Deine Bahn 01/2015
Fokusthema

Deine Bahn 01/2015

In unserem Leitartikel legen M.Sc. Marcus Arenius und Prof. Dr. habil. Oliver Sträter von der Universität Kassel, Fachbereich Maschinenbau, Arbeits- und Organisationspsychologie dar, dass das festgestellte menschliche Versagen erst der Anfang einer analytischen Unfallursachenuntersuchung sein kann. (siehe Link unten).

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Blick in die Ausgabe

Editorial

Editorial 01/2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

immer wieder liest man im Zusammenhang mit Unfällen als Unfallursache „menschliches Versagen“. Damit
scheint alles klar zu sein. Man kennt schließlich von sich selbst, dass man nicht fehlerfrei ist, auch wenn nur
die wenigsten Fehler tatsächlich zu einem Unfall führen.

„Gar nicht klar“, finden M.Sc. Marcus Arenius und Prof. Dr. habil. Oliver Sträter von der Universität Kassel, Fachbereich Maschinenbau, Arbeits- und Organisationspsychologie. In unserem Leitartikel legen sie dar, dass das festgestellte menschliche Versagen erst der Anfang einer analytischen Unfallursachenuntersuchung sein kann.

Durch eine humangerechte Arbeitsgestaltung kann Arbeit nicht nur sicherer werden. Bereits mit kleinen Investitionen können auch Wirtschaftlichkeit undProduktivität positiv beeinflusst werden. Zu diesem Ergebnis kommt Simone Neumann, Executive MBA, Leiterin Arbeits- und Brandschutz der DB AG, in
ihrem Beitrag „Mythos Ergonomie: Lässt sich Arbeitsgestaltung rechnen?“

Dr. Christian Gravert, Leiter Gesundheitsmanagement, Leitender Arzt und Hyghienesachverständiger der DB AG, und Dr. Ulla Metzger, im Vorstandsressort Technik der DB AG zuständig für das Gesamtsystem Bahn, kommen zu dem Schluss, dass die Gestaltung von Arbeits- und Techniksystemen einen
deutlichen Einfluss haben wird, um die Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgreich zu bestehen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.

Artikel

Sichere Systemgestaltung im Eisenbahnwesen

Schätzungen gehen davon aus, dass im Eisenbahnwesen – analog zu anderen komplexen und hoch automatisierten Systemen – menschliche Fehlhandlungen den größten Beitrag für Unfälle und Ereignisse stellen (Baysari, Caponecchia, McIntosh, & Wilson, 2009). Häufig wird zur Erklärung der menschlichen (Fehl)-handlungen gerade im medialen Bereich der Begriff „menschliches Versagen“ verwendet.

Artikel

Lässt sich Arbeitsgestaltung rechnen?

Über die Notwendigkeit von humaneren Arbeitsplätzen im Sinne der Vermeidung von körperlichen
Belastungen im System Eisenbahn gibt es keinen Zweifel. Unabhängig von bahn-spezifischen Lösungen muss die Deutsche Bahn sich dem Thema stellen und als Chance begreifen, um die Innovationsfähigkeit der Branche zu demonstrieren. Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Verbesserung der Arbeitsgestaltung ist die Ernsthaftigkeit, mit der das Thema Ergonomie im Arbeitsprozess gelebt und umgesetzt wird. Es ist jedoch bislang nur vereinzelt zu beobachten, dass sich das Bewusstsein der Betreiber und der Betroffenen wandelt. Oft könnten Wirtschaftlichkeit und Produktivität durch die Ergonomie-Qualität in der Arbeitsgestaltung bereits mit kleinen Investitionen gesteigert werden.
 

Artikel

Gestaltung von Arbeits- und Techniksystemen

In Deutschland gibt es wesentliche Strukturveränderungen bei der arbeitsfähigen Bevölkerung, die unter dem Stichwort demografischer Wandel zusammengefasst werden: Die Zahl qualifizierter Schulabgänger geht zurück, das Durchschnittsalter der Belegschaften steigt, Menschen mit anderen Schul- und Sprachkenntnissen kommen in großer Zahl neu ins Land. Ältere Erwerbstätige, ausländische Bewerber und Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Lerndefiziten haben bei der Besetzung von Arbeitsplätzen bei der Bahn einen zunehmend größeren Stellenwert.
 

Artikel

Arbeitssicherheit auf Gleisbaustellen

Bei Arbeiten im Gleisbereich oder in dessen unmittelbarer Nähe bestehen neben den Gefährdungen aus dem unmittelbaren Arbeitsprozess für die Beschäftigten besondere Gefährdungen aus dem Eisenbahnbetrieb. Diese Gefahren ergeben sich durch bewegte Schienenfahrzeuge, durch unter Hochspannung stehende Oberleitungsanlagen, Stromschienen oder Speiseleitungen und hohe Schalldruckpegel.
 

Artikel

Diskrepanzen in den Rechtsnormen

Im Rahmen eines Projektes zur Entwicklung eines gemeinsamen Regelwerks zur Planung und Instandhaltung von Bahnübergängen erfolgte eine eingehende Analyse der bestehenden rechtlichen Vorgaben. Dabei traten zahlreiche Widersprüche in und zwischen den für Eisenbahn und Straße geltenden Rechtsnormen zutage. Eine für die praktische Arbeit relevante Auswahl der Problempunkte wird nachfolgend dargestellt und erläutert.

Artikel

Weiterentwicklung der Richtlinie 408

Die Richtlinie 408 wird zum 13. Dezember 2015 neu herausgegeben. Sie erlebt mit der Neuherausgabe
eine umfassende Strukturänderung. Dieser Artikel beschreibt die Hintergründe und die mit der Neuherausgabe der Richtlinie 408 verbundenen strukturellen Änderungen im betrieblichen Regelwerk der DB Netz AG.

Artikel

Regelfahrzeuge der Eisenbahnen

Für die unterschiedlichen Verkehrsarten und Aufgaben der Eisenbahnen gibt es eine große Zahl von Fahrzeugtypen.
Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) unterscheidet Eisenbahnfahrzeuge in Regel- und Nebenfahrzeuge.
Die jeweilige Zuordnung richtet sich nach der Zweckbestimmung des Fahrzeuges und den dadurch bedingten baulichen
Merkmalen. Aus ihnen ergibt sich auch die Möglichkeit für die betriebliche Verwendung des Fahrzeuges. Regelfahrzeuge
sind die für den regelmäßigen Betrieb einer Bahn notwendigen Fahrzeuge. Im Gegensatz dazu sind Nebenfahrzeuge
Arbeits- oder Sonderfahrzeuge, die einem besonderen Zwecke dienen.

Artikel

Bildungsregeln für Notfallmanager und Notfallleitstellenbediener

In Deine Bahn 06/2014 wurde die Neuherausgabe einer Richtlinie zum Notfallmanagement bei der DB Netz AG vorgestellt. Diese Richtlinie 423 – Notfallmanagement DB Netz AG – wird seit dem 1. Oktober 2014 angewendet und hat entsprechende Auswirkungen auf tangierendes Regelwerk, zum Beispiel auf Bildungsregelungen wie Ril 046.2123. In diesem Artikel werden die grundsätzlichen Regeln sowie die wesentlichen Änderungen der Ril 046.2123 – Funktionsausbildung zum Notfallmanager und zum Notfallleitstellenbediener vorgestellt. Der Zeitpunkt der Inkraftsetzung wird entsprechend in den Geschäftlichen Mitteilungen veröffentlicht.
 

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