Mallorca ist die größte Insel der Balearen und aufgrund ihres warmen Klimas ein Eldorado für Erholung suchende Urlauber. Der boomende Tourismus hat dazu geführt, dass Mallorca heute zu den reichsten Regionen Spaniens zählt. Abseits der Ferienzentren zeigt die Insel eine Vielzahl von Naturschönheiten ganz unterschiedlichen Charakters. Mehr als die Hälfte der zirka 800.000 Einwohner lebt in der Inselhauptstadt Palma. Neben guten Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten finden sich hier eine große Palette an Sehenswürdigkeiten, darunter zahlreiche Prachtbauten unterschiedlichster Epochen. Die mallorquinische Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut und macht es leicht, die Insel zu erkunden. Aber auch für Bahnfreunde hat Mallorca einiges zu bieten.
Alle Beiträge von Jürgen Janicki
175 Jahre Eisenbahn in Deutschland
Vor 175 Jahren – am Morgen des 7. Dezember 1835 – begann in Deutschland das Zeitalter der Eisenbahn: Der britische Lokomotivführer William Wilson und der Nürnberger Heizer Johann Georg Hieronymus führten die Dampflokomotive „Adler“ mit rund 200 Ehrengästen in neun angehängten Wagen vom Nürnberger Plärrer über eine sechs Kilometer lange Eisenbahnstrecke nach Fürth. Der Zug beförderte auf seiner Jungfernfahrt die Fahrgäste sicher und mit einer Fahrzeit von neun Minuten auch so schnell wie nie zuvor.
Istanbul: Eine Stadt entdeckt den Schienenverkehr
Istanbul ist nicht nur die größte Stadt der Türkei, sondern auch die einzige Metropole auf zwei Kontinenten. Der Bosporus – der das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbindet – trennt die Stadt in einen europäischen und asiatischen Teil. Rund 15 Millionen Menschen leben heute zu beiden Ufern der Meerenge und die Metropole wächst unaufhaltsam weiter. Die Folge: Die Stadt erstickt am Verkehr. Zur Rush-Hour sind sämtliche Straßen chronisch überlastet oder verstopft.
Der schienengebundene Nahverkehr ist für eine Stadt dieser Größe bisher noch äußerst bescheiden. Die wenigen bisher vorhandenen Linien decken nur einen kleinen Teil der Verkehrsbedürfnisse der Stadt und ergänzen sich einander nur selten. Aufgrund der dominierenden Rolle des Busverkehrs ist auch der Eisenbahnfernverkehr von untergeordneter Bedeutung.
Systemwechsel
Parallel zum politischen Zusammenwachsen der Länder innerhalb der EU steigt auch der Waren- und Dienstleistungsverkehr weiter an. Da heute bei einem wesentlich höheren Anteil am Modal Split (70 Prozent Straße gegenüber 15 Prozent Schiene) das relative Wachstum auf der Straße dennoch stärker ausfällt als auf der Schiene, muss für eine Verlagerung auf die Schiene erheblich gegengesteuert werden. Die Liberalisierung und die technische Harmonisierung der Eisenbahnen in Europa sind dabei wichtige Schlüssel für die Zielerreichung. Dazu ist es erforderlich, dass Bahnverkehr künftig nach einheitlichen technischen Regeln funktioniert.
Güterwagen für jede Transportaufgabe
Obwohl der Fahrzeugbestand seit den 1950er kontinuierlich abgenommen hat, stellen Güterwagen bei den Eisenbahnen immer noch die größte Gruppe an Schienenfahrzeugen. Allein in Europa sind weit über eine Millionen Güterwagen der verschiedensten Bauarten unterwegs.Von den Betreibern werden dabei bevorzugt Universalwagen eingesetzt, die sich für eine Vielzahl von Transportaufgaben eignen. Diese Wagen können in großen Stückzahlen kostengünstig beschafft und wirtschaftlich eingesetzt werden. Dagegen sind Spezialwagen für besondere Marktanforderungen optimiert und auf bestimmte Ladegüter und Verkehre zugeschnitten. Die Besonderheiten dieser Wagen können ein großes Ladevolumen, eine hohe Tragfähigkeit, spezielle Transportschutzeinrichtungen, eine besondere Be- und Entladetechnik, die Möglichkeit eines Spurwechsels, eine spezielle Fahrzeugbegrenzung oder die Fährbootfähigkeit sein.
Weichen und Kreuzungen
Schienenfahrzeuge können über spezielle Oberbaukonstruktionen in andere Gleise oder Strecken überwechseln. Im Streckennetz der DB AG gibt es dazu mehr als 70.000 Weichen und Kreuzungen die in Bahnhöfen und auf der freien Strecke in den unterschiedlichsten geometrischen und konstruktiven Bauformen vorkommen.Alle Weichen und Kreuzungen können dabei auch im Bogen verlegt werden. Die jeweils zu wählende Bauform richtet sich nach dem Verwendungszweck der Weiche oder Kreuzung und nach den Platz- und Streckenverhältnissen am Einbauort.
Neue Schienenflitzer am Start
In den nächsten Monaten und Jahren werden im europäischen Fernreiseverkehr einige neue Zuggarnituren eingesetzt, von denen sich sowohl Betreiber wie auch Hersteller wichtige Impulse erhoffen. Hauptmerkmal dieser neuen Schienenfahrzeuge ist die Eignung für den Einsatz im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Daneben zeichnen sich die Züge jedoch auch durch weitere Innovationen aus, die zu einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, einer Verringerung der Umweltbelastung und zur Steigerung des Fahrkomforts beitragen.
Neues von der InnoTrans
Nach Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren innovativer Bahntechnik, feierlichen Fahrzeugübergaben und zahlreichen Vertragsunterzeichnungen ist die siebte InnoTrans am 26. September 2008 in Berlin zu Ende gegangen. Insgesamt 86.519 Fachbesucher aus über 100 Ländern kamen zu der viertägigen Fachmesse für Verkehrstechnik nach Berlin, das sind über 25 Prozent mehr als bei der Veranstaltung vor zwei Jahren. Auch bei der Ausstellungsfläche (plus 50 Prozent) und bei der Ausstellerzahl (plus 20 Prozent) konnte die InnoTrans 2008 deutlich zulegen. Damit reiht sich die Leitmesse der internationalen Schienenverkehrstechnik unter die größten Technikmessen weltweit ein.
Schnelle Fahrt in schnellen Zügen
Im Bereich der Bahntechnik zählt der Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) zu den besonders dynamisch wachsenden Segmenten. Der weitere Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze wird eine erhebliche Steigerung des Bahnverkehrs und einen überdurchschnittlichen Anteil am allgemeinen Verkehrswachstum bewirken. Hochgeschwindigkeitszüge sind heute für alle Reisen, die weniger als drei Stunden dauern, die beste Reiseform.
Dies ist in erster Linie der Tatsache zu verdanken, dass die schnellen Züge die Stadtzentren direkt miteinander verbinden, während bei einer Flugreise zur reinen Flugzeit immer noch die Zeiten für die An- und Abreise sowie Abfertigung hinzugerechnet werden müssen. Mittlerweile haben Flugreisende einige Nachteile in Kauf zu nehmen, denn die verschärften Sicherheitskontrollen führen neben den aktuell steigenden Flugpreisen dazu, dass diese Reiseform an Attraktivität abnimmt. Auch ist die von Hochgeschwindigkeitszügen gebotene Servicequalität deutlich besser, denn nur hier können sich Fahrgäste frei bewegen und auf ihrer Reise einen hohen Komfort bei größtmöglicher Bequemlichkeit genießen.
Triebzugbaureihe 422
Zurzeit werden die elektrischen Triebzüge (ET) der neuen Baureihe 422 ausgeliefert. Die ersten Fahrzeuge kommen ab sofort auf S-Bahn-Strecken in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz und lösen dort lokbespannte x-Wagen-Züge sowie ältere Triebzüge der Baureihe 420 ab.
Schienenfahrzeuge mit Dieselmotor
Für elektrische Lokomotiven muss ein aufwendiger Energietransport vom Kraftwerk bis zur Lokomotive betrieben werden. Diesellokomotiven führen hingegen ihren Energievorrat im Fahrzeug mit. So können sie unabhängiger im Streckennetz eingesetzt werden und sind anpassungsfähiger. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wickeln insbesondere kleinere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) den gesamten Transportweg eines Zuges einschließlich aller Rangierarbeiten mit einer einzigen Lokomotive ab. Die relativ geringen Anschaffungskosten für Diesellokomotiven im Vergleich zur E-Traktion machen zudem einen Einsatz auf schwach belasteten Strecken sinnvoll.
Fahrzeugbau
Die Fahrzeughersteller werden durch die vom Markt geforderte ausgeprägte Einsatzspezifikation der Fahrzeuge mit folgenden Aufgabenstellungen konfrontiert: Einerseits müssen die Fahrzeuge an die jeweiligen Transportaufgaben, die spezifischen Betriebsbedingungen sowie spezielle Kundenwünsche hinreichend angepasst sein; andererseits sollen sowohl die Beschaffungskosten als auch die Betriebskosten möglichst gering sein. Vergleichsweise kleine Stückzahlen führen zu einer weiteren Herausforderung. In der Konsequenz führt dies zu einer Standardisierung von Produkten und Prozessen sowie einem produkt- und prozessorientiertem Variantenmanagement. In Verbindung mit der Mehrfachverwendung von bestimmten Fahrzeugbereichen und Strukturelementen können so Effekte erzielt werden, die eine wirtschaftliche Konfiguration von Fahrzeugvarianten erlauben und den Konstruktions- und Organisationsaufwand begrenzen.