Angesichts von Fahrgastrekorden und zunehmender Bautätigkeit im Netz ist die Herausforderung, die Pünktlichkeit zu verbessern, größer denn je.
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Fahrzeugumbau & -Redesign
Neuigkeiten vom Regionalzug der Zukunft
Auf der diesjährigen InnoTrans haben DB Regio und die Südostbayernbahn die Weiterentwicklung des Ideenzugs vorgestellt, die auf umfangreichen Tests und Kundenbefragungen basiert.
Evolution eines Regionaltriebzuges
Bei seiner Markteinführung im Jahr 2004 war Stadler‘s FLIRT, Kurzform von Flinker-Leichter-Innovativer-Regionaltriebzug, die Innovation im Regionalverkehr. Inzwischen wurde der FLIRT in 13 Länder mit einer aktuellen Stückzahl von insgesamt 770 Fahrzeugen verkauft, wobei der deutsche Markt mit einem bedeutenden Anteil von über 30 Prozent verkaufter bzw. bereits in Betrieb befindlicher Fahrzeuge wesentlich zum Erfolg beiträgt. Im Verlauf dieser Zeit ist das Fahrzeugkonzept kontinuierlich und behutsam an die sich ständig ändernden Herausforderungen des Marktes angepasst worden, so dass bei aktuellen Fahrzeugprojekten nun die 3. Generation angeboten wird.
DB Fernverkehr AG modernisiert IC-Flotte
Zwischen 2012 und Ende 2014 werden rund 770 Reisezugwagen grundlegend modernisiert. Nach Abschluss des Modernisierungsprogramms profitiert ein Großteil der Kunden im IC-Netz von mehr Komfort und besserem Erscheinungsbild auch abseits der Top-ICE-Relationen.
Großprojekt Redesign ICE-1
Eines der herausragenden aktuellen Projekte für die DB Fahrzeuginstandhaltung sind Revision und Redesign der ICE-1 Flotte der Bahn, die gegenwärtig im Werk Nürnberg durchgeführt werden und bis 2008 beendet sein sollen. Rund 400 Millionen Kilometer – das ist knapp die dreifache Entfernung von der Erde zur Sonne – haben die ICE-1-Züge seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1991 bereits zurückgelegt. Nach 15 Jahren im Betrieb unterzieht die Deutsche Bahn die erste Generation ihrer Hochgeschwindigkeitsflotte jetzt einer umfassenden Modernisierung. Jahr für Jahr ist jeder der 59 Triebzüge mehr als 500.000 Kilometer unterwegs. Damit sind sie im internationalen Vergleich Spitzenreiter mit zentraler Bedeutung für den Personenverkehr der Bahn.
ET 420 Plus
Kreative Ideen sind gefragt, wenn es bei DB Regio darum geht, den Bestellern von Nahverkehrsleistungen attraktive Angebote zu unterbreiten. Neben zeitgemäßem Komfort für die Reisenden sollen die Kosten für die Verkehrsleistungen möglichst günstiger werden. Neuanschaffungen von Fahrzeugen sind meist zu teuer, denn die Regionalisierungsmittel der Länder werden knapper. DB Regio hat jetzt beispielhaft das Projekt Redesign ET 420 Plus aufgesetzt. Ziel ist es, zunächst speziell für den Verband Region Stuttgart aus bewährten Altfahrzeugen zeitgemäße, technisch modernisierte Fahrzeuge zu machen, die einen wirtschaftlichen, zuverlässigen Betrieb ermöglichen. Diese Redesign-Fahrzeuge sind Neufahrzeugen durchaus ebenbürtig, und das zu einem Viertel der Kosten, die man für einen neuen Zug ausgeben müsste. Mit diesem Konzept will DB Regio die Stuttgarter, die jetzt den Verkehrsvertrag für das S-Bahn-Netz ausgeschrieben haben, wirtschaftlich überzeugen und die Chancen für den Zuschlag erhöhen.