Deine Bahn 09/2011
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Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
- Handbuch bringt Fahrzeuge schneller auf die Schiene
- Young Professional Exchange Program
- Russische Eisenbahnen öffnen Türen für DB-Nachwuchskräfte
- Unternehmensstrategie und -kultur bei den RZD
- Zentrale Betriebssteuerung bei den RZD
- Vernetzung und Dialog über Ländergrenzen hinweg
- Einblicke in das Tagesgeschäft der Russischen Eisenbahnen
- Ein Quantensprung für den russischen Zugverkehr
- Modernisierung der Bahnhöfe läuft auf vollen Touren
- CSR als Kernelement der RZD-Unternehmenskultur
- Die RZD und die Olympischen Winterspiele in Sotschi
Personenverkehr
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 09/2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser,die Überwachungsgemeinschaft Gleisbau e.V. – Vereinigung für spurgebundene Verkehrssysteme (ÜGG) wurde vor mehr als 18 Jahren gegründet. Die Deutschen Bahnen (Bundesbahn und Reichsbahn), Nichtbundeseigene Bahnen, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hatten sich seinerzeit dazu verabredet. Zu den selbstgesetzten Zielen der ÜGG gehört es, die Entwicklung branchenspezifischer Qualitätsstandards zu formulieren, weiterzuentwickeln und vor allem umzusetzen. In unserem Leitartikel erläutert Dr. Richard Reuter, Präsident der ÜGG, die Aufgabenstellung und die Entwicklung der Vereinigung.In einem weiteren thematischen Schwerpunkt gibt Andreas Busemann, Vorstand Produktion der DB Fernverkehr AG, einen Überblick zu drei wesentlichen Meilensteinen des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland. Gemeinsam mit Fachleuten seines Ressorts skizziert er die Anfänge des Schnellverkehrs und den Beginn der InterCity-Epoche, für die mit der Lokomotivbaureihe 103 die lange Zeit stärkste einteilige Serienlokomotive der Welt in Dienst gestellt wurde. Als weiteren Meilenstein beschreibt der Artikel die Inbetriebnahme der ersten ICE-Generation vor 20 Jahren und gibt einen Ausblick auf das innovative ICx-Konzept der näheren Zukunft.Die Russischen Bahnen RZD sind ein sehr wichtiger Partner der DB AG, insbesondere im internationalen Güterverkehr nach Osten. Der Aufbau gemeinsamer Projekte und Geschäfte wurde durch ein wechselseitiges Young Professional Exchange Program gefördert, das kürzlich abgeschlossen wurde. Im Rahmen dieses Programms erhielten ausgewählte Mitarbeiter beider Bahnen Gelegenheit, sich kennenzulernen. Stichwort: interkulturelles Denken entwickeln und einander begreifen. Niko Warbanoff, Leiter Internationale Geschäftsentwicklung der Deutschen Bahn AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der DB International GmbH, erläutert noch einmal die Zielstellung des Programms, bevor die deutschen Teilnehmer ihre individuellen Eindrücke aus dem Aufenthalt in Russland schildern.Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.
ÜGG fördert mehr Qualität auf der Schiene
Klasse statt Masse, Qualität statt Quantität – solche gegensätzlichen Begriffspaare entsprechen einem in der Umgangssprache verbreiteten bewertenden Verständnis von Qualität. Tatsächlich hat der heute seinem Inhalt nach normierte Begriff der Qualität eine Entwicklung erfahren, die mit der Industrialisierung der Produktion und der Erforschung der Umstände, die Kaufentscheidungen beeinflussen, zusammenhängt. Die Wichtigkeit von Qualität hat ganze Berufsbilder geprägt und Dienstleistungszweige neu entstehen lassen, kennt aber bereits mittelalterliche Vorläuferorganisationen.
Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland
Der Schienenpersonenfernverkehr des Deutsche Bahn Konzerns zeichnet sich durch schnelle, zuverlässige und vertaktete nationale und internationale Städteverbindungen aus. Hierfür setzt die DB Fernverkehr AG moderne und komfortable Fahrzeuge der Produkte InterCity, EuroCity und InterCityExpress ein, die auf vielen Hochgeschwindigkeitsstrecken mit 200 Kilometern pro Stunde (km/h) oder mehr verkehren. Auf den Schnellfahrstrecken Köln – Rhein-Main und Nürnberg – Ingolstadt erreicht der ICE 3 sogar Geschwindigkeiten von 300 km/h – der vorläufige Höhepunkt einer innovativen Entwicklung, die vor über 175 Jahren mit 25 km/h auf der Strecke Nürnberg – Fürth begann. Der vorliegende Artikel widmet sich drei Meilensteinen des deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehrs.
Handbuch bringt Fahrzeuge schneller auf die Schiene
Am 5. Mai 2011 hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gemeinsam mit den Vertretern der Eisenbahnen, der Industrie und den Zulassungsbehörden das Handbuch Eisenbahnfahrzeuge vorgestellