In der Reihe Aktuelles aus der Arbeit der OSShD: die Modernisierung des Euroterminals im polnischen Sławkow, das Engagement der russischen Bahnen in der Mongolei und das Transport- und Logistikforum in
Sotschi.
Alle Beiträge von Reiner Rodig
Güterverkehr zwischen Europa und Asien wächst weiter
Die OSShD auf dem Weg der Erneuerung: eine Kurzcharakteristik
Die auf die Zusammenarbeit im Eisenbahnwesen spezialisierte Organisation arbeitet an der Gestaltung des grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehrs in Osteuropa und Asien.
Aktuelles aus der Arbeit der OSShD
Die Organisation für die internationale Zusammenarbeit der Bahnen im euro-asiatischen Raum blickt zurück auf das Arbeitsjahr 2019.
Die Wiederentdeckung der Seidenstraße
Neuerlich hört man immer wieder den Begriff „Seidenstraße“ bzw. „Silk Road“ oder auch „Neue Seidenstraße“. Dabei geht es um die kontinental übergreifende Entwicklung und den Bau von Infrastruktur für die Schiene, mit dem Ziel, Wirtschaftsgürtel über mehrere Länder mit Hilfe neuer Verkehrsinfrastruktur attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen.
Abzug der Truppen der Russischen Föderation
Vor 20 Jahren verließ der letzte russische Soldat, Generaloberst Burlakow, letzter Oberkommandierender der Westgruppe der russischen Streitkräfte in Deutschland, Berlin.
Neuer Schienenweg im Güterverkehr von Europa nach Asien
Der paneuropäische Korridor X ist der kürzeste Schienenweg auf der südosteuropäischen Route. Zwar hat dieser Korridor durch die politischen Veränderungen auf dem Balkan an Kundeninteresse verloren, jedoch nicht an wirtschaftlicher Bedeutung für den Schienengüterverkehr. Das Projekt Bosphorus Europe Express „25“ strebt nun eine neue Transportlösung für Schienengüterverkehre zwischen Asien und Europa an.
Die Ukrainische Eisenbahn UZ
Die Ukraine ist heute vor allem ein Transitland zwischen Mitteleuropa und der kaukasischen Region sowie zwischen Südeuropa und Russland. Hauptverkehrsträger in der Ukraine ist die Eisenbahn, gefolgt vom Straßenverkehr und der Binnenschifffahrt.
Die Verkehrsinfrastruktur der Ukraine besitzt aus Zeiten der Sowjetunion eine starke Nord-Süd-Orientierung. Das Land ist daher seit seiner Unabhängigkeit bestrebt, die Infrastruktur in der West-Ost-Orientierung zu verbessern und die Verbindungen zu Ländern wie Polen, Slowakei und Ungarn zu forcieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Paneuropäischen Korridore III (Berlin/Dresden – Wroclaw – Krakow – Lwiw – Kiew) und Korridor V (Kosice – Tschop – Lwiw und Budapest – Tschop – Lwiw).
Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklung der Eisenbahn, über den Status Quo und die aktuellen Bestrebungen im Rahmen der auf den Weg zu bringenden Reformen im Eisenbahnsektor der Ukraine.
Wichtige Transitbahn in Richtung Asien und Fernost
Belorussland, amtlich auch kurz „Belarus“ genannt, wird in Deutschland oft mit dem Namen Weißrussland bezeichnet. Das Land liegt in der osteuropäischen Ebene und wird von Hügelketten der eiszeitlichen Endmoränen (Weißrussischer Höhenrücken) begrenzt und von den mächtigen naturbelassenen Flüssen Dnjepr und Pyprat durchzogen.
Über eine Fläche von über 207 Tsd. Quadratkilometern verteilen sich ca. 10 Millionen Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von ca. 50 Einwohner pro Quadratkilometer (zum Vergleich: Die Bundesrepublik hat 231 Einwohner pro Quadratkilometer).
Die Kasachische Eisenbahn: Aufstrebende Eisenbahn im Zentrum Eurasiens
Die Republik Kasachstan liegt auf der Grenze zweier Kontinente, des europäischen und des asiatischen. Das geographische Zentrum des europäisch-asiatischen Subkontinents liegt in Kasachstan am Schnittpunkt des 78. Längen- und des 50. Breitengrades.
Mit einer Größe von 2,7 Millionen Quadratkilometern ist Kasachstan das neuntgrößte Land der Erde und hat eine Fläche, die fast achtmal so groß ist wie die Bundesrepublik. Das Territorium des Landes erstreckt sich über 3.000 Kilometer vom Unterlauf der Wolga im Westen bis zum Fuße des Altaigebirges im Osten, und über 2.000 Kilometern von der Westsibirischen Tiefebene im Norden bis zur Wüste Kysylkum und dem Tienschangebirge im Süden. Die riesigen Entfernungen haben zur Folge, dass sich Kasachstan über zwei Zeitzonen ausdehnt.
Trotz der großen Fläche hat Kasachstan nur 15,2 Mio. Einwohner und mit 5,57 Einwohnern pro Quadratkilometer einer sehr geringe Bevölkerungsdichte (zum Vergleich: Die Bundesrepublik hat 231 Einwohner pro Quadratkilometer).
Kasachstan verfügt über ein ausreichend entwickeltes Verkehrssystem. Der Eisenbahn kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Auf sie entfallen mehr als 68 Prozent der gesamten Gütertransportleistungen und über 57 Prozent der Personenbeförderungsleistungen. Beim Transport von Massengütern wie Kohle, Erz, Metalle und Getreide gibt es keine realistische Alternative zur Eisenbahn. Die Bahn hat 125 Tsd. Beschäftigte, das entspricht fast 1 Prozent der Gesamtbevölkerung Kasachstans.
Die Nachbarbahnen der Kasachische Eisenbahn sind die Russische, die Chinesische, die Kyrgysische und die Turkmenische Eisenbahn.
Die OAO Russische Eisenbahnen RZD
Wenn man von russischer Eisenbahn spricht, denkt man an Moskau, Transsibirische Eisenbahn und unendliche Weiten. Russland ist mit einer Fläche von 17.075.400 km2 immerhin fast 50-mal größer als Deutschland. Das verdeutlicht die Herausforderungen, die an die Verkehrswege gestellt werden. Die historische und die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Entwicklung Russlands wurden und werden wesentlich durch die Eisenbahn mitbestimmt. 9288 km Länge misst allein die Transsibirische Eisenbahnroute von Moskau bis Wladiwostok/Nachodka im Fernen Osten. Sie ist das Herzstück des russischen Eisenbahnnetzes; 11 Zeitzonen und mehrere Klimazonen müssen vom Start bis zum Ziel durchquert werden. Wenn im Fernen Osten der Feierabend lacht, hat die Arbeit im westlichen Russland eben erst begonnen. Riesig, wie die Ausdehnung des Landes, sind auch die Herausforderungen an die Russische Eisenbahn.