Vor 15 Jahren trat in Deutschland die Verpackungsverordnung (VerpackVO) in Kraft. Unter anderem verpflichtet sie Handel und lndustrie zur Rücknahme und stofflichen Verwertung von Transportverpackungen. Außerdem formuliert sie ausdrücklich den Schutz und den Ausbau von Mehrwegsystemen. Ziele sind die Vermeidung, Verminderung und Verwertung von Verpackungswertstoffen, die Suche nach umweltfreundlichen Lösungen und die Entwicklung von Mehrwegsystemen. Natürlich wurden Transportverpackungen auch schon vor dieser Verordnung mehrfach genutzt. Trotzdem gab die Verordnung den Mehrwegtransportverpackungen (MTV) einen großen Schub und leitete eine Trendwende hinsichtlich der Reduzierung des Aufkommens von Verpackungsmüll ein.
Alle Beiträge von Daniela Leonhardt
Was ändert sich im Gefahrgutrecht?
Alle zwei Jahre ändern sich eine ganze Reihe von Vorschriften im Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße und der Schiene (ADR/RID), so auch zum 1. Januar 2007.
Die neuen Regeln basieren auf der Weiterentwicklung der UN-Modellvorschriften für den Transport gefährlicher Güter, des UN-Handbuches „Tests und Kriterien“ für die Klassifizierung, dem global harmonisierten System der Klassifizierung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) sowie auf Änderungen und Korrekturen der für das ADR zuständigen UN-Gremien.
Die Verpackungsverordnung
Verpackungen gehören zum täglichen Leben. Sie dienen unterschiedlichsten Zwecken, wie der sicheren Lieferung von Produkten, dem Schutz von Waren und der Kundeninformation. Doch Verpackungen haben auch ihre Schattenseiten. In Deutschland fallen pro Kopf und Jahr ca. 350 kg Abfall an. Der Anteil an Verpackungen beträgt dabei ca. 50 Prozent nach den Volumen und ca. 30 Prozent nach dem Gewicht. Damit gehören Verpackungsabfälle zur wichtigsten Abfallart des Hausmülls und der hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle. Für die Abfallentsorgung waren bis 1991 ausschließlich die Gemeinden zuständig, bis erkannt wurde, dass sie mit ihren Abfallbewältigungssystemen, die vorrangig auf Beseitigung ausgerichtet waren, das Müllwachstum nicht nachhaltig beeinflussen konnten.
Überwachung von Transportketten
In den letzten Jahren sind die Ansprüche an den Güterverkehr und damit zusammenhängend an die logistische Leistungserstellung im Speditions- und Transportwesen in großem Maße gestiegen.
Moderne Logistikkonzepte sind oft zeitkritisch und von kleinen Sendungsgrößen geprägt. Sie stellen daher häufig hohe Anforderungen an die Aussagefähigkeit des Lieferanten bzw. Logistikdienstleisters bezüglich des Status einer Sendung. Aufgrund des Trends zu immer kleineren Pufferbeständen in Industrie und Handel, wird die Qualität der Sendungsverfolgung zu einem Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines Logistikdienstleisters.
Geschichte des Zolls
„Maut“, „Wegegeld“ oder „Zehnte“ sind Bezeichnungen für eine uralte Form der Zölle, die damit zu den ältesten Abgaben gehören. Ihr Charakter wandelte sich im Laufe der Geschichte mehrfach: von Passier- bzw. Geleitzöllen über so genannte Benutzungsgebühren bis hin zu Straf- und Schutzzöllen.
Der Verkehr mit Waren über Ländergrenzen hinweg erfolgt seit Jahrtausenden unter staatlicher Aufsicht. Die Erhebung von Steuern (Zöllen) stand dabei in der Vergangenheit meistens im Vordergrund. Ursprünglich wurde dabei ein Teil der Ware, z.B. der „Zehnte“ (Teil) als Abgabe verlangt. Erst später ging man dazu über, diese Steuer in Form von Geld zu erheben.
