Die Technische Hochschule Mittelhessen hat einen neuen Bachelor-Studiengang entwickelt, der speziell auf die Aufgaben und Herausforderungen im Bahnbereich zugeschnitten ist. Der Studiengang „Bahningenieur“ ist nicht zulassungsbeschränkt, auf eine Dauer von sechs Semestern konzipiert und startet zum Wintersemester 2014/2015.
Alle Beiträge zum Thema
Hochschulen & Forschungsinstitute
Neuer Bachelor-Studiengang für angehende Bahningenieure
Offene Daten für Innovationen im öffentlichen Verkehr
Der Wandel zu multimodalen Wegeketten und der technologische Fortschritt machen das Smartphone zum wichtigsten Verbündeten des öffentlichen Verkehrs. Die Zukunft der Branche hängt maßgeblich von der Komplexitätsreduktion und der Überwindung etablierter Denkmuster ab. Intermodale Verkehre benötigen eine intermodale Fahrgastinformation. Die Vision eines schnittstellenarmen und einfach zu verstehenden öffentlichen Verkehrs hängt stark vom Verhalten der privaten wie öffentlichen Verkehrsunternehmen ab. Ohne enge Zusammenarbeit, den Austausch von Daten und entsprechenden Innovationen ist das Gelingen einer Verkehrswende kaum vorstellbar.
Flexibles e-Carsharing ergänzt den öffentlichen Verkehr
Über das Forschungsprojekt „BeMobility“ wurde in dieser Fachzeitschrift mehrmals ausführlich berichtet. Nachdem auch das Folgeprojekt „BeMobility 2.0“ seit März beendet ist, werden nun die letzten Ergebnisse ausgewertet. Hier steht die Zusammenfassung zum stationslosen, one-wayfähigen e-Carsharing im Mittelpunkt. Die Auswertungen bestätigen, dass sich der öffentliche Verkehr und das e-Carsharing gegenseitig positiv ergänzen. Der „proof of concept“ einer vernetzten urbanen Elektromobilität konnte erbracht werden.
InnoZ: Gemeinsam Zukunft einfach machen
Das Innovationszentrum „InnoZ“ denkt die Verkehrs- und Energiewende zusammen und erprobt Kooperationen über Fachgrenzen hinweg. Die Plattform elektroMobilität auf dem EUREF-Campus in Berlin dient dem InnoZ dazu als zentraler Ort, um Partner zusammenzubringen, miteinander zu diskutieren, unter Einbezug von Nutzern konkrete Lösungen zu entwickeln und diese zu erproben. Vor Ort werden Herausforderungen und Lösungen für die Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch für die breitere Öffentlichkeit in Fachveranstaltungen, Weiterbildungen oder bei Besuchen vorgestellt. Ziel und Motto des InnoZ ist es, die Zukunft im doppelten Sinn „einfach zu machen“.
Mobilität der Zukunft: Vernetzt, elektrisch und grün
Der Mobilitätsmarkt ist in Bewegung, industriepolitischer und wettbewerblicher Druck, technologische Sprünge, wachsende ökologische Herausforderungen, neue Angebote und Veränderungen des Nutzerverhaltens bewegen den Markt. Innovationen entstehen an Schnittstellen zwischen verschiedenen Verkehrsträger, in der Verbindung von Mobilität mit Informations- und Kommunikationstechnologie sowie im Zusammenspiel mit der regenerativen Energieversorgung. Die Zukunft wird elektrisch, vernetzt und grün.
Bahnhöfe im ländlichen Bereich und Elektromobilität
Das typisch deutsche Auto ist Familienkutsche, Pendlerwagen, Lastesel, Lang- und Kurzstreckenfahrzeug in einem. Die Frühstücksbrötchen mit einem SUV (sport utility vehicle) zu holen, ist Zeichen einer nicht mehr zeitgemäßen, unökologischen, verschwenderischen Lebensweise und Symbol der deutschen Automobilgesellschaft, die den Wandel zu neuen Mobilitätsformen nur schwerfällig angeht. Ein Umdenken ist allerdings dringend erforderlich.
Per Branchenroadmap zur Energieeffizienzsteigerung
Der Energieverbrauch und die daraus resultierenden Energiekosten gewinnen auch im Öffentlichen Personennahverkehr mehr und mehr an Bedeutung. Vorreiter in dieser Frage sind die Berliner Verkehrsbetriebe mit ihrem Verkehrsnetz für 3,46 Millionen Menschen und die Kölner Verkehrsbetriebe mit ihrem hochkomplexen Stadtbahnsystem. Diese beiden Unternehmen sind gemeinsam mit der Fachhochschule Brandenburg an der Erstellung einer Branchenroadmap zur Steigerung der Energieeffizienz beteiligt. Im Rahmen des Ingenieurstudiums arbeiten Studentinnen und Studenten mit den Berliner und Kölner Verkehrsbetrieben Lösungsansätze an der Erstellung dieses Projektplans. Die zugrunde liegende Methode ist nicht unbekannt: Sie basiert auf den Erfahrungen und der Zusammenarbeit der Partner der EcoRail Innovation-Initiative ERI.
Gratwanderung zwischen Technik und Kommunikation
Wenn es einen Aspekt gibt, der die Reputation der Eisenbahn als umweltfreundlichen Verkehrsträger
beeinträchtigen könnte, dann ist es der Schienenverkehrslärm. Auf dem Eisenbahntechnischen Kolloquium 2013 der Technischen Universität Darmstadt diskutierten Experten aus Wissenschaft und Praxis die technischen und konzeptionellen Möglichkeiten, um den Schienenverkehr in Zukunft leiser zu gestalten. Dabei wurde deutlich, dass Erfolg und Akzeptanz von Lärmschutzmaßnahmen nicht nur von technischen Innovationen, sondern auch von der Kommunikation mit den Menschen abhängen, die vom Schienenlärm betroffen sind.
Konstruktionsformen für Bahnsteige
Die Bequemlichkeit des Ein- und Aussteigens bei Personenwagen wird von der Geometrie der Bahnsteige im Zusammenhang mit dem Zugang zu den Fahrzeugen, im engeren Sinn aber auch durch die Barrierefreiheit für diesen wichtigen Teil der Personenbeförderung bestimmt. Deshalb werden in Normen und Richtlinien nur die Bahnsteigkantenhöhe über Schienenoberkante (SO) und der Abstand der Kante zur Gleisachse reglementiert. Die Baukonstruktion der Bahnsteige wird nicht durch Vorschriften bestimmt und unterliegt dem Stand der Technik und betriebswirtschaftlichen Prämissen.
Informationsplattformen für den Öffentlichen Verkehr
Die zunehmende Zahl an Mobilitätsangeboten macht aus Nutzersicht übersichtliche und vergleichbare Informationen notwendig. Erste Erfahrungen zeigen, dass Nutzer oftmals bei mehreren Verkehrsdienstleistern Kunde sind. Skalierbare Plattformen auf Smartphone-Basis sind eine Möglichkeit, Auskunfts- und Buchungssysteme verschiedener Anbieter zu integrieren. Das Ziel ist die individuelle Zusammenstellung der Dienste.
Fahrgastkomfort im Zug der Zukunft
Um den weit verbreiteten Betrachtungen zur Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit Sinn zu geben, muss der Verkehrsträger Bahn für Reisende und Speditionen so attraktiv gemacht werden, dass er gern in Anspruch genommen wird. Das Forschungsprojekt Next Generation Train (NGT) stellt den Bahnreisenden deshalb in den Mittelpunkt seiner angewandten Forschung. Forscher aus neun DLR-Instituten bearbeiten in einem interdisziplinären Ansatz die Schlüsselfragen zum modernen Fahrgastkomfort und zu signifikant reduzierten Reisezeiten. Um zu neuen Lösungen zu kommen, sind Vorgaben aus der Vergangenheit kein Maßstab, sondern Grund für notwendige Änderungen. Die Untersuchungen zeigen die Potenziale des Verkehrsträgers Bahn auf und sind für ergänzende Fragestellungen aus der Kooperation mit der Bahnindustrie offen.
Berufsbegleitender Studiengang zum Ingenieur
Mit kundenorientierten Qualifizierungskonzepten hat sich DB Training im Verkehrsmarkt europaweit einen Namen gemacht. Aber auch intern legt der Bildungsanbieter der Deutschen Bahn größten Wert auf eine individuelle und maßgeschneiderte Weiterqualifizierung. So hat DB Training zusammen mit der Hochschule Zittau/Görlitz einen eigenen, berufsbegleitenden Ingenieur-Studiengang entwickelt, der optimal auf das Arbeitsumfeld der eigenen Ausbilder zugeschnitten ist. Mit einem Mix aus Fernstudium, Präsenzzeiten, Seminaren und Vorlesungen im virtuellen Hörsaal können sich DB-Trainer zum „Bachelor of Engineering“ im Studiengang „Mechatronik – intelligente Systeme“ qualifizieren. Der Ablauf und das Timing wurden so konzipiert, dass der Abschluss für die Studenten ohne Beeinträchtigung ihres täglichen Ausbildungsgeschäftes möglich ist. Wie sich alles unter einen Hut bringen lässt, erläutert dieser Beitrag.