Im Rahmen des Projekts Next Generation Train des DLR wurde das Konzept einer neuen Bahnhofsinfrastruktur entwickelt: die Next Generation Station.
Alle Beiträge von Dr.-Ing. Joachim Winter
Ein Betriebskonzept für den internationalen Güterverkehr
Das DLR erforscht zukunftsweisende Zugkonzepte. Die Hauptziele sind hierbei die Verkürzung der Reise- und Transportzeiten bei geringem spezifischen Energiebedarf, Lärmreduktion, Komfortsteigerung, Verbesserung der Fahrsicherheit und Verringerung des Verschleißes sowie der Lebenszykluskosten und Erhöhung der Umweltverträglichkeit. Darauf basierend wurde ein Betriebskonzept für die Züge der Next-Generation-Train-Familie entwickelt.
Ein Doppeldecker geht durch das britische Nadelöhr
Im Jahre 2014 hat das Innovations-Programm des britischen RSSB – Rail Safety and Standards Board – einen Wettbewerb unter dem Motto „Tomorrow´s Train Design Today“[1] ausgeschrieben, dessen Ziele unter anderem die Erstellung eines Schienenfahrzeugkonzeptes zur Steigerung der Streckenkapazität, die Verringerung des CO2-Ausstoßes und die Erhöhung des Fahrgastkomforts sowie kostenwirksame innovative Ideen für den Personenverkehr sind. Das Andreas Vogler Studio hat sich daraufhin mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. zusammengeschlossen, um seine Design-Kompetenzen mit den Erkenntnissen aus dem Projekt „Next Generation Train“ zu vereinen.
Ein ganzheitlicher Ansatz für den Hochgeschwindigkeitsverkehr
Die weltweit ständig steigende Mobilität beschert ein ständig wachsendes Verkehrsaufkommen durch berufsbedingte Reisen. Eine Folge ist die Zunahme des Kraftfahrzeug- und Luftverkehrs. Erklärtes Ziel der Europäischen Union und vieler anderer Länder ist, die Zahl der Kurzstreckenflüge zu reduzieren. Dem seither umweltschonendsten Verkehrsmittel, der Eisenbahn, werden die Herausforderungen zugewiesen, Reisezeiten zu verkürzen und mehr Komfort und Dienstleistungen anzubieten. Deshalb gibt es weltweit Bestrebungen, für den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Eisenbahnen ein Streckennetz aufzubauen, zu ertüchtigen oder auszubauen. Das hier vorgestellte Konzept für einen Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehr ist ein systemischer Lösungsansatz.
Das Allrad-Fahrzeug unter den HGV-Zügen
Das grundlegende Konzept eines Schienenfahrzeuges wird maßgeblich durch die Anordnung der Fahrwerke beeinflusst. Derzeit werden Einzelwagen im Hochgeschwindigkeitsverkehr durchgehend mit Drehgestellen ausgeführt, obgleich der Einsatz von Einzelfahrwerken ein hohes Leichtbaupotenzial sowie eine optimierte Bauraumausnutzung bietet. Der Einsatz mechatronischer Einzelräder ermöglicht darüber hinaus eine Verbesserung des Fahrkomforts und eine Reduktion des Verschleißes.
Fahrgastkomfort im Zug der Zukunft
Um den weit verbreiteten Betrachtungen zur Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit Sinn zu geben, muss der Verkehrsträger Bahn für Reisende und Speditionen so attraktiv gemacht werden, dass er gern in Anspruch genommen wird. Das Forschungsprojekt Next Generation Train (NGT) stellt den Bahnreisenden deshalb in den Mittelpunkt seiner angewandten Forschung. Forscher aus neun DLR-Instituten bearbeiten in einem interdisziplinären Ansatz die Schlüsselfragen zum modernen Fahrgastkomfort und zu signifikant reduzierten Reisezeiten. Um zu neuen Lösungen zu kommen, sind Vorgaben aus der Vergangenheit kein Maßstab, sondern Grund für notwendige Änderungen. Die Untersuchungen zeigen die Potenziale des Verkehrsträgers Bahn auf und sind für ergänzende Fragestellungen aus der Kooperation mit der Bahnindustrie offen.
Next Generation Train – Zug der Zukunft
Allgemein bekannt ist, dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. auf den Gebieten Raumfahrt und Luftfahrt forscht und entwickelt. Weniger bekannt ist, dass das DLR seit etwa zehn Jahren auch auf den Gebieten Energie und Verkehr und neuerdings Sicherheit angewandt forscht. Die Verkehrsforscher kümmern sich neben dem Straßenverkehr verstärkt um einen modernen Schienenverkehr. Im Forschungsprojekt Next Generation Train nutzen Forscher aus neun DLR-Instituten einen interdisziplinären Ansatz, um die Schlüsselfragen zu klären, die sich bei einem zukünftigen Schienenfahrzeug ergeben, das sicher, komfortabel, umweltfreundlich und mit signifikant reduzierten Reisezeiten ausgelegt werden soll. Das Projekt begann im Jahre 2007 und ist bis Ende 2013 unter Aufsicht der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert.