Deine Bahn 04/2016
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Inhalt
Editorial
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Blick in die Ausgabe
Editorial 04/2016
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
eine leistungsfähige Bahninfrastruktur ist ein wichtiges Rückgrat des modernen Industriestandortes Deutschland. Daher haben Deutsche Bahn und Bundesregierung ein ambitioniertes Programm in Gang gebracht, um das Bestandsnetz zu ertüchtigen und jene Verfügbarkeit zu gewährleisten, die Verkehrswachstum und gestiegene Mobilitätsbedürfnisse erfordern. In der Folge nimmt temporär die Bautätigkeit an Fahrwegen und Bahnanlagen im gesamten Bundesgebiet rapide zu.
Volker Bilgram, Leiter Produktionsplanung und -steuerung bei DB Netz, fasst in unserem Leitartikel zusammen, wie die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung die Fortentwicklung des Schienennetzes auf eine neue Stufe hebt und wo die Schwerpunkte von Investitionen und Bauvorhaben in 2016 und den kommenden Jahren liegen. Ein weiterer Beitrag erläutert, wie der Bahnhof Erfurt im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit zum Knotenpunkt im deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz ausgebaut wird.
Mit dieser Ausgabe beginnen wir eine Serie von Artikeln, in denen wir verschiedene nichtbundeseigene Bahnunternehmen vorstellen. Zum Auftakt erscheint ein Porträt der Nordwestbahn mit Sitz in Osnabrück. Außerdem erwarten Sie Berichte von der Eisenbahntechnischen Fachtagung des VDEI und dem Railway Forum sowie ein Artikel, der sich mit den Risiken und den Regeln im Umgang mit sensiblen Daten am Arbeitsplatz beschäftigt.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
Bauen bei der Deutschen Bahn im Jahr 2016
Die Bahn ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. So ist die Bahn mit 2,4 Milliarden Fahrgästen und 369 Millionen Tonnen transportierten Gütern ein unverzichtbarer Teil der Mobilitätskette. Dieses Netz muss modern, attraktiv und leistungsfähig sein. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2009 mit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn und Bund ein milliardenschweres Modernisierungsprogramm für die Schieneninfrastruktur aufgesetzt.
Eisenbahnknoten Erfurt: Ausbau für die Zukunft
Der Erfurter Hauptbahnhof und seine Gleisanlagen werden modernisiert, um die optimale Einbindung der Aus- und Neubaustrecken des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit 8.1. und 8.2 gewährleisten zu können. Hier entsteht auf einer fünf Kilometer langen Baustelle im Stadtgebiet bis zur Inbetriebnahme der Neubaustrecken 2017 ein modernes ICE-Kreuz.
Ökologische Innovation für die Gleisinstandhaltung
Die Deutsche Bahn AG hat mit DB2020 eine Konzernstrategie mit dem Ziel einer nachhaltigen, strategischen Entwicklung im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Soziales entwickelt. Die Fahrweg-instandhaltung wird dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Zwei Innovationen, die exakt in diese Richtung zielen, werden hier vorgestellt: Gleisbaumaschinen mit elektrischem Hybridantrieb und eine Bettungsreinigungsmaschine, die nonstop durch Weichen arbeiten kann. Die Hybridmaschinen zielen auf Emissionsreduktion und Energieeffizienz ab, während die Bettungsreinigung in Weichen zur Schonung der Ressourcen beiträgt. Beide Entwicklungen sind bedienerfreundlich und arbeiten wirtschaftlich.
Beschleunigte Bogenfahrt durch Überhöhungsfehlbeträge
Seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist die Deutsche Bahn AG, respektive ihr westdeutscher Vorgänger, die Deutsche Bundesbahn, bestrebt, Bogengeschwindigkeiten durch einen maximalen Überhöhungsfehlbetrag bis 150 Millimeter zu erhöhen. Die Rahmenbedingungen dafür sind bereits seit den 1990er-Jahren geschaffen. Die Anzahl der Anwendungen im Bereich der heutigen DB Netz AG ist jedoch marginal. Im Rahmen einer Masterarbeit des neuen Weiterbildungsstudiengangs Europäische Bahnsysteme (siehe Deine Bahn 1/2016) wurden nun die regulatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen für die generelle Anwendung von Überhöhungsfehlbeträgen von größer 130 bis 150 Millimeter ermittelt.
Neuauflage DB-Fachbuch Systemwissen Eisenbahn
Die 2. überarbeitete und erweiterte Auflage des Fachbuchs beschreibt das Eisenbahnsystem in seiner Gesamtheit und stellt die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Teilbereichen dar. Dabei wird die Funktionsweise der wesentlichen Systemkomponenten Eisenbahnbetrieb, Eisenbahnfahrzeuge und Eisenbahninfrastruktur erläutert sowie auf die verschiedenen Verkehrsarten eingegangen. Systemwissen Eisenbahn ist ein unentbehrliches Nachschlagewerk für jeden Eisenbahner und ein praktischer Helfer für Berufsanfänger und Quereinsteiger in die Bahnbranche. Der Autor Jürgen Janicki stellt in einem Auszug zum Thema Fahrweg das DB-Fachbuch vor.
Eisenbahnkrane
Die Rahmenbedingungen für Arbeiten im Gleisbereich sind in der Regel schwierig und stellen enorme Anforderungen an die Logistik und das eingesetzte Gerät. Bahnanlagen sind von Straßen und Wegen abgeschnitten und deshalb schwer erreichbar. Die zu hebenden Lasten weisen meist ein hohes Eigengewicht auf. Erschwerend hinzu kommt eine große Zahl von Hindernissen, wie beispielsweise Fahrleitungs- oder Signalanlagen sowie der große Zeitdruck, unter dem die Arbeiten stattfinden. Hier helfen speziell an die Eisenbahnumgebung angepasste Krane weiter.
15 Jahre Erfolg auf der Schiene
Die blau-gelben Triebwagen der NordWestBahn sind aus dem Landschaftsbild von Deutschlands Nordwesten und dem vieler Bahnhöfe kaum mehr wegzudenken. Mit mittlerweile gut 200 bedienten Haltepunkten verbinden die Züge des Unternehmens mit Sitz in Osnabrück den gesamten Nordwesten Deutschlands und sind nunmehr in Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen unterwegs. Damit hat sich die NordWestBahn seit der Gründung im Jahr 1999 zu einem der größten Eisenbahnunternehmen in Deutschland entwickelt.
Der Bahnübergang
Der Bahnübergang ist eine höhengleiche Kreuzung von Eisenbahnen mit Straßen, Wegen und Plätzen. Übergänge, die nur dem innerdienstlichen Verkehr dienen, und Übergänge für Reisende gelten nicht als Bahnübergänge. Nach den Vorschriften der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung sind Bahnübergänge nur auf Bahnstrecken zugelassen, auf denen eine Höchstgeschwindigkeit der Züge von 160 Kilometern pro Stunde nicht überschritten wird.