Die Nachkriegsentwicklung auf dem Gebiet des Zollwesens zeichnet sich durch eine zunehmende internationale Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland sowie deren wirtschaftliche Integration im Rahmen der EG aus. Internationale Bemühungen um einen liberalisierten Welthandel, der keinen protektionistischen Beschränkungen mehr unterliegt, führten in den letzten Jahrzehnten zu einem stetigen Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen.
Ein Jahr Maut
Seit der Einführung der Lkw-Maut zum 1.1.2005 unterliegen inländische und ausländische Lkw ab 12 t zulässigem Gesamtgewicht auf deutschen Autobahnen der Mautpflicht. Mit der Einführung der Maut nahm die Bundesrepublik einen Systemwechsel vor – von der Steuerfinanzierung hin zu einer Nutzerfinanzierung des Autobahnbaus.
Die Bilanz nach einem Jahr Maut ist positiv. Christoph Bellmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Toll Collect GmbH sagt: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Seit dem Systemstart läuft die Technik zuverlässig und stabil. An jedem Tag des Jahres wurde Maut erhoben. Die Akzeptanz des ersten satellitengestützten Mautsystems bei den Nutzern ist hoch.“
Auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat eine positive Jahresbilanz der LKW-Maut gezogen: „Das LKW-Mautsystem hat seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit in seinem ersten Betriebsjahr unter Beweis gestellt. Seit Betriebsbeginn arbeitet das Mautsystem dauerhaft stabil und zuverlässig auf hohem Niveau“, so Tiefensee. Es entwickle sich auch immer stärker zu einem intelligenten Instrument der Verkehrsteuerung. Erste positive Effekte könne man bereits feststellen: Die Leerfahrten seien nach einer Untersuchung des Bundesamtes für Güterverkehr um 15 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig habe die Zahl der Container, die statt mit dem LKW auf der Schiene transportiert werden, um sieben Prozent zugenommen.
Das System zur Mauterhebung
Die Lage im Zentrum Europas macht Deutschland zur Drehscheibe des internationalen Lkw-Verkehrs. Das ständig wachsende Gütertransportaufkommen führt zu erheblichen Belastungen der deutschen Autobahnen und zieht Investitionen für Erhalt und Ausbau nach sich. Die Bundesregierung hat beschlossen, diese Kosten durch die Einführung einer streckenbezogenen Lkw-Maut für alle schweren Nutzfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht neu zu verteilen – auf alle in- und ausländischen Nutzer.
Toll Collect hat im Auftrag der Bundesregierung ein Mautsystem entwickelt, das die Gebühren proportional zu den zurückgelegten Streckenabschnitten berechnet und erhebt. Das Toll Collect-System gewährleistet zudem, dass der freie Verkehrsfluss auf der Autobahn während der Mauterhebung nicht behindert wird, d.h. es gibt keine Mautstationen für die Mauterhebung. Anders als herkömmliche Mautsysteme erfordert das System von Toll Collect weder Geschwindigkeitsbegrenzungen noch ein Anhalten der Fahrzeuge oder eine Bindung an vorgeschriebene Fahrstreifen.
Zur Erfassung der mautpflichtig gefahrenen Strecke stehen zwei verschiedene Systeme zur Verfügung. Diese setzen auf vorhandene Technologien wie Global Positioning System (GPS), Mobilfunktechnologie und Internet.
Transportbörsen
Der Einsatz von Transportbörsen, mit denen unternehmensübergreifende Fracht- und Laderaumausgleiche erreicht werden können, kann die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Logistikdienstleistern verbessern. Nach anfänglichen Akzeptanzproblemen in den 1970er Jahren haben die Transportbörsen durch die Entwicklung des Internet einen starken Aufschwung erfahren. Heute werden in allen relevanten Branchen im Transport und Logistikbereich Transportbörsen genutzt. Die Verknüpfung verschiedener Transportbörsen ermöglicht Disponenten einen schnellen Marktüberblick und versetzt ihn in die Lage, marktgerecht zu operieren.
Die Lkw-Maut
Die Einführung der Lkw-Maut verfolgt vier politische Ziele: Verursachergerechte Anlastung der Wegekosten, Wettbewerbsbedingungen zwischen den Verkehrsträgern gerechter zu gestalten, die Einnahmen für den Ausbau der Verkehrswege einzusetzen und mit einem automatischen Gebührenerhebungssystem neue Marktchancen für die Industrie zu eröffnen. Der grundsätzliche Weg zur Erreichung dieser Ziele war mit der Verkündung des Autobahnmautgesetzes (ABMG) frei. Im ABMG sind die wesentlichen Bestimmungen zur Umsetzung festgeschrieben: Festlegung auf nahezu alle Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mindestens 12 t, Erhebung nach Kilometern, Zahl der Achsen und Emissionswerten und die Erhebung der Maut auf Autobahnen mit der Option, dass eine Ausweitung auf Bundesstraßen erfolgen kann. Zusätzlich ist im ABMG die Rolle des Bundesamtes für den Güterverkehr (BAG) festgelegt und dass das Mautaufkommen dem Bund zusteht. Die Höhe der Maut wird durch eine zustimmungspflichtige Rechtsverordnung geregelt.
E-Business
Begriffe mit einem vorgestellten „E“ für „electronic“ sind derzeit groß in Mode. E-Business, E-Commerce, E-Consulting, E-Procurement, E-Purchasing und E-Sourcing sind aus unserem Sprachgebrauch kaum mehr weg zu denken. Der Trend zu den „E“-Begriffen ist durch den zunehmenden Stellenwert des Marketings in der ITBranche zu begründen. Ein vorangestelltes „E“ soll beim Betrachter die Assoziation mit dem Internet und innovativen Technologien bzw. Dienstleistungen hervorrufen.
E-Business gehört zu den viel diskutierten Begriffen im Informationszeitalter. Die Möglichkeiten des E-Business verändern derzeit die Strukturen in vielen Branchen. Die Verbreitung des E-Business hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Unternehmen und die Gestaltung der Marktbeziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern. Auch die Abwicklung der Transport- und Logistikdienstleistungen erfährt durch die verstärkte Integration von E-Business in viele Geschäftsprozesse starke Veränderungen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Möglichkeiten des E-Business aufgezeigt, während in einem Folgeartikel auf die daraus resultierenden Veränderungen im Bereich Transport und Logistik eingegangen wird.
Benchmarking in der Logistik
Der englische Begriff Benchmark heißt wörtlich übersetzt „Landvermessungspunkt“, man kann es aber auch übertragen auf Management, als „Lernen von den Besten“ beschreiben. Denn mit Benchmarking beabsichtigt man, im übertragenen Sinne ein Unternehmen zu vermessen, um es dann mit anderen Unternehmen zu vergleichen.
Auswirkungen der Globalisierung auf die Logistik
Globalisierung ist ein Begriff, der eine allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der aktuellen Epoche charakterisiert. Die historisch gewachsenen Grenzen verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung. Man denkt und handelt weltweit. Die Akteure, die sich weltweit betätigen, werden als „Global Player“ bezeichnet. In nahezu allen Branchen machen viele Unternehmen von sich aus den Schritt in ausländische Märkte. Andere folgen mehr oder weniger freiwillig wichtigen Kunden oder anderen Unternehmen. Dies gilt auch für die Logistik.
Die Industrieunternehmen konzentrieren sich zunehmend auf ihre Kernkompetenzen und reduzieren ihre Fertigungstiefe. Sie umgeben sich mit einem Netzwerk von externen Zulieferern und Dienstleistern, die in Randgebieten kostengünstiger arbeiten.
Viele Unternehmen kaufen also ihr Material weltweit ein (globale Beschaffung: global sourcing) und verkaufen ihre Produkte auch weltweit (global selling). Durch globale Aktivitäten lernen die Unternehmen eines Landes die weltweit hervorragenden Wettbewerber (Konkurrenten) kennen und können sich an ihnen orientieren (Benchmarking).