Zentrale Aufgabe im Projekt „Optimierung Trassenzuweisung“ der DB Netz AG ist die Entwicklung eines marktgerechten Fahrplans, der unter typischen Abweichungen im Betriebsablauf stabil bleibt.
Alle Beiträge von Dr.-Ing. Ingolf Gast
Leistungsuntersuchungen von Eisenbahnanlagen
Eisenbahnanlagen werden seit jeher so dimensioniert, dass sie eine ausreichende Kapazität aufweisen. Die Leistungssteigerung bei den PCs ermöglicht es inzwischen, im Prozess der Fahrplanerstellung zu überprüfen, ob mit den eingeplanten Zügen die geforderte Betriebsqualität in der Betriebsdurchführung eingehalten würde. Hierfür ist es erforderlich, die von Leistungsuntersuchungen bekannten, inzwischen verfeinerten Verfahren, um die Randbedingungen des Fahrplans zu ergänzen. Für diese vom konkreten Fahrplan abhängige Kapazität hat sich der Begriff „Vermarktungskapazität“ eingebürgert.
„STRELE“ – seit 30 Jahren ein Begriff bei der Deutschen Bahn
Vor 30 Jahren eine Revolution – heute eine Selbstverständlichkeit: die Durchführung betrieblicher Untersuchungen am Arbeitsplatz mit Hilfe des Personal Computers. Anhand des Software-Moduls „STRELE“ werden die Entwicklung und der aktuelle Stand der eisenbahnbetrieblichen Untersuchungen mit analytischer Methode dargestellt.
Zacken-Lücken-Problem in der Praxis
Analytische Leistungsfähigkeitsberechnungen finden in Eisenbahnbetriebsuntersuchungen häufig Anwendung. Im Vergleich zur Simulation können in der Analytik schnell reproduzierbare Ergebnisse erzeugt und auch verschiedene Varianten mit geringem Aufwand miteinander verglichen werden. Dieses Verfahren stellt ein anerkanntes, vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) akzeptiertes Verfahren dar. Durch den Vergleich mit einem definierten Qualitätsniveau (Level of Service) kann es auch für eine absolute Aussage über die Kapazität einer Strecke verwendet werden.