Mit der Neustrukturierung der Fahrdienstvorschrift der DB Netz AG zum Fahrplanwechsel im Dezember wird es für die DB Fernverkehr AG erforderlich, ein Zugbegleiterheft herauszugeben. Bei der Zusammenstellung dieser Regelbücher sind europäische Vorgaben zu berücksichtigen.
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Eisenbahnverkehrsunternehmen
Der Werkbahnbetrieb in Duisburg
Die ThyssenKrupp Steel Europe AG (TKSE) betreibt in Duisburg eines der größten integrierten Hüttenwerke Europas. Alle Produktionsstufen sind untereinander sowie mit den beiden Werkhäfen Schwelgern und Walsum und dem Übergabebahnhof Oberhausen West durch eine Anschlussbahn verbunden. Über diese erfolgt neben den werkinternen schienengebundenen Transporten auch der Transport von Gütern, die von den Eisenbahnverkehrsunternehmen – hier ist an erster Stelle DB Schenker zu nennen – in Oberhausen West angeliefert oder abgeholt werden. Der Eisenbahnbetrieb von TKSE ist darüber hinaus auch Dienstleister für externe Kunden, hier sind besonders zu nennen die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (HKM) und ArcelorMittal Ruhrort.
NRW-Aufgabenträger treiben RRX-Projekt voran
Millionen Fahrgäste sind täglich auf den Schienen in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Sie nutzen den Schienenpersonennahverkehr für ihre Wege zu Arbeit, Ausbildung, Schule oder in der Freizeit. Insbesondere die verkehrliche Hauptachse, der so genannte Rhein-Ruhr-Korridor, ist stark belastet. Seit Jahrzehnten arbeiten die Nahverkehrsakteure an Lösungen, wie man dort dem stetig steigenden Fahrgastaufkommen Rechnung tragen kann. Mit dem Rhein-Ruhr-Express initiierten das Land Nordrhein-Westfalen und das Bundesverkehrsministerium bereits im Jahr 2006 ein bedeutendes Verkehrsprojekt, um die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs auf der Strecke zwischen Dortmund und Köln zu stärken.
Unternehmensrisiken und Risikobeherrschung
Eisenbahnverkehrsunternehmen tragen die Verantwortung für die Sicherheit in ihrem eigenen Systembereich. Im Rahmen der Einrichtung und Weiterentwicklung des Sicherheitsmanagementsystems hat ein Eisenbahnverkehrsunternehmen nach Anhang III, Ziffer 2d der Richtlinie 2004/49/EG „Richtlinie über die Eisenbahnsicherheit“, Verfahren und Methoden für die Durchführung von Risikobewertungen sowie die Anwendung von Maßnahmen zur Risikokontrolle einzurichten. Das Ziel ist, systematisch sicherheitsrelevante Schwachstellen in Systemen und Prozessen des Eisenbahnbetriebes und der Eisenbahntechnik aufzudecken, Gefährdungen zu identifizieren und Anforderungen zur Beherrschung dieser Schwachstellen zu definieren. Darüber hinaus haben Eisenbahnverkehrsunternehmen mit anderen im Eisenbahnsystem tätigen Unternehmen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Risikokontrolle zusammenzuarbeiten.
COBRA reduziert Transportzeit und Kosten
Seit April 2010 besteht mit „COBRA“ (Corridor Operations Belgium Rail), ein Gemeinschaftsunternehmen von DB Schenker Rail sowie der belgischen Güterbahn B-Logistics. Ziel der in Brüssel ansässigen Produktionsgesellschaft ist es, den deutsch-belgischen Schienengüterverkehr effizienter und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Qualität, Service und Kostenführerschaft ist die Zielsetzung von COBRA. Zudem wird mit COBRA ein weiterer strategischer Baustein in dem europäischen DB Schenker Rail-Netzwerk gesetzt, da nun Verkehre von Italien bis in die wichtigen Häfen Zeebrugge oder Antwerpen „aus einer Hand“ geplant und gefahren werden können.
Leistungsfähige Infrastruktur für den Kombinierten Verkehr
Der Kombinierte Verkehr (KV) ist schon lange kein Nischenprodukt des Güterverkehrsmarktes mehr. In den letzten zehn Jahren hat sich der KV zu einer der Wachstumslokomotiven des fortschrittlichen und umweltbewussten Schienengüterverkehrs entwickelt. Dies ist nicht nur der Kreativität der Operateure und Eisenbahnverkehrsunternehmen zu verdanken, sondern auch einer leistungsfähigen und mitwachsenden Infrastruktur. Ohne die passenden Terminals können die Warenströme nicht vernünftig gebündelt werden, die Lkw ihre Ladungsbehälter nicht austauschen und die Züge ihre Bestimmung nicht erreichen. Deshalb hat sich die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene – Straße (DUSS) mbH dem Bau und Betrieb leistungsstarker Terminals verschrieben.
erixx: Der Heidesprinter kommt
Ab Dezember wird mit der erixx GmbH ein neues Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Strecken auf dem Heidekreuz – den Relationen zwischen Bremen und Uelzen sowie zwischen Hannover und Buchholz – betreiben. Mit neuen Fahrzeugen und schnelleren Verbindungen wird den Fahrgästen zukünftig ein verbesserter Schienenpersonennahverkehr in der Lüneburger Heide geboten.
HGK Cargo – Logistik mit Tradition
Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) hat sich in den vergangenen Jahren vom regionalen Spezialisten zu einer der größten Privatbahnen Deutschlands entwickelt. Das Unternehmen unter dem Dach des Kölner Stadtwerke-Konzerns hat die Liberalisierung des Güterverkehrs für sich genutzt. Heute befördern die Domstädter mit aktuell 62 Lokomotiven bis zu 3 Millionen Nettotonnenkilometer im Jahr. Dabei reicht ihr Wirkungskreis weit über das Rheinland hinaus.
Der Zugnummerngenerator
„Keine Zugfahrt ohne Zugnummer“, diese Aussage begleitet die Mitarbeiter der Eisenbahnen seit Beginn des Eisenbahnzeitalters. Vor dem Hintergrund des heutigen Bedarfs an Zugnummern, der – alle Reserven einbezogen – annähernd bei 100.000 Nummern liegt, sind Systeme erforderlich, die eine zuverlässige und schnelle Vergabe einer Zugnummer sicherstellen. Die DB Netz AG nutzt für diese Zwecke den Zugnummerngenerator, ein elektronisch gestütztes System zur Verwaltung von Zugnummernkontingenten und zur automatischen Vergabe von Zugnummern für einzelne Zugläufe. Wie dieses System arbeitet, beleuchtet der nachfolgende Artikel.
Eindeutige Zugnummer
Die einzige Möglichkeit, einen Zug klar identifizierbar und damit eindeutig erkennbar zu machen, besteht in der Nutzung seiner Zugnummer. Hierdurch wird eine Zugfahrt nicht nur für die bahnbetriebliche Durchführung identifizier- und lenkbar, auch verschiedene andere Funktionen wie zum Beispiel Fahrplanerstellung, Abrechnung, und Zuscheidung von Kosten nutzen die Zugnummer. Für den Zugfunk stellt die Zugnummer die „Telefonnummer“ dar, mit der der jeweilige Triebfahrzeugführer für betriebliche Zwecke angesprochen werden kann. Aus Sicherheitsgründen und verschiedenen anderen Funktionen muss die Zugnummer eindeutig sein, ein paralleles Verwenden der gleichen Zugnummer im gleichen Zeitraum auf dem Schienennetz eines Landes ist ausgeschlossen.
Planung und Vernetzung im Regionalverkehr
Die DB Regio AG, deren Angebote von über einer Milliarden Fahrgäste pro Jahr genutzt werden, verknüpft im Regionalverkehr die Angebotsplanung und Leistungserbringung auf der Schiene. So kann ein auf die regionalen Verkehrsbedürfnisse angepasstes Nahverkehrsangebot entwickelt und für die Fahrgäste umgesetzt werden. Die örtlichen Verkehrsunternehmen mit den jeweils zuständigen Regionalleitungen stehen dabei den öffentlichen Bestellerorganisationen als Partner zur Verfügung. Welche Prozesse im Rahmen der Fahrplangestaltung ablaufen, wird im folgenden Beitrag anhand des Regionalverkehrs Württemberg beschrieben.
TPN – Trassenportal Netz
Den größten Teil ihrer Einnahmen erzielt die DB Netz AG aus der Vermarktung von Trassen, also aus dem Verkauf von Nutzungsrechten für Zugfahrten auf ihrem Streckennetz an die Kunden. Zugangsberechtigt sind im Wesentlichen zugelassene Eisenbahnverkehrsunternehmen, Zweckverbände des Schienenpersonennahverkehrs sowie bestimmte Behörden. Die DB Netz AG nimmt die Trassenanmeldungen der Zugangsberechtigten entgegen, konstruiert den Fahrplan und gibt diesen mit dem zugehörigem Trassenpreis als „Trassenangebot“ zurück. Nimmt der Kunde dieses Angebot an, ist der Vertrag geschlossen und für beide Seiten gelten die in der Eisenbahninfrastrukturnutzungsverordnung und den Schienennetznutzungsbedingungen festgelegten Rechte und Pflichten – der Zug kann fahren.