Für die Planung der so genannten Y-Trasse haben Niedersachsen und die Deutsche Bahn eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet, mit der sich das Land verpflichtet, 10 Millionen Euro als Darlehen für die Planung der Neubaustrecke zur Aufnahme des Schnellverkehrs von Hannover über Walsrode nach Hamburg und Bremen bereit zu stellen. Mit dem eingeschlagenen Weg eines Darlehens, das die DB mit dem Bau der Strecke zinsfrei zurückerstatten wird, sieht das Land Niedersachsen eine hervorragende Grundlage für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.
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Infrastrukturplanung
Investitionsstrategie der DB Netz AG für mehr Verkehr auf der Schiene
Das Schienennetz der Deutschen Bahn ist das größte und komplexeste in Europa. Knapp 34.000 Kilometer Gleise, die vom Personen- und Güterverkehr überwiegend gemischt genutzt werden, erstrecken sich von Flensburg im Norden bis Basel im Süden, von Aachen im Westen bis Görlitz im Osten. Hinzu kommen 5.700 Bahnhöfe, 770 Tunnel, über 69.000 Weichen, 27.000 Eisenbahnbrücken und knapp 4.400 Stellwerke. Täglich rund fünf Millionen Bahnfahrer und hunderte Güterverkehrskunden profitieren von dieser leistungsstarken Infrastruktur und einer stabilen Pünktlichkeit auf hohem Niveau. Auch der Wettbewerb floriert: Neben Transporteuren der Bahn nutzen derzeit über 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen aus dem In- und Ausland das DB-Schienennetz für insgesamt rund 39.000 Zugfahrten pro Tag.
Die beste Technik für das beste Netz
Parallel zum prozessualen und organisatorischen Veränderungsprozess der DB Netz AG (ProNetz, siehe „Deine Bahn“, 8/2008, http://www.deine-bahn.de/node/4112) wurde eine technologische Neuausrichtung des Unternehmens notwendig, um einerseits dauerhaft für die Herausforderungen an die Infrastrukturanlagen der DB Netz AG gerüstet zu sein und andererseits eine stabile Grundlage für ein sich jährlich verbesserndes Betriebsergebnis zu liefern. Zu diesem Zweck wurden die Technikkompetenzen im neuen Zentralbereich Technologie gebündelt und eine umfangreiche Technologiestrategie erarbeitet, die sich seit einem Jahr in der Umsetzung befindet. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die „Integrierte Technologiestrategie (ITS)“ der DB Netz AG.
Hohe Transportnachfrage treibt weltweite Infrastrukturinvestitionen
Die Globalisierung und die hohe wirtschaftliche Dynamik – besonders in China und Indien – einerseits sowie das weltweite Bevölkerungswachstum und die fortschreitende Urbanisierung andererseits sind die Treiber für eine unverändert hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten. Bis 2020 fließen vsl. weltweit 71 Billion US-Dollar in Infrastrukturprojekte.
Richtlinie 413: Betriebliche Infrastrukturplanung bei der DB Netz AG
Gemäß § 4 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) sind die Eisenbahnen verpflichtet, ihren Betrieb sicher zu führen und die Eisenbahninfrastruktur, Fahrzeuge und Zubehör sicher zu bauen und in betriebssicherem Zustand zu halten.
Ein qualitativ hochwertiger, sicherer und quantitativ optimierter Fahrweg ist Grundlage für die Verkehrsleistungen auf der Schiene; seine Vorhaltung und Entwicklung muss kundengerecht sein und betrieblichen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten Rechnung tragen.
Die Gestaltung der betrieblichen Infrastruktur der DB Netz AG unter Berücksichtigung der genannten Aspekte ist eine wesentliche Aufgabe des Vorstandsressorts Infrastruktur und Dienstleistungen und von hoher Bedeutung für die Deutsche Bahn AG insgesamt.
Die Bedeutung der Mobilität und Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland
Der nachfolgende Artikel zeigt die Entwicklung der Mobilität in Deutschland auf. Die aus den Steigerungsraten resultierenden Herausforderungen an die Infrastruktur ist ein Themenschwerpunkt des Artikels. Im Mittelpunkt stehen dabei die gewachsenen Ansprüche an die Infrastruktur, die ihre Ursache in dem erheblichen Anstieg des Güterverkehrs haben. Der Autor zeigt auch auf, dass – trotz einer Trendwende in den letzten Jahren – die von vielen gewünschte Verlagerung von Gütern auf die Schiene noch nicht den Erwartungen entspricht.
Großprojekte
Mit den neuen Bahnhöfen und Strecken der Nord-Süd-Verbindung im Eisenbahnknoten Berlin wurde die größte Baustelle Europas erfolgreich abgeschlossen und das Kernstück der schienenorientierten Metropole im Mai 2006 in Betrieb genommen.
Dieses Großprojekt hat beispiellose rechtliche, technische und organisatorische Herausforderungen an alle Projektbeteiligten gestellt – vom umweltgerechten und stadtverträglichen Planen und Bauen über die räumliche und zeitliche Abstimmung der Großbaustellen mit allen ober- und unterirdisch beteiligten öffentlichen und privaten Investoren bis hin zur ingenieurmäßigen Beherrschung des Bauens im Grenzbereich des technisch Machbaren.
Voraussetzung für den Erfolg war, neben der Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit und der ingenieurmäßigen Lösungskompetenz der beteiligten Partner, eine professionelle Projektstruktur und Projektorganisation.
Im Folgenden werden am Beispiel der Nord-Süd-Verbindung die maßgeblichen Prozesse bei der Planung und Realisierung von Großprojekten aus Sicht des Bauherrn DB Netz AG dargestellt.
„Infrastruktur gestalten“ zum 1. März 2006
Gemäß § 4 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) sind die Eisenbahnen verpflichtet, ihren Betrieb sicher zu führen und die Eisenbahninfrastruktur, Fahrzeuge und Zubehör sicher zu bauen und in betriebssicherem Zustand zu halten.
Ein qualitativ hochwertiger, sicherer und quantitativ optimierter Fahrweg ist Grundlage für die Verkehrsleistungen auf der Schiene; seine Vorhaltung und Entwicklung muss kundengerecht sein und betrieblichen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten Rechnung tragen.
Die Gestaltung der betrieblichen Infrastruktur der DB Netz AG unter Berücksichtigung der genannten Aspekte ist eine wesentliche Aufgabe des Vorstandsressorts Infrastruktur und Dienstleistungen und von hoher Bedeutung für die Deutsche Bahn AG insgesamt. Als standardisierte Vorgabe dient dazu die Richtlinie 413 „Infrastruktur gestalten“.
Regionalnetze: Konzept auf Erfolgskurs
Als im Jahr 2000 die beiden Säulen der Mittelstandsoffensive der Bahn errichtet wurden, war keineswegs klar, dass sich die Regionalnetze und Regio-Netze tatsächlich zu den erfolgreichen Geschäftsmodellen entwickeln würden, als die sie heute dastehen. Für die vier RegioNetze mit ihren rund 1.000 Streckenkilometern, die über die Schieneninfrastruktur und die Verkehrsstationen auch die Verkehrsleistung in diesen Netzen zusammenfassen, konnte hierzu in einer auch in den Medien viel beachteten Pressekonferenz am 14. Februar 2005 eindrucksvoll Bilanz gezogen werden. Wie sieht die Situation bei den zu einem Geschäftsfeld bei DB Netz zusammengefassten Regionalnetzen mit einem Umfang von rund 12.000 Streckenkilometern aus?
Infrastruktur des Fern- und Ballungsnetzes in der Zukunft
Die Medienberichte der vergangenen Monate über mögliche Streichungen und Verzögerungen geplanter Infrastrukturprojekte ließen befürchten, die Bahn werde sich auf absehbare Zeit als Bauherr verabschieden. Doch diese Sorge ist natürlich völlig unbegründet. Dieser Beitrag wird aufzeigen, dass die Bahn auch künftig in ihre Infrastruktur investieren wird. Allerdings geschieht dies unter „neuen Rahmenbedingungen“. Ein kurzer Rückblick soll die Einordnung der aktuellen Situation und ihre Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur erleichtern.
Der Ausbau der Peripherie im Eisenbahn-Knoten Leipzig
Die Leistungsfähigkeit der Bahn wird im Wesentlichen durch die Leistungsfähigkeit in seinen Knoten bestimmt. Dabei erfüllt die Eisenbahn im Gesamtkonzept der Verkehrsträger in den Knoten nur dann ihre Aufgaben, wenn sie sich mit effizienten Schnittstellen zu Straße, Luft und Wasser etabliert. Der Großraum Leipzig bietet mit seinen Verkehrsprojekten ein repräsentatives Beispiel dafür, wie Infrastrukturmaßnahmen im Fern- und Nahverkehrsnetz mit Vorhaben im städtischen Verkehr durch den City-Tunnel Leipzig und im Luftverkehr durch die Anbindung an den Flughafen Leipzig/Halle verzahnt werden – wichtige Schritte zur Lösung der Transportaufgaben der Zukunft. In „Deine Bahn” 8/2003 wurde eine Übersicht gegeben über Modernisierungsmaßnahmen im Eisenbahn-Knoten Leipzig sowie den Infrastrukturumbau in seinem Herzstück, dem Leipziger Hauptbahnhof, mit der Errichtung der Elektronischen Stellwerke auf teilrationalisiertem Spurplan. In diesem Beitrag wird ein Einblick in den Ausbau der westlichen und südlichen Eisenbahnverkehrsanbindung gewährt.