Mobilität ermöglicht älteren Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Insbesondere die Nutzung von Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs hat darüber hinaus eine gesundheitsfördernde Wirkung, denn sie regt zu Bewegung an – ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Autofahren. Gleichzeitig gilt es, Barrieren abzubauen, die die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Senioren erschweren. Einige Ansatzpunkte zeigt dieser Beitrag auf.
Alle Beiträge zum Thema
Bahnergänzende Personenbeförderung
Boom im Fernbusmarkt
Seit seiner Liberalisierung im Januar 2013 hat der Fernbusmarkt eine rasante Entwicklung erfahren. Bis Dezember 2013 wurden deutschlandweit bereits mehr als 5.100 wöchentliche Abfahrten in einem flächendeckenden Netz angeboten. Bis November 2014 stieg die Zahl auf über 8.000 wöchentliche Abfahrten. Dieser Trend wird sich fortsetzen: Mit 125 neuen Linien wurde bereits Anfang November 2014 die Anzahl neuer Linien des Gesamtjahres 2013 übertroffen. Ein Ende des Fernbusbooms ist aktuell nicht abzusehen, auch wenn im Winter saisonal bedingt einige touristische Ziele nicht bedient und manche Linien ausgedünnt werden.
50 Jahre Vogelfluglinie
Die Vogelfluglinie, eine direkte Eisenbahn- und Straßenverbindung zwischen dem europäischen Kontinent und Skandinavien, ist 50 Jahre Wirklichkeit. Bis zu 8 Millionen Reisende im Jahr nutzten diese „Brücke zum Norden“ für ihre Fahrten nach Skandinavien und umgekehrt – in 50 Jahren waren es 230 Millionen. Das Jubiläum wurde mit einem Festempfang am 30. April in der Inselschule in Burg gefeiert.
Bahner und ihre Busse
Eisenbahn in Deutschland – vor allem dafür ist der DB Konzern in der Öffentlichkeit bekannt. Doch die Deutsche Bahn bietet noch viel mehr Mobilität: eine komplette Mobilitätskette für die Reisenden. Dazu gehört auch der Busverkehr, um beispielsweise die Reise zum Bahnhof anzutreten. Beinahe 8.500 Mitarbeiter arbeiten in den 22 Busgesellschaften der Bahn (Abbildung 1). Sie bewegen über 680 Millionen Reisende im Jahr, insgesamt fast 8 Milliarden Kilometer weit. Überall dort , wo alltagsnahe Mobilität in Städten und im ländlichen Raum gebraucht wird.
Auf die Mitarbeiter in den Busgesellschaften trifft zu, was für alle Mitarbeiter der Bahn gilt: Sie alle arbeiten Hand in Hand zusammen – nicht nur in ihrer jeweiligen Gesellschaft, sondern mit den Mitarbeitern aus dem gesamten Systemverbund Bahn (Abbildung 2). Die Tätigkeiten in den Busgesellschaften sind manchmal andere als im Eisenbahnbereich, aber viele Anforderungen sind vergleichbar und die Unternehmensgrenzen zwischen Busgesellschaften und den anderen Bahngesellschaften so durchlässig, dass Mitarbeiter ich vom Bus in den Bahnbereich und umgekehrt weiterentwickeln können.
In diesem Artikel werden beispielhaft drei Tätigkeiten in den Busgesellschaften des DB Konzerns vorgestellt.
DB Carsharing – ein Portrait
Seit 1996 betreibt die Bahn mit ihrem Tochterunternehmen DB FuhrparkService GmbH professionelles Fuhrparkmanagement im Bahnkonzern. Mit der Bahntochter DB Rent GmbH, die im April 2001 gegründet wurde, bündelt die Bahn ihre Aktivitäten rund um Auto (DB Carsharing sowie professionelles Fuhrparkmanagement) und Fahrrad (Call a Bike) auf dem externen Markt. Hinzu kommt die BwFuhrparkService GmbH, an der die Bahn 24,9 Prozent hält, Mehrheitsgesellschafter ist mit 75,1 Prozent das Bundesministerium der Verteidigung. Gemeinsam mit der schweizerischen Mobility Solutions AG bilden diese Firmen das Geschäftsfeld DB Fuhrpark. Seit Anfang 2005 gibt diese enge Kooperation mit dem Mobilitätsdienstleister der schweizerischen Post. Der Fuhrpark von DB Rent und DB FuhrparkService umfasst insgesamt rund 30.000 Einheiten, bei der Bundeswehr sind 23.000 eigene Fahrzeuge im Einsatz. Bei der schweizerischen Post sind es ca. 20.000 Fahrzeuge.
DB Carsharing
DB Carsharing, das intelligente Automietsystem der Bahn, wird immer beliebter und verzeichnet einen deutlichen Kundenzuwachs. Im Jahr 2005 haben sich über 6.000 Neukunden bei DB Carsharing registrieren lassen. Damit ist die Kundenzahl bei DB Carsharing unter Einbeziehung der regionalen Vertragspartner, deren Kundenbetreuung durch DB Carsharing erfolgt, auf rund 60.000 angewachsen. Rund 600 Neukunden pro Monat ·nutzen das günstige Mobilitätsangebot der Bahn. DB Carsharing wurde im Produktbereich Carsharing Testsieger bei der Stiftung Warentest.
Im nachfolgenden Artikel wird das System von DB Carsharing beschrieben, erläutert wie die Zugangsmöglichkeiten sind und gezeigt wie einfach ein Mietauto von DB Carsharing zu nutzen ist.
Verkauf und Vertrieb am ServicePoint
Um dem Bahnkunden einen Mehrwert für den reibungslosen Ablauf in seiner Reisekette bieten zu können, werden zukünftig am ServicePoint neben Auskunft und Betreuung auch die Vermittlung von Übernachtungen sowie die Vermittlung von DB Carsharing-Produkten aktiv ausgeführt.
Damit die Servicemitarbeiter für diese neue Aufgabe entsprechend sensibilisiert werden, entwickelte DB Bildung (Trainingsentwicklung) im Auftrag von DB Station&Service ein Trainingskonzept, welches hier vorgestellt wird.
Mit Einfühlungsvermögen Kunden und Kollegen helfen
Im Jahr 2000 hat der Bahnvorstand beschlossen, mit der 100-prozentigen Bahntochter DB Rent ins externe Carsharing-Geschäft einzusteigen. Per Ausschreibung fiel im Frühjahr 2001 die Standortwahl der Servicezentrale auf Halle (Saale). DB Rent übernahm Know-how und Wissen der dortigen Carsharing-Zentrale und baute mit teilAuto den Standort kontinuierlich aus. Das Büro von teilAuto steht heute noch in der benachbarten Scharrenstraße 9. Am 6. Dezember 2001 ging schließlich DB Carsharing in Berlin und Frankfurt am Main an den Start. Bis heute sind es deutschlandweit 70 Städte mit über 600 Stationen, an denen täglich zirka 1.000 Auto-Buchungen bearbeitet werden. In Spitzenzeiten – beispielsweise samstags zwischen 9:00 Uhr und 13:00 Uhr – sind alle 1.500 verfügbaren Wagen unterwegs.
Die Bahn macht mobil
Die Bahn startet zurzeit eine neue Unternehmenskampagne mit dem Ziel sich als führender Mobilitäts- und Logistikdienstleister öffentlich zu positionieren. Kundendienst und Service stehen dabei an erster Stelle. Die Kunden wollen das Gefühl haben: „Die Bahn kümmert sich um mich.“ Mobilität im Alltag, Komfort der Bahn, Reisezeit ist Nutzzeit, Service am Bahnhof und vieles andere mehr sind hier die Argumente. Die von DB Rent angebotenen Leistungen wie DB Carsharing, Call a Bike, Mietwagen sind wichtige Elemente in einer durchgehenden Reisekette. Aus Sicht des Controlling sind die Elemente des Mobilitätsmanagements auf Ergebnisoptimierung hin zu steuern. So kann z.B. durch Einsatz des DB Carsharing eine Kostenabsenkung erreicht werden.