Deine Bahn 12/2003
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Inhalt
Systemverbund Bahn
Personenverkehr
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Einheitliche kaufmännische Geschäftsabläufe bei DB ProjektBau GmbH
Die Bündelung sämtlicher Kapazitäten für Planung, Projektmanagement und Bauüberwachung für die Infrastrukturprojekte der Deutschen Bahn hatte zur Folge, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Gesellschaften der Bahn mit unterschiedlichen Vorkenntnissen in der DB ProjektBau GmbH zusammengefasst wurden. Zur Vermittlung eines einheitlichen Systemgedankens im Rechnungswesen der Bahn wurden die kaufmännisch arbeitenden Mitarbeiter in einer „Kaufmännischen Woche“ zu den wichtigsten Themen geschult.
Coaching für Bezirksleiter
Mit dem Programm „Coaching für Bezirksleiter“ unterstützt DB Netz die operativ verantwortlichen Führungskräfte individuell und gezielt in ihrer beruflichen Weiterentwicklung. Ziel ist, die Bezirksleiter in ihrer Rolle und in ihrer Arbeit als Führungskraft zu stärken. Die Bezirksleiter führen Fahrdienstleiter und Weichenwärter, Teamleiter und Mitarbeiter in der Instandhaltung des Fahrwegs mit seinen Gleisen, Weichen, Stellwerken, Brücken, Tunneln, schienengleichen Übergängen, Signalen und Fahrleitungen. Die Bezirksleiter haben eine Leitungsspanne von 20 bis 120 Mitarbeitern und sind die maßgeblichen Führungskräfte vor Ort: Sie sind die Einsatzverantwortlichen für Mitarbeiter in sicherheitsrelevanten Tätigkeitsfeldern. Sie vermitteln Ziele, geben Feedback, sorgen dafür, dass Informationen die Mitarbeiter erreichen und unterstützen Mitarbeiter in der beruflichen Entwicklung. Und natürlich sind sie Fachleute. Sie sind diejenigen, die das Unternehmen vor Ort repräsentieren und die wirtschaftliche und qualitative Ausrichtung prägen. Die Bezirksleiter tragen wesentlich zum Erfolg der DB Netz AG bei.
Das City-Ticket
Bahnreisen werden vom 14. Dezember 2003 an für viele Fahrgäste einfacher und günstiger. Mit der neuen „City-Ticket”-Funktion können Eigentümer der BahnCard 25 und BahnCard 50 in 46 deutschen Städten – darunter Hamburg, Essen, Köln, Frankfurt am Main, München und Dresden – mit ihrer Fernverkehrsfahrkarte am Zielort kostenlos mit Bus, Straßenbahn oder U-Bahn weiter zur Zieladresse fahren. Das neue Angebot wurde gemeinsam von der Deutschen Bahn, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und den beteiligten Verkehrsverbünden entwickelt, um Bahnreisenden eine durchgehende Reisekette zwischen DB-Fernverkehr und städtischem öffentlichem Personennahverkehr bieten zu können.
Dieselhydraulische Streckenlokomotive G 2000
Mit der G 2000 entwickelte die Vossloh Schienenfahrzeugtechnik eine neue Generation von Streckendiesellokomotiven, deren Konzept auf den langjährigen Bau von dieselhydraulischen Standardlokomotiven aufbaut. Die durchgängig modular aufgebaute Lokomotive ist auf Grund ihrer Motorleistung von 2.240 kW sowie der Ausrüstung mit zwei Endführerständen für die Beförderung von schweren Zügen über längere Distanzen geeignet. Die Abstimmung der Antriebsanlage ermöglicht aber auch einen effektiven Rangiereinsatz.
Der Eisenbahnfahrzeug-Führerschein
Die Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie ist zum 1. August 2002 als VDV-Schrift 753 herausgegeben und zum gleichen Datum bei der DB AG als Konzernrichtlinie 492.0753 in Kraft gesetzt worden. Der VDV hat die Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie bereits im Juli 2002 den Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder zur Verfügung gestellt und damit die Anregung verbunden, die Richtlinie im Wege einer Anweisung zur Durchführung des sicheren Betriebes gemäß § 2 Abs. 4 der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung (EBO) für alle betroffenen Eisenbahnen allgemein rechtsverbindlich einzuführen. Bei der DB AG wurde die VDV-Schrift 753 textgleich als KoRil 492.0753 ins Regelwerk übernommen und eingeführt. Lediglich textliche Ergänzungen der KoRil 492.0753, die durch den Fachautor zum Zwecke der Anpassung an das Regelwerk der DB AG angebracht wurden, sind kursiv dargestellt.
Zugfahrten, die nicht durch Fahrtstellung eines Hauptsignals zugelassen werden
Dieser Beitrag behandelt die harmonisierten Regeln, die beachtet werden müssen, wenn Zugfahrten ausnahmsweise nicht durch die Fahrtstellung eines Hauptsignals oder Auftrag „LZB-Fahrt“ zugelassen werden. Als Ergebnis der Harmonisierung dieser Regeln entstanden zwei neue Module, 408.0455 für den Fahrdienstleiter und 408.0456 für den Triebfahrzeugführer. Die bisherigen Abschnitte DS 408.0455 (rote Seiten) bzw. DV 408.0455 (grüne Seiten) wurden durch diese Module ersetzt.
Hydrodynamische Getriebe
Das Getriebe ist eine Vorrichtung zur Kopplung und Umwandlung von Bewegungen und Energien beliebiger Art und ist damit auch in allen angetriebenen Fahrzeugen vorhanden. Ein hydrodynamisches Getriebe (Turbogetriebe) wandelt die mechanische Energie einer Antriebsmaschine in Strömungsenergie um. Diese wird anschließend wieder in mechanische Energie umgewandelt und dabei in eine für eine Zugförderung erforderliche Form gebracht. Nachfolgend wollen wir Ihnen an verschiedenen Beispielen die Funktionsweise derartiger Getriebe beschreiben.
Das Elektronische Stellwerk ESTW L90
Die Technologie der heutigen Stellwerke geht auf die Relaistechnik der 50er Jahre zurück. Der Grundbaustein hierfür ist das Signalrelais. Es kann logische Funktionen ausführen und Leistungen. Nachteil des Signalrelais ist der Preis, und seit langem ist bekannt, dass logische Funktionen wesentlich wirtschaftlicher von Rechnern ausgeführt werden können. Hindernis für einen Technologiewechsel war bisher stets die geforderte Sicherheit. Und gerade diese kann ein Rechner alleine nicht garantieren.
Der Kaufvertrag – Fortsetzung
Schadensersatzansprüche des Käufers Liefert der Verkäufer die gekaufte Sache zu spät, kommt dieser also in Schuldnerverzug gemäß § 286 BGB, so kann der Käufer neben der Erfüllung auch Schadensersatz wegen der verzögerten Leistung (§§ 433, Abs. 1 S. 1, 280 Abs. 1 und 2, 286 BGB) oder – liegen die weiteren Voraussetzungen des § 281 Abs. 1 S. 1 BGB vor – Schadensersatz statt der Leistung verlangen (siehe hierzu ausführlich: „Deine Bahn“ 8/ 2002, 506 ff).