Mit einem ganzheitlichen Ansatz ist es der Südostbayernbahn gelungen, ein Ausbauvorhaben im Bayerischen Chemiedreieck praktisch ohne Auswirkungen auf die Endkunden zu realisieren.
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Trassenmanagement
Vermarktungskapazität – wie viel Qualität verträgt der Markt?
Zentrale Aufgabe im Projekt „Optimierung Trassenzuweisung“ der DB Netz AG ist die Entwicklung eines marktgerechten Fahrplans, der unter typischen Abweichungen im Betriebsablauf stabil bleibt.
Weiterentwicklung des Trassenpreissystems
Das gegenwärtige Trassenpreissystem ist vielleicht nicht bei allen Eisenbahnverkehrsunternehmen beliebt, aber es wird von allen akzeptiert. Gleichwohl macht eine Änderung des europäischen Rechtsrahmens die Weiterentwicklung zwingend erforderlich. Der nachfolgende Beitrag dokumentiert den aktuellen Stand zur Weiterentwicklung des Trassenpreissystems der DB Netz AG.
Das Trassenpreissystem der DB Netz AG
Die DB Netz AG stellt als größter Betreiber von Schieneninfrastruktur in Deutschland Verkehrswege zur Verfügung. Auf diesen rund 34.000 Kilometer Schienenwegen sind derzeit über 360 Eisenbahnverkehrsunternehmen mit ihren Schienenfahrzeugen unterwegs. Diese hohe Zahl an Nutzern ist europaweit einzigartig und zeugt von einer erfolgreichen Marktöffnung. Der folgende Beitrag stellt das Trassenpreissystem ab 2013 vor.
Änderungen von angemeldeten Trassen
Auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sind inzwischen ca. 300 Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig. Damit nimmt Deutschland bezüglich des Marktzugangs zu den Schienennetzen den europäischen Spitzenplatz ein. Die Verkehrsunternehmen bestellen bei der DB Netz AG in jedem Jahr rund 850.000 Trassen, um die erforderlichen Schienenverkehre durchführen zu können. Davon entfallen etwa 49.000 Trassen auf den Regelverkehr des Jahresfahrplans und 800.000 Trassen auf unterjährig angemeldete Gelegenheitsverkehre (für den Jahresfahrplan 2006 wurden 48.617 Trassen des Regelverkehrs angemeldet).
Aus diesen Trassenanmeldungen entsteht ein jährliches Volumen von rund einer Milliarde Trassenkilometern, die auf dem Schienennetz der DB Netz AG abgewickelt werden. Bei dieser großen Menge ist es leicht nachvollziehbar, dass hier kein starres System vorliegen kann: Transportbedarf kann sich nach Anmeldung einer Trasse verändern. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen müssen daher auf neue Marktgegebenheiten reagieren und die zur Abwicklung des neuen Bedarfs erforderlichen Trassen ab ändern können. Der folgende Artikel beschreibt, wie Änderungsbestellungen von Trassen abgewickelt werden und wie dies zu entgelten ist.
Stornierung von Trassen
Der folgende Beitrag beschreibt, wie eine Stornierung von Trassen abgewickelt wird und welche Entgelte dafür berechnet werden. Die dargestellten Inhalte betreffen die Aufgabengebiete der Mitarbeiter aus dem Bereich Fahrplan von Railion, DB Regio, DB Fernverkehr sowie der DB Netz AG. Die Informationen sind auch verwendbar für Mitarbeiter aus den Bereichen Controlling/(Linien-)monitoring.
Die Zu- und Abschläge des Trassenpreissystems
Von den drei preisbestimmenden Komponenten des Trassenpreissystems (TPS) der DB Netz AG wurden bereits zwei in den beiden vorangegangenen Ausgaben von „Deine Bahn“ beschrieben: das den Grundpreis des TPS bestimmende erste Modul Streckenkategorie und Auslastung sowie das den Produktfaktor bestimmende Modul Trassenprodukte. Der nachfolgende Beitrag erläutert das dritte Modul, die Zu- und Abschläge. Wie bereits in den vorangegangenen Ausgaben dargelegt, hat der jeweilige Nutzer in allen drei Modulen die Möglichkeit, durch eigene Entscheidungen auf die Preis- und Leistungsgestaltung Einfluss zu nehmen.
Die Trassenprodukte
Das Trassenpreissystem (TPS) der DB Netz AG basiert auf der zum 1. April 2001 eingeführten Struktur. Diese sieht drei preisbestimmende Komponenten, die so genannten Module des Preissystems vor. Das den Grundpreis des TPS bestimmende erste Modul Streckenkategorie und Auslastung wurde in der letzten Ausgabe vorgestellt. Auf diesen Grundpreis wirken die beiden anderen Module des Trassenpreissystems ein: Das Modul Trassenprodukte, das den Produktfaktor bestimmt, sowie das Modul Zu- und Abschläge, das (je nach Bedarf des Kunden) möglicherweise über Sonderfaktoren auf den Trassenpreis Einfluss nimmt. Wie bereits in der vorangegangenen Ausgabe dargelegt, hat der jeweilige Nutzer in allen drei Modulen die Möglichkeit, durch eigene Entscheidungen auf die Preis- und Leistungsgestaltung Einfluss zu nehmen.
Grundsätze Streckenkategorien und Auslastung
Die DB Netz AG betreibt und unterhält das insgesamt etwa 36.500 Kilometer lange Schienennetz der Deutschen Bahn. Sie ist Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und hat die Pflicht, dieses Schienennetz jedem potenziellen Nutzer zur Verfügung zu stellen. Diese Pflicht, einen Netzzugang diskriminierungsfrei, das heißt ohne Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Nutzer herzustellen, basiert auf der Gesetzgebung der Europäischen Union und gilt für alle EIU in den Mitgliedsstaaten gleichermaßen. Für den Betrieb und den Unterhalt des Schienennetzes darf das EIU ein angemessenes Entgelt berechnen, das es ihm ermöglicht, das Streckennetz kostendeckend zu betreiben. Die DB Netz AG berechnet daher Entgelte für die Nutzung des Streckennetzes, die den jeweiligen Nutzern in Rechnung gestellt werden. Diese Entgelte werden im folgenden Beitrag näher betrachtet.