Die Pflege der bahnbegleitenden Vegetation ist ein integraler Bestandteil des Anlagenmanagements von Infrastrukturbetreibern. Dabei müssen verschiedene Interessen und Anforderungen berücksichtigt werden.
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Fahrweginstandhaltung
Netzbeirat fordert Änderungen beim Vegetationsmanagement
Der Netzbeirat der DB Netz AG hat Bund und Bahn dazu aufgefordert, die Vegetationskontrolle entlang der Schienenwege zu verbessern, um die Verfügbarkeit der Infrastruktur bei extremen Wetterlagen zu erhöhen.
Projekt Zustandsüberwachung des Gleisumfeldes (ZuG)
Für das System Bahn ist der Einsatz digitaler Technologien ein wichtiger Baustein, um es wirtschaftlich und wettbewerbsfähig zu betreiben und nachhaltige Mobilitätskonzepte zu unterstützen. Diesem Ziel dient auch das Projekt „Zustandsüberwachung im Gleisumfeld“.
Asset Management: Von Big Data zu Smart Data
Zur Erschließung der Vorteile der Digitalisierung im Schienenverkehr sind verschiedene Anpassungen der bisherigen Prozessabläufe in Bahnunternehmen notwendig. Dazu gehören auch Lösungen für die zustandsorientierte Instandhaltung der Schieneninfrastruktur. Zur Auswahl einer geeigneten Instandhaltungsstrategie müssen Zustandsdaten aus verschiedenen Quellen verknüpft und zu entscheidungsrelevanten Informationen aufbereitet werden.
Moderne Fahrzeuge für die Fahrwegpflege
Das Schienennetz ist das Rückgrat des Eisenbahnverkehrs, in Deutschland haben wir das dichteste und am stärksten belastete Netz in ganz Europa. Die DB Netz AG hält deshalb für die Pflege des Schienennetzes, also für Betrieb, Inspektion und Instandhaltung des Fahrweges einen „Werkzeugkasten für die Fahrwegpflege“ vor: rund 750 meist gelbe Schienenfahrzeuge, die bundesweit eingesetzt und betrieben werden. In den kommenden Jahren wird der Fuhrpark grundlegend erneuert.
Ökologische Innovation für die Gleisinstandhaltung
Die Deutsche Bahn AG hat mit DB2020 eine Konzernstrategie mit dem Ziel einer nachhaltigen, strategischen Entwicklung im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Soziales entwickelt. Die Fahrweg-instandhaltung wird dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Zwei Innovationen, die exakt in diese Richtung zielen, werden hier vorgestellt: Gleisbaumaschinen mit elektrischem Hybridantrieb und eine Bettungsreinigungsmaschine, die nonstop durch Weichen arbeiten kann. Die Hybridmaschinen zielen auf Emissionsreduktion und Energieeffizienz ab, während die Bettungsreinigung in Weichen zur Schonung der Ressourcen beiträgt. Beide Entwicklungen sind bedienerfreundlich und arbeiten wirtschaftlich.
Innovative Oberbauart des Fahrweges
Im September 2014 fanden auf der 123 Kilometer langen Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle-Saale im Rahmen des Vorhabens Verkehrsprojekte Deutsche Einheit VDE 8.2 die ersten Hochtastfahrten mit einem vierteiligen ICE-S statt. Die Fahrten wurden mit Geschwindigkeiten bis zu 330 Kilometern pro Stunde auf der mit einer Festen Fahrbahn ausgerüsteten Strecke durchgeführt.
Mobile 3D-Laserscanner in der Bahnmesstechnik
In der Bahnmesstechnik sind viele verschiedene Messmethoden im Einsatz. Sie liefern die Datenbasis, um Instandhaltungsarbeiten am Schienennetz planen und ausführen zu können. Die Bandbreite reicht dabei von manuellen Messmethoden bis hin zu vollautomatisierten, an Messzügen installierten Sensoren. Um heutige Messanforderungen besonders effizient erfüllen zu können, werden zunehmend mobile Laserscanner eingesetzt. Sie haben gegenüber konventionellen Messsystemen eine Reihe von Vorteilen.
Schnellumbau im 2-Schwellentakt
Wenn Gleise mit Schotterbau erneuert werden, erfolgt ein Austausch von Schienen und Schwellen. Neu entwickelte Maschinen können bei diesem Gleisumbau zwei Schwellen auf einmal ablegen.
Der Freudenstädter Stern
Im Jahre 1995 begannen die ersten Überlegungen zur Modernisierung der insgesamt 202 Kilometer langen Strecken des Freudenstädter Sterns im Schwarzwald, die sich zunächst um die Modernisierung der Infrastruktur in den Bahnhöfen drehten. Sechs Jahre später wurden mit Einführung des Geschäftsfeldes „Regionalnetze“ bei der DB Netz AG dann alle Strecken in ihrer Gesamtheit in die Modernisierungsmaßnahmen einbezogen. Mit dem voraussichtlichen Abschluss der Bauarbeiten im September 2014 inklusive der Errichtung eines Elektronischen Stellwerks im Hauptbahnhof Freudenstadt ist der Freudenstädter Stern endgültig für Berufspendler und Touristen wieder eine echte Alternative zum Individualverkehr.
Innovative Lösungen für Gleise und Weichen
Die Gleise und Weichen der DB haben in den vergangenen zwanzig Jahren eine kontinuierlich gestiegene dynamische und statische Belastung erfahren. Die Verkehrsprognosen und der Bedarf an noch leistungsfähigeren Fahrzeugen versprechen weitere Herausforderungen. Die DB Netz AG muss als Infrastrukturbetreiberin ihre Anlagen im laufenden Betrieb instand halten sowie gleichzeitig für die Zukunft ertüchtigen und ausbauen. Die Ingenieure in der Fahrwegtechnik entwickeln gemeinsam mit den Bedarfsträgern in der Instandhaltung und Anlagenplanung die technischwirtschaftlichen Lösungen für diese Aufgaben – namentlich für die Schiene als Namensgeberin und tragendes Element der Eisenbahn, für die Gleiskonstruktion zur Steigerung der Sicherheit und des Fahrkomforts sowie für die Weiche als unverzichtbarer Bestandteil des Bahnbetriebs.
Die gläserne Schiene
Heutzutage sind Schienen immer größeren Lasten, höheren Geschwindigkeiten und dichterem Verkehr ausgesetzt. Um Schädigungen der Schiene aufzuspüren und so den sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten, werden zerstörungsfreie Prüftechniken mit kombiniertem Ultraschall- und Wirbelstromprüfverfahren verwendet. Eine der derzeit größten Herausforderungen der automatisierten Schienenprüfung ist die hohe Prüfgeschwindigkeit, die ihre physikalischen Grenzen fast erreicht hat. Um diese Grenzen zu überwinden, müssen Algorithmen zur digitalen Signalverarbeitung verwendet werden, die die Auflösung und die Qualität der Anzeigen unabhängig von der Betriebsgeschwindigkeit beibehalten.