Mit einem ganzheitlichen Ansatz ist es der Südostbayernbahn gelungen, ein Ausbauvorhaben im Bayerischen Chemiedreieck praktisch ohne Auswirkungen auf die Endkunden zu realisieren.
Alle Beiträge zum Thema
Fahrplanerstellung
Vermarktungskapazität – wie viel Qualität verträgt der Markt?
Zentrale Aufgabe im Projekt „Optimierung Trassenzuweisung“ der DB Netz AG ist die Entwicklung eines marktgerechten Fahrplans, der unter typischen Abweichungen im Betriebsablauf stabil bleibt.
Leistungsuntersuchungen von Eisenbahnanlagen
Eisenbahnanlagen werden seit jeher so dimensioniert, dass sie eine ausreichende Kapazität aufweisen. Die Leistungssteigerung bei den PCs ermöglicht es inzwischen, im Prozess der Fahrplanerstellung zu überprüfen, ob mit den eingeplanten Zügen die geforderte Betriebsqualität in der Betriebsdurchführung eingehalten würde. Hierfür ist es erforderlich, die von Leistungsuntersuchungen bekannten, inzwischen verfeinerten Verfahren, um die Randbedingungen des Fahrplans zu ergänzen. Für diese vom konkreten Fahrplan abhängige Kapazität hat sich der Begriff „Vermarktungskapazität“ eingebürgert.
Pünktlichkeitsmaßnahmen im Regionalbereich Ost
Von der Planung eines robusten Fahrplans über die planmäßige Betriebsdurchführung bis hin zur Analyse der Qualität ist ein stetiger Blick auf Pünktlichkeit und Planmäßigkeit erforderlich. Für deren Sicherstellung wurden im Regionalbereich Ost der DB Netz AG in den vergangenen Jahren zahlreiche regional und zentral gesteuerte Maßnahmen durchgeführt.
Werkzeuge des Fahrplans für Baustellentätigkeiten
Zur Durchführung ihres täglichen Betriebsprogramms verfügt die DB Netz AG über mehr als 33.000
Streckenkilometer mit mehr als 6.000 Bahnhöfen und Haltepunkten. Zur Erhaltung der Verfügbarkeit dieses umfangreichen Streckennetzes sind neben Neubau- und Ausbauprojekten in regelmäßigen Abständen mehr als 61.000 Gleiskilometer, 1.200 Kilometer Schallschutzwand, 70.000 Weichen und Gleiskreuzungen, 3.200 Stellwerke, 14.000 Bahnübergänge, 25.000 Eisenbahnbrücken sowie knapp 700 Tunnels zu inspizieren, zu warten, instand zu halten und durch neue Anlagen zu ersetzen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Prozesse und Instrumente, die dem Bereich Fahrplan der DB Netz AG zur Verfügung stehen, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen.
Der Kapazitätsbegriff im industrialisierten Fahrplan
Die Ziele einer Industrialisierung im Fahrplanwesen münden letztendlich in einer Steigerung der Infrastrukturauslastung bei gleichzeitiger Senkung des Aufwandes. Dabei spielt die Kapazität eine entscheidende Rolle. Im Weiteren soll hierauf etwas näher eingegangen werden.
Fahrplanrobustheitsprüfung zur Beratung von Aufgabenträgern
Erste Einschätzungen von Fahrplan- bzw. Infrastrukturvarianten mittels Simulation werden bei der Deutschen Bahn schon seit den 1980er Jahren angewendet, seit Mitte der 1990er Jahre gehören sie zum Stand der Technik. Zu dieser Zeit waren Simulationen auf Grund des erheblichen Umfangs der manuellen Eingabe von Infrastruktur- und Fahrplandaten sowie der Simulationsparameter jedoch noch sehr aufwändig. Infolge dessen wurden zum damaligen Zeitpunkt vorrangig Fahrplankonzepte/-varianten auf Infrastrukturzielzuständen simuliert und die Verspätungsanstiege eingeschätzt (zum Beispiel Inbetriebnahme Berliner Stadtbahn nach Sanierung 1998). Die Erstellung der Modelle, die Konstruktion der Fahrpläne und deren Auswertung wurden in einer zentralen Abteilung der DB Netz AG durchgeführt.
Zielkonzept für den Fahrplan 2018
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands bestand die Notwendigkeit, sowohl die Verkehrsinfrastruktur in den neuen Bundesländern aufzubauen als auch leistungsfähige Verkehrswege zwischen den alten und neuen Bundesländern wiederherzustellen. Im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) beschloss die Bundesregierung daher am 9. April 1991 insgesamt 17 Verkehrsprojekte mit hoher Priorität durchzuführen. Ein Investitionsvolumen von 39,4 Milliarden Euro stand und steht für die 9 Schienen-, 7 Autobahnprojekte und 1 Wasserstraßenprojekt zur Verfügung.
Strategisches Fahrplan- und Kapazitätsmanagement
Infrastrukturmaßnahmen sind teuer und erfordern einen langen Planungsvorlauf. Sie müssen daher sehr sorgfältig untersucht und geplant werden. Mögliche Varianten müssen bewertet sein. Der notwendige Umfang der Maßnahmen muss geprüft und nachgewiesen werden. Möglichkeiten, Kapazität durch fahrplantechnische und betriebliche Maßnahmen zu steigern, sollten ausgeschöpft sein. Aufbauend auf der Berichterstattung in Deine Bahn 5/2012 stellt die Organisationseinheit (OE) Langfristfahrplan/Fahrwegkapazität (I.NMF 3) der DB Netz AG in diesem Heft die neuesten Entwicklungen und Trends der fahrplanbasierten Netzentwicklung vor.
Zuggattungen kategorisieren Züge
In einschlägigen Internet-Foren zum Thema „Eisenbahn“ wird das Thema „Zuggattungen“ und deren Bedeutung eifrig und kontrovers diskutiert. Dabei ist erkennbar, dass lediglich bei einem kleinen Teil der Diskussionsteilnehmer tatsächlich fundiertes Hintergrundwissen vorhanden ist. Meistens wird jedoch über Aussage und Inhalt der Zuggattung gemutmaßt und über die Sinnhaftigkeit der Zuggattungen bzw. deren Änderungsrhythmen nachgedacht. Dabei sind die Zuggattungen seit Jahrzehnten ein wesentlicher Bestandteil des Fahrplans und nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen elementar wichtig für den Betrieb der Eisenbahn – nicht nur in Deutschland. Dieser Beitrag stellt Hintergründe und Bedeutung der Zuggattungen und Beispiele für das Fahrplanjahr 2014 vor.
Fahrpläne auf ihre Robustheit überprüfen
Eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Zufriedenheit von Reisenden und Transportkunden mit dem Angebot der Eisenbahnverkehrsunternehmen ist ein robuster Fahrplan. Wird der Fahrplan nur geringfügig fortgeschrieben, so sind in der Regel keine oder nur kleinere Auswirkungen auf die Betriebsqualität zu erwarten. In diesen Fällen ist es zielführend, auf Basis von Betriebsprozessanalysen den dennoch im Einzelfall auftretenden Problemen und deren Ursachen auf den Grund zu gehen. Wenn jedoch Fahrplankonzepte aufgrund von geänderten Bestellwünschen von Aufgabenträgern und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) gegenüber dem aktuellen Netzfahrplan stark geändert werden sollen, so besteht die Notwendigkeit, die Robustheit der Fahrplankonzepte bereits im Vorfeld der Einführung zu prüfen und effizient nachzuweisen. Zu diesem Zwecke werden eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchungen (EBWU) vom Typ Fahrplanrobustheitsprüfung durchgeführt.
Betriebswissenschaftliches Know-how für den Bahnbetrieb
Eine der wesentlichen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb des Systems Bahn ist die richtige Dimensionierung der Anlagen der betrieblichen Infrastruktur. Aufgrund der hohen Investitionskosten und der langen Lebensdauer der Anlagen muss jede Veränderung in Hinblick auf ihre Wirkungen auf die Leistungsfähigkeit und das Leistungsverhalten der Eisenbahnbetriebsanlage untersucht und bewertet werden. Zu diesem Zwecke werden eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchungen vom Typ Fahrwegkapazitätsbetrachtungen durchgeführt.