. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Statt durchstrukturierte Programme anzubieten, wird der Wissensaustausch unter den Mitarbeitern passgenauer gefördert. Das Ziel ist die lernende Organisation.
90 Jahre Bildung für Eisenbahner
Mehr als zwei Millionen Seminar- und Lehrgangsteilnehmern hat der Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen (VDEF) in den jetzt 90 Jahren seines Bestehens das Rüstzeug für Qualifikation und beruflichen Aufstieg vermittelt. Mit derzeit über 500 Bildungsprodukten unterstützt der VDEF Eisenbahner und Unternehmen insbesondere des bahnaffinen Dienstleistungsbereiches, des Handwerks und der Industrie. So hilft der Verband allen Bildungsinteressierten, den permanenten, sich beschleunigenden Strukturwandel im gesellschaftlichen und beruflichen Umfeld zu bewältigen.
Leistungsfaktoren erkennen und Risiken vermeiden
Die Arbeit von Projektteams lässt sich erfolgreicher gestalten, wenn Ursachen für ineffiziente Gruppenprozesse erkannt und beseitigt werden. Dazu zählen neben erschwerenden Bedingungen, wie zum Beispiel ungeeigneten Anreizsystemen oder einer den Aufgaben nicht angemessenen Zusammensetzung des Teams, eine Reihe von typischen motivations- und leistungshemmenden Phänomenen. Soziales Faulenzen, Trittbrettfahren, Versagensängste, welche die Leistung beeinträchtigen, und das Einnehmen von Verweigerungshaltungen lassen sich jedoch vermeiden. Ansatzpunkte hierfür bilden die Teamzusammensetzung, die Aufgabengestaltung sowie die Steuerung und Unterstützung von Gruppenprozessen. Unter anderem sollten klare Richtlinien für die Bewertung sowohl der individuellen Leistungsanteile als auch der Teamleistung aufgestellt und der Wettbewerb in und zwischen Teams gefördert werden. Das Setzen anspruchsvoller und klarer Ziele sowohl für das Team als auch die einzelnen Teammitglieder sowie die Förderung von Identifikation und Commitment mit der Gesamtorganisation und dem Projekt können die Motivation von Teams ebenfalls positiv beeinflussen. Um Kommunikations-, Problemlösungs- und Entscheidungsprozesse zu optimieren, sollten außerdem Methoden zur Unterstützung und Strukturierung von Gruppenarbeit, zum Beispiel Moderations- und Kreativitätstechniken, eingesetzt werden.
Ausbildung in der Praxis
Bestandteil der Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften der Feuerwehr als Vorbereitung für Einsätze im Bereich von Anlagen der DB AG ist auch der fachgerechte Umgang mit Gefahrgut. Um Einsatzkräften die Möglichkeit zu geben, sich in diesem Bereich praktisch vorbereiten zu können, unterhält die DB Netz AG einen besonderen Ausbildungszug Gefahrgut.
Probleme lösen – Philosophie hilft
Eines der wohl spannendsten Bildungskonzepte unserer Zeit ist das globale Lernen als pädagogische Antwort auf Globalisierungsprozesse. Auch für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn gilt, dass Tätigkeitsgebiete und Themenfelder immer komplexer werden. Den schnellen Entwicklungszyklen im internationalen Wettbewerb zu folgen, ist auf der reinen Sachebene nicht mehr ausreichend beherrschbar. Es müssen neue Lösungsansätze gefunden werden: Neben fachlicher Weiterbildung werden der Umgang mit Nichtwissen, Unsicherheit und Verschiedenheit trainiert. Mit den hier bedeutenden Themen wie Einfühlungsvermögen, Neugier und selbstständiges Denken haben sich auch Philosophen wie Sokrates, Kant und Schopenhauer ausführlich beschäftigt.
Aktive Zukunftsgestaltung durch lebenslanges Lernen
Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen ist ein entscheidender Faktor, um Europa zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten, wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln und damit zu einer integrierten Gesellschaft. Die Schaffung eines zusammenhängenden Raumes des lebenslangen Lernens in Deutschland bildet einen strategischen Bestandteil dieser Vision, die persönliche Entfaltung, soziale Eingliederung, Teilhabe an der Gemeinschaft und wirtschaftliches Wachstum miteinander verbindet. Dies bedeutet, dass Jeder die Chance erhalten sollte, sein Potenzial im Lauf seines Lebens vollständig und in vielfältiger Weise zu entfalten. Lebenslanges Lernen wird immer mehr zu einer entscheidenden Voraussetzung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und einer erfolgreichen Karriere. In diesem Beitrag werden zunächst die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse analysiert. Im Anschluss wird lebenslanges Lernen als deutsches und europäisches Konzept vorgestellt, wobei es weniger um seine historische Begründung als vielmehr um die Aktualität und Leistungsfähigkeit des Konzeptes angesichts der zunehmenden Bildungskluft geht. Lebenslanges Lernen wird dabei als Mittel zur Lebensgestaltung skizziert. Im abschließenden Kapitel wird dieses Ergebnis um Aspekte einer neuen Lernkultur erweitert, deren grundlegende Annahme in der Beziehung von Lernen und Leben besteht.
Altersforschung: Moderne Erkenntnisse aus der Antike
Die Altersforschung setzt sich kritisch mit den tradierten Altersbildern auseinander und kommt dabei zu Erkenntnissen, die eine Revision dieser Altersbilder nahe legen. Dabei sind bemerkenswerte Parallelen zu Ciceros Abhandlung „Cato maior de senectute/Cato der Ältere über das Alter“ festzustellen. Cicero hat diese Schrift vor mehr als 2000 Jahren in Form eines fiktiven Gesprächs verfasst, das der 84-jährige Cato mit Scipio und Laelius darüber führt, ob das Alter zu beklagen sei oder ob darin nicht vielmehr eine große Chance für den Einzelnen wie für die Gesellschaft liege.
Mit neuen Lernkonzepten das Lernen fördern und die Lernmotivation stärken
Motivation ist in allen Bildungsbereichen von zentraler Bedeutung. Das gilt umso mehr, als heute die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens außer Frage steht. Neue Lernkonzepte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung greifen dieseAnforderung auf, indem sie von konkreten und für die Lernenden relevanten Arbeitsaufgaben innerhalb von Arbeits- und Geschäftsprozessen ausgehen. Durch erfolgreiches Umsetzen soll die Motivation zum Lernen dauerhaft gestärkt werden. Erfolgreich wird dies aber nur dann sein, wenn sinnvolle Lernstrategien eingesetzt werden.Technische, organisatorische und kulturelle Veränderungen, die weitaus dynamischer als in der Vergangenheit verlaufen, erfordern heute ein kontinuierliches Lernen sowohl im Privat- als auch im Arbeitsleben. Die Forderung nach lebenslangem Lernen macht eine motivierende Gestaltung von Lernprozessen zur herausragenden Aufgabe für alle Bildungsverantwortlichen. Das Thema Motivation ist damit in allen Bildungsbereichen von zentraler Bedeutung. Dabei sind die Fakten und Zusammenhänge der Motivation als Teil des gesamten Lernprozesses äußerst komplex und vielschichtig.
Logistikmanagement
Ab sofort bietet die Akademie für internationale Mobilität (AiM) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) studieninteressierten Mitarbeitern den neuen Studiengang „Logistikmanagement“, der mit dem akademischen Grad eines Bachelor of Science (B.Sc.) abgeschlossen wird.
Qualitätsmanagement als permanente Aufgabe in der betrieblichen Bildung
In diesem Beitrag wird der Begriff Sicherheit weitergefasst und insbesondere unter dem Fokus Qualitätsmanagement beleuchtet. Nicht näher betrachtet werden dabei Fragen, wer z.B. beim Thema Sicherheit eigentlich die Fäden zieht. Ist immer klar, ob im Einzelfall der Mensch oder die Maschine dominiert? Welche Risiken beherrschen wir, welche kennen wir vielleicht gar nicht – bzw. können sie nicht abschätzen? Diese Fragen gelten natürlich nicht nur für Abläufe z.B. in einem elektronisch gesteuerten Stellwerk oder in der Steuerzentrale eines Kernkraftwerkes.
Die Lösung kann natürlich nicht sein, die Augen zu verschließen, sondern es gilt durch ein ausgewähltes Qualitätsmanagementsystem die Risiken zu begreifen und damit kalkulierbarer zu machen. Und hier hat natürlich die betriebliche Bildung ihren Beitrag zu leisten – Qualitäts- und Risikomanagement als Vorbeugung und als Garantie für mehr Sicherheit.