Die Entwicklung des deutschen und auch des europäischen Eisenbahnsystems basiert auf dem Grundsatz, die hohe Sicherheitsleistung des Verkehrsmittels Bahn beizubehalten und, soweit vertretbar, weiter zu verbessern. Der vorliegende Artikel erläutert die im Europarecht festgelegten Grundlagen zu den Sicherheitsberichten der Eisenbahnunternehmen.
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Sicherheitsmanagement
Rucksteuerung: Komfortanforderung mit rechtlichen Auswirkungen
Automatisiertes Fahren bietet dem Verkehrsträger Schiene große Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Digitalisierung birgt erhebliches Potenzial, die Sicherheit des Systems Bahn weiter zu erhöhen. Die rasante technologische Entwicklung wirft allerdings immer wieder auch rechtlich und ethisch unklare und umstrittene Fragen auf.
Der Eisenbahnbetriebsleiter – Institution mit Vorbildcharakter
Aktuelle Entwicklungen im Regelwerk und Sicherheitsmanagement der Eisenbahnen standen auf dem Programm des 12. Kongresses für Betriebsleiter und Sicherheitsmanager, zu dem DB Training, Learning & Consulting im November in Leipzig eingeladen hatte. Mit einer Exkursion auf und entlang der Neubaustrecke von Erfurt nach Halle bzw. Leipzig hatte sich der Gastgeber darüber hinaus etwas Besonderes für die Teilnehmer einfallen lassen.
Sicherheitsexperten auf den neuesten Stand gebracht
DB Training, Learning & Consulting, der Bildungs- und Beratungsdienstleister der Deutschen Bahn AG, hat auf seinem 11. Kongress für Eisenbahnbetriebsleiter und Sicherheitsmanager im November in Hamburg die Teilnehmer über die neuesten sicherheitsrelevanten Entwicklungen im täglichen Eisenbahnbetrieb informiert. Unter dem Motto „Prozesse im Betrieb eines Eisenbahnverkehrsunternehmens und in der Infrastruktur sicher gestalten“ standen auf der zweitägigen Veranstaltung unter anderem die weit reichenden Änderungen im betrieblichen Regelwerk der DB Netz AG durch die anstehende Neuherausgabe der Richtlinie 408 und die daraus resultierenden Folgen für Eisenbahnverkehrsunternehmen im thematischen Fokus.
Grundbegriffe für Sicherheits- und Risikobetrachtungen
In den beiden ersten Teilen dieser Beitragsreihe (Deine Bahn 12/2013, S. 18 ff. und 3/2014, S.49 ff.) wurden die für Sicherheits- und Risikobetrachtungen elementaren Begriffe eingeführt, erläutert und gegeneinander abgegrenzt. In diesem dritten Teil werden mit der „Systemdefinition“ und der „Gefährdungsidentifikation“ zwei wesentliche Arbeitsschritte vorgestellt, die der Betreiber einer Eisenbahn, sei es als Infrastruktur- oder als Verkehrsunternehmer, durchzuführen hat, wenn er neue Systeme einführen oder an bestehenden Systemen entsprechend der CSM-Verordnung „signifikante“ Änderungen vornehmen möchte. Ferner werden die drei Risikoakzeptanzprinzipien erläutert, mit denen sichergestellt werden soll, dass neue oder veränderte Systeme einem allgemein akzeptierten Sicherheitsniveau entsprechen.
Safety Integrity und Security Level – zwei Seiten derselben Münze
Das Thema IT-Sicherheit hat in jüngster Zeit auch in der Leit- und Sicherungstechnik für Eisenbahnen einige Aufmerksamkeit erfahren, wie zahlreiche Fachartikel und -vorträge dazu belegen. Dieser Aufsatz ergänzt die bereits erschienene Einführung der Autoren in das Thema um einige wichtige technische Gesichtspunkte (siehe Deine Bahn 7/2013, Seite 20ff.). Im Zentrum steht dabei die Bewertung der (signaltechnischen) Sicherheit (Functional Safety) im Vergleich zur IT-Sicherheit (IT Security).
Grundbegriffe für Sicherheits- und Risikobetrachtungen
In dem in Deine Bahn 12/2013, Seite 18ff veröffentlichten ersten Teil dieses Beitrags wurde zunächst der Begriff „Risiko“ definiert. In diesem zweiten Teil wird intensiver auf den Begriff „Gefährdung“ eingegangen und beschrieben, welche Bedeutung er für die Risiko- und Sicherheitsanalyseprozesse besitzt. Anschließend werden die Unterschiede zu den Begriffen „Unfall“ und „Fehler/Ausfall“ herausgearbeitet. Im Hinblick auf eine systematische Identifikation der Gefährdungen wird der Zusammenhang zwischen „Gefährdung“ und „Funktion“ hergestellt. Die Bezüge des sich daraus bei Risiko- und Sicherheitsbetrachtungen ergebenden Verfahrens zur CSM-Verordnung und des damit verbundenen Vorgehens werden dargestellt.
DB Training informiert über Sicherheit im System Bahn
Auf dem 10. Kongress für Eisenbahnbetriebsleiter und Sicherheitsmanager informierte DB Training, Learning & Consulting, der Qualifizierungs- und Beratungsanbieter des DB-Konzerns, die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen im Sicherheits- und Risikomanagement der Eisenbahnen. 120 Bahnexperten waren dafür am 5. und 6. November in die brandenburgische Hauptstadt Potsdam gekommen. Neben zahlreichen Vorträgen und Workshops unter dem Motto „Sicherheit im System – sicher im Handeln“ nahmen sie auch den Bahnhof auf dem im Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg in Augenschein.
Grundbegriffe für Sicherheits- und Risikobetrachtungen
Die Begrifflichkeiten von Sicherheits- und Risikoanalysen gewinnen im Rahmen der Sicherheitsarbeit der Eisenbahnen immer weiter an Bedeutung. Mit diesem Beitrag soll ein Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Modellbildung und praktischer Anwendung geleistet werden. Es werden elementare Begriffe in möglichst anschaulicher Weise erklärt und die zwischen ihnen bestehenden Zusammenhänge erläutert.
DB Training setzt Impulse für Sicherheitsexperten
Die europäische Gesetzgebung und ihre Auswirkungen auf Risikomanagement und Sicherheitskultur der Eisenbahnen bestimmten das Programm des 6. Internationalen Sicherheitskongresses von DB Training, Learning & Consulting am 19. und 20. März in Hamburg. So wurde den Teilnehmern während der zweitägigen Veranstaltung Hintergrundwissen zur Umsetzung aktueller EU-Richtlinien und zur Weiterentwicklung der „Common Safety Methods“ vermittelt. In den Mittelpunkt der Vorträge und anschließenden Diskussionen rückten dabei die Rolle der Mitarbeiter bei der Umsetzung von Sicherheitszielen und die Herausforderungen, vor denen die Unternehmen bei der Rekrutierung und Qualifizierung geeigneten Personals stehen.
Der Eisenbahnbetriebsleiter und seine Verantwortung
In der Organisation der Eisenbahnunternehmen laufen die Fäden zur Gewährleistung des sicheren Eisenbahnbetriebs traditionell beim Betriebsleiter zusammen. Bei Nichtbundeseigenen Eisenbahnen war das Institut des Betriebsleiters seit jeher in den einschlägigen Landesgesetzen verankert. Für die – bis 1994 als Behörde geführten – Eisenbahnen des Bundes wurde die Pflicht zur Ernennung eines Betriebsleiters im Jahre 2000 mit Erlass der für alle öffentlichen Eisenbahnen geltenden „Verordnung über die Bestellung und Bestätigung sowie die Aufgaben und Befugnisse von Betriebsleitern für Eisenbahnen (Eisenbahnbetriebsleiterverordnung – EBV)“ normiert.
Schlüsselrolle für die Sicherheit des Systems Bahn
Dieser Artikel fasst aktuelle Erkenntnisse der Unfallursachenforschung zusammen und diskutiert sie hinsichtlich des möglichen Verbesserungspotenzials für die Eisenbahntechnik. Ein wichtiges Ergebnis, das auch durch ein konkretes Beispiel untermauert wird, ist die Schlüsselrolle der Sicherheitskultur nicht nur für die Eisenbahntechnik, sondern für die Sicherheit des Gesamtsystems Eisenbahn. Die grundsätzlichen Einflussfaktoren auf die Sicherheitskultur eines Unternehmens werden dargestellt, und es wird aus eigener Erfahrung berichtet, mit welchen Maßnahmen eine positive Sicherheitskultur unterstützt werden kann.