Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) ist der Dachverband der Aufgabenträger, die im Auftrag der Länder das Nahverkehrsangebot auf der Schiene planen, bestellen und organisieren. Sie vertritt die Bestellerorganisationen gegenüber Politik, Öffentlichkeit und Verkehrsunternehmen, berät den Gesetzgeber und sorgt für Austausch und Abstimmung zwischen ihren Mitgliedern. Gemeinsames Hauptziel ist es, die Attraktivität des Nahverkehrs auf der Schiene zu steigern, mehr Fahrgäste zu gewinnen und den Marktanteil der Schiene am Personenverkehr auszubauen.
Alle Beiträge zum Thema
Infrastrukturplanung
Aufgabenträger und BAG-SPNV gestalten Nahverkehr auf der Schiene
Ausbau der Schieneninfrastruktur in Deutschland
Das prognostizierte Wachstum im Schienenverkehr macht es erforderlich, die Kapazität des Netzes zu steigern und Engpässe zu beseitigen. Die Deutsche Bahn hat eine Reihe von Projektvorschlägen erarbeitet, die Eingang in den vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans gefunden haben.
„STRELE“ – seit 30 Jahren ein Begriff bei der Deutschen Bahn
Vor 30 Jahren eine Revolution – heute eine Selbstverständlichkeit: die Durchführung betrieblicher Untersuchungen am Arbeitsplatz mit Hilfe des Personal Computers. Anhand des Software-Moduls „STRELE“ werden die Entwicklung und der aktuelle Stand der eisenbahnbetrieblichen Untersuchungen mit analytischer Methode dargestellt.
Schnelle Schienenverbindung zwischen Berlin und München
Im Dezember 2015 und im Dezember 2017 gehen die letzten beiden Teilstücke des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 in Betrieb, womit in Verbindung mit der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg – Ingolstadt – München erstmalig eine leistungsfähige Schienenverbindung zwischen Berlin und München existiert. Der vorliegende Text wirft verschiedene verkehrliche Fragestellungen auf, die aus Sicht eines Angebotsplaners der DB Fernverkehr AG beantwortet werden.
Streckenausrüstung Ilmenau – Erfurt
Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Berlin und ist somit das wichtigste Bindeglied der Schienenverbindungen von Verona bis zur Hauptstadt Deutschlands. Finanziert wird sie vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Der Personen- und Güterverkehr erhält im transeuropäischen Netz eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug.
Die Unstruttalbrücke – graziles Großbauwerk
Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 umfasst die 123 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle. Sie wird Ende 2015 in Betrieb gehen. Von den Brückenkonstruktionen ist die Unstruttalbrücke nach der Saale-Elster-Talbrücke das zweitlängste Brückenbauwerk Deutschlands. Am 6. Juni 2012 konnte feierlich der Lückenschluss über das Unstruttal begangen werden.
Die Gänsebachtalbrücke – ein Beispiel deutscher Brückenbaukunst
Die Gänsebachtalbrücke gehört zum Bauvorhaben „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“ der Ausbau-/Neubaustrecke Nürnberg – Erfurt – Leipzig/Halle – Berlin. Ziele des Gesamtprojekts sind die Verkürzung der Fahrzeit zwischen München und Berlin auf etwa vier Stunden sowie eine erhebliche Kapazitätserweiterung im Güterverkehr. Dafür werden gegenwärtig über 200 Kilometer zweigleisige, elektrifizierte Neubaustrecken vom oberfränkischen Ebensfeld bis nach Leipzig und Halle errichtet.
Wachstumsprogramm und Netzkonzeption 2030
Mit einer Länge von 34.000 Kilometern ist das Schienennetz der Deutschen Bahn AG das größte und komplexeste in Europa. 370 Eisenbahnverkehrsunternehmen aus dem In- und Ausland nutzen die Infrastruktur zur Durchführung ihrer Verkehre. Kernaufgabe der DB Netz AG ist es, die Gleise und Anlagen konsequent zu erhalten sowie marktund bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Schaffung von Netzkapazitäten steht dabei ganz oben auf der Agenda – vor allem in Knotenpunkten von Metropolen und auf zentralen Korridoren.
Die eisenbahnrechtliche Planfeststellung
Die Planfeststellung ist nach dem Verwaltungsrecht des Bundes und der Länder ein förmliches Verwaltungsverfahren, das in besonderen, gesetzlich vorgesehenen Fällen durchgeführt wird. Gegenstand der Planfeststellung sind raumbedeutsame Vorhaben. Darunter fallen unter anderem der Bau von Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen, Luftverkehrs- oder Eisenbahnverkehrsanlagen. Stets handelt es sich um einen Verwaltungsakt, der grundsätzlich nach den Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) ergeht, die aber im Einzelnen durch die vorrangigen Fachgesetze ergänzt oder gar ersetzt werden.
Erneuerung des Berliner Ostkreuzes
Der Bahnhof Ostkreuz gehört zu den am stärksten frequentierten Umsteigepunkten im Berliner Nahverkehrsnetz. Nach aktuellen Verkehrszählungen der Berliner S-Bahn GmbH steigen derzeit am Ostkreuz täglich 100.000 Reisende ein, aus und um. Für das Jahr 2015 rechnen Verkehrsexperten mit einem Zuwachs auf 123.000 Reisende, die täglich den Bahnhof nutzen werden. Im Folgenden wird die Notwendigkeit des komplexen Umbaus des Bahnhofes Ostkreuz erläutert und das geplante Ergebnis beschrieben.
Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle
Der Aus- und Neubau der Hochleistungstrasse zwischen Nürnberg und Berlin ist das größte und innovativste Infrastrukturprojekt Deutschlands und Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8. Der Abschnitt zwischen Erfurt und Leipzig/Halle wird dafür gänzlich neu gebaut und soll im Jahr 2015 in Betrieb genommen werden. Der folgende Beitrag stellt die Bauarbeiten auf diesem Abschnitt vor.
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme
Der Gotthard-Basistunnel wird nicht nur die Verkehrssituation in der Schweiz, sondern das Eisenbahnnetz Europas grundsätzlich verändern: Mit dem Durchschlag in der Oströhre des Gotthard-Basistunnels erreichte das Projekt AlpTransit am 15. Oktober 2010 zwischen Sedrun und Faido einen weiteren großen Meilenstein. Am 23. März 2011 erfolgte dann der letzte Durchschlag im längsten Bahntunnel der Welt. Das Projekt befindet sich somit am Übergang vom Tunnelbau zur bahntechnischen Ausrüstungsphase. Anfang 2016 wird in einem Probebetrieb mit Zügen das Zusammenspiel der technischen Installationen im Gotthard-Basistunnel getestet. Im Dezember 2016 werden die Schweizerischen Bundesbahnen als zukünftige Betreiber den kommerziellen Betrieb durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt aufnehmen.