Die TU Braunschweig hat mit der „Prozesslandschaft Bahnbetrieb“ ein Modell zur Harmonisierung von Betriebsverfahren und der dazugehörigen Begriffe entwickelt.
Alle Beiträge zum Thema
Entwicklung der Interoperabilität
Ein wichtiger Schritt für mehr Harmonisierung im europäischen Bahnsektor
Mit der Umsetzung der technischen Säule des Vierten Eisenbahnpaketes werden die Prozesse bei der Fahrzeugzulassung schlanker und effizienter.
Das Vierte Eisenbahnpaket kommt (Teil 1)
Ein Überblick über die Kerninhalte des Paketes, das neue Genehmigungsverfahren für Schienenfahrzeuge und die Rolle des Eisenbahn-Bundesamtes.
Weiterentwicklung der TSI für Verkehrsbetrieb und -steuerung
Die Technische Spezifikation Interoperabilität Verkehrsbetrieb/Verkehrssteuerung kann mittlerweile
auf eine mehr als 15-jährige Geschichte zurückblicken. Gleichzeitig hat der Abstand zwischen den durchgeführten Aktualisierungen (im Fachjargon als Revisionen bezeichnet) immer mehr abgenommen. Derzeit warten zwei neue Versionen auf ihr Inkrafttreten; eine weitere Revision hat im September begonnen. Anlass genug, die bisherige und zukünftige Entwicklung einer genaueren Betrachtung zu unterziehen.
Eisenbahnsysteme technisch harmonisieren
Kern der europäischen Leitlinien im Eisenbahnwesen ist die Realisierung des interoperablen Transeuropäischen Eisenbahn-Netzes (TEN). Interoperabel bedeutet das EU-weite Herstellen und Betreiben von technisch harmonisierten Eisenbahnsystemen. Voraussetzung dafür sind gleichartig ausgerüstete Strecken und Fahrzeuge. Die dazu notwendigen grundlegenden Anforderungen werden in den Technischen Spezifikationen Interoperabilität (TSI) beschrieben. Der folgende Beitrag beschreibt die daraus resultierenden, komplexen Zertifizierungs- und Genehmigungsverfahren am Beispiel der grenzüberschreitenden Inbetriebnahme der Oderbrücke zwischen Frankfurt/Oder und Slubice.
Zugbeeinflussungssysteme an Ländergrenzen
Die Schaffung eines einheitlichen Zugbeeinflussungssystems in Europa ist zwar grundsätzlich beschlossen, Aufgrund der hohen Investitionskosten und der Komplexität ist ein Realisierungszeitpunkt noch nicht in Sicht. Bis diese erfolgt ist, sind beim Passieren von Ländergrenzen im innereuropäischen Schienenverkehr Verfahren notwendig, die gewährleisten, dass Züge unterschiedliche Netze mit dem jeweils vorgeschriebenen Zugbeeinflussungssystem befahren können. Derzeit gewinnt im Rahmen des länderübergreifenden Einsatzes von Triebfahrzeugen und Triebzügen die automatische Umschaltung an den Systemübergängen zunehmend an Bedeutung.
Systemwechsel
Parallel zum politischen Zusammenwachsen der Länder innerhalb der EU steigt auch der Waren- und Dienstleistungsverkehr weiter an. Da heute bei einem wesentlich höheren Anteil am Modal Split (70 Prozent Straße gegenüber 15 Prozent Schiene) das relative Wachstum auf der Straße dennoch stärker ausfällt als auf der Schiene, muss für eine Verlagerung auf die Schiene erheblich gegengesteuert werden. Die Liberalisierung und die technische Harmonisierung der Eisenbahnen in Europa sind dabei wichtige Schlüssel für die Zielerreichung. Dazu ist es erforderlich, dass Bahnverkehr künftig nach einheitlichen technischen Regeln funktioniert.
Interoperabilität im Eisenbahnverkehr in Europa
Grenzenloses Reisen in Europa? Noch vor einem Vierteljahrhundert unvorstellbar, heute alltäglich. Mit dem Auto nach Italien oder Spanien – kein Zoll, keine Passkontrolle.Auch die Eisenbahnen sollen nach dem Willen der Europäischen Union ein internationales Reise- und Transportmittel werden, um den Schienenverkehr im europäischen Markt zu stärken. Allerdings sind hier – im Gegensatz zu einer Autofahrt – noch technische Besonderheiten der jeweiligen Eisenbahnen zu berücksichtigen. Um mit einem Zug von Deutschland nach Italien zu fahren, müssen unter anderem die Sicherheitseinrichtungen, Stromstärken, Ausrüstungsgegenstände an die technischen Besonderheiten des jeweiligen Landes angepasst sein. Im Zuge dieser Entwicklung hat die Europäische Union Richtlinien für die Interoperabilität einschließlich der entsprechenden technischen Voraussetzungen herausgegeben.
Europäische Vereinheitlichung der Zugbeeinflussung
Die Europäische Zugbeeinflussung (European Train Control System, ETCS) befindet sich in der Einführung. Sechs Hersteller liefern Ausrüstungen für Strecken und Fahrzeuge. Aber kann man sich wirklich sicher sein, dass sie auch zusammenarbeiten? Europaweit abgestimmte Tests und ein Testlabor im DLR überprüfen Interoperabilität und Konformität, bevor die neuen Züge die neuen Strecken befahren.
Die Transeuropäische Eisenbahninteroperabilitäts-Verordnung (TEIV) und ihre Anwendung
Der Beitrag befasst sich in Fortsetzung der Artikel aus den Ausgaben Deine Bahn 3, 4 und 6/2007 mit den neuen Anforderungen, die sich aus der Inkraftsetzung der nationalen Rechtsverordnung „Transeuropäische Eisenbahninteroperabilitäts-Verordnung (TEIV)“ zum 14.07.2007 ergeben und die wesentliche Auswirkungen auf den EG-Zertifizierungs-/Inbetriebnahmegenehmigungsprozess haben. Im Folgenden werden die Neuerungen und Veränderungen, die sich aus der TEIV ergeben und die angepassten Verfahrensweisen im EG-Zertifizierungs- und dem nationalen Inbetriebnahmegenehmigungsprozess erläutert.
Die Anwendung der Technischen Spezifikationen Interoperabilität (TSI) der EU
Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken des Transeuropäischen Eisenbahnnetzes (TEN) ist die Durchführung von EG-Zertifizierungen Voraussetzung für die Inbetriebnahmen neuer bzw. wesentlich veränderter Eisenbahnbetriebsanlagen. Dieses Inbetriebnahmeprocedere gemäß Eisenbahn Interoperabilitätsverordnung wird vollumfänglich seit dem Jahre 2004 angewendet.
Die Anwendung der Technischen Spezifikationen Interoperabilität (TSI) der EU
Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken wurden seit dem Jahre 2004 (Berlin – Hamburg, Rastatt Süd – Ottersweiher) und insbesondere bei den Inbetriebnahmen der großen Vorhaben im Jahre 2006 (Berliner Knoten, Berlin – Leipzig, Nürnberg – München u.a.) umfangreiche Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung der EG-Prüfverfahren gewonnen. In diesem Beitrag wird die TSI-Anwendung erläutert.