Auf 73 Kilometern zwischen Emmerich und Oberhausen gibt es 10.000 Einwendungen gegen die
Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke. Mit Holzkreuzen, Traktoren, Internetblogs machen die
Menschen in der Ostheide im Norden Niedersachsens ihre Ablehnung neuer Bahntrassen sichtbar.
Eine Allianz der Kommunalpolitik kämpft gegen eine „Billiglösung“ für den Nordzulauf zum Brenner-
Basistunnel. Landauf, landab sehen sich die Projektteams der Bahn kritischen Bürgern und Politikern gegenüber, gibt es Befürchtungen, Misstrauen und umfangreiche Forderungen. Und vielfach erweist sich die vermeintlich starke Seite der Befürworter, erweist sich der „Vorhabenträger“ als die schwache Seite in der Auseinandersetzung. Heute ist David der Goliath, bestimmen engagierte Bürger und Kommunalpolitiker die Agenda der Diskussionen.
Alle Beiträge zum Thema
Nationale Verbände und Interessensvertretungen
Beteiligung der Öffentlichkeit ist der Schlüssel für Akzeptanz
Moderne Fahrgastinformation mit neuen VDV-Standards
Zusammen mit 13 Partnern aus Industrie, Verkehrsunternehmen und Universitäten schloss der VDV das vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Forschungs- und Standardisierungsprojekt Internetprotokollbasierte Kommunikationsdienste im öffentlichen Verkehr (IP-KOM-ÖV) nach 3,5 Jahren Projektdauer in 2014 erfolgreich ab und veröffentlichte die Ergebnisse als VDV-Schriften und VDV-Mitteilungen.
Zahlen, Daten, Fakten zu den Bahnhöfen des Jahres
Bereits zum elften Mal hat die Allianz pro Schiene die Auszeichnung zu den beiden Bahnhöfen des Jahres vergeben. Der gemeinnützige Verband prämiert damit jedes Jahr die kundenfreundlichsten Bahnhöfe der Republik. Im laufenden Jahr fiel die Wahl auf Dresden in der Kategorie „Großstadtbahnhof“ und auf Hünfeld in der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ (Deine Bahn berichtete).
Schaden- und Haftungsrisiken bei den Eisenbahnen
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) und die Deutsche Verkehrs-Assekuranz-Vermittlungs-GmbH (DVA) luden Mitgliedsunternehmen des VDV mit Eisenbahnen nach Frankfurt am Main ein, um dort das Bewusstsein für die alltäglichen Gefahren des Bahnbetriebs und die daraus resultierenden Schaden- und Haftungsrisiken zu schärfen.
Deutscher Bahnmarkt steht vor Richtungsentscheidungen
Zwanzig Jahre nach der Bahnreform stehen Bahnwirtschaft und bahntechnische Industrie in Deutschland vor substanziellen Herausforderungen. Die Nachfrage nach Verkehrsdiensten auf der Schiene ist seit Jahren stark und erfordert in den Wachstumskernen einen deutlichen Ausbau der Netze und Flotten. Gleichzeitig machen demografische Prognosen für den ländlichen Raum ein massives Umgestalten des öffentlichen Verkehrs in diesen Regionen erforderlich.
Energieeffizienz im Bahnsystem verbessern
Der Schienenverkehrssektor ist Garant für eine nachhaltige Mobilität. Die Gegenwart und Zukunft stellen das Bahnsystem vor neue Herausforderungen, auf die es zu reagieren gilt: Die Ansprüche der Kunden an die Nutzungsfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit bei Reise- und Transportangeboten steigen zunehmend. Gleichzeitig verschärfen sich die ordnungsrechtlichen AnforderDr. ungen im Transportsektor beim Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Steigende Preise begrenzter fossiler Brennstoffe aufgrund der Rohstoffverknappung und der Umbau der Stromerzeugung hin zur Nutzung alternativer Energiequellen verteuern zudem Kraftstoffe und Strom, so dass vorhandene Ressourcen mehr
denn je effizient eingesetzt werden müssen.
Schlüsselrolle der Politik für nachhaltigen Schienenverkehr
Zwar ist der Schienenverkehr der umwelt- und klimafreundlichste Verkehrsträger. Kohlendioxid-Einsparungen in großem Stil kann der gesamte Transportsektor aber nur nach Weiterentwicklung der Verkehrslandschaft erreichen – mit ungebremster politischer Entschlossenheit.
Neues Konzept für Urlaubsreisen mit der Bahn
Mit ViaDeutschland präsentiert der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) breitenwirksam anschlussfähige Geschichten und Bilder von klimafreundlichen Urlaubsreisen. Am Boden bleiben und mehr erleben: Für klassische Flugdestinationen werden unkomplizierte Bahn-Etappenanreisen als attraktive Alternative zum Billigflieger entworfen. Der Schienenverkehr könnte damit auch im internationalen Urlaubsreiseverkehr wieder punkten.
Seit 30 Jahren Sprachrohr für die Bahnkunden
Wenn in den Zügen Deutschlands die Klimaanlagen vor der Sommerhitze kapitulieren, Herbstlaub die Bremswege verlängert oder der Winter unerwartet über das Land hereinbricht, geraten Bahnmanager in Erklärungsnot, verzweifelt das Bahnpersonal in Stationen und Zügen und sind darüber hinaus die wartenden Bahnkunden verärgert. Um die Interessen der Bahnkunden öffentlichkeitswirksam auf den Punkt zu bringen, kommt der als Verbraucherschutzverband eingetragene Fahrgastverband PRO BAHN immer dann zu Wort, wenn auf Bahnhöfen und in Zügen nicht alles gar so rund läuft – und das bereits im 30. Jubiläumsjahr.
Wir brauchen eine neue Infrastrukturpolitik
„Spardiktat Ursache für Winterchaos“ titelte die Financial Times Deutschland kurz vor Weihnachten. Stimmt das? Hat die Effizienzsteigerung der vergangenen Jahre das System zum Kollabieren gebracht? Am Beispiel des Schienennetzes soll im Folgenden gezeigt werden, dass Effizienzdenken tatsächlich die Schieneninfrastrukturpolitik des Bundes dominiert hat und die Effektivität dabei in den Hintergrund getreten ist. Man kann es auch anders formulieren: Die beiden Ziele der Bahnreform „Mehr Verkehr auf der Schiene“ und Entlastung des Bundeshaushaltes“ werden nicht – wie ursprünglich vorgesehen – gleichrangig verfolgt, sondern bei der Schieneninfrastruktur steht bislang die Kostenreduzierung im Mittelpunkt.
Bahnhofstester prämieren Baden-Baden und Darmstadt
Bahnhofsmanagern geht es wie Fußballtrainern: Jeder Laie ist der bessere Fachmann. Die Allianz pro Schiene hat aus dieser Not eine Tugend gemacht, als sie 2004 den Wettbewerb „Bahnhof des Jahres“ erfand. Welcher unter den 5.400 Bahnhöfen in Deutschland den Siegertitel bekommt, das entscheidet allein die Kundenperspektive. Das Votum der Jury war auch 2010 einstimmig: Darmstadt (Großstadt) und Baden-Baden (Kleinstadt) gewannen die Herzen der Bahnhofstester.
20 Jahre Verkehrsforum – eine Erfolgsgeschichte
Der Gründungsname „Verkehrsforum Bahn“ war 1984 zugleich Programm. Zu einer Zeit als die Chancen für eine Umsetzung noch eher bescheiden waren, setzte sich das Verkehrsforum vehement für eine grundlegende Bahnreform ein. Zur Realisierung 1993 hat das Forum dank seiner Studien und Untersuchungen erheblich beigetragen. Die intensive Beschäftigung mit Fragen der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Bahn hat bereits 1992 zur Umbenennung in „Deutsches Verkehrsforum“ geführt, denn die wachsende Mobilität erfordert sowohl Wettbewerb als auch Zusammenarbeit. Das Deutsche Verkehrsforum versteht sich heute als Wirtschaftsvereinigung, die konsequent den Aufbau integrierter Verkehrssysteme unterstützt. Der Vernetzung der Verkehrsträger gehört die Zukunft, wobei die einzelnen Verkehrsträger ihre jeweiligen Stärken einbringen müssen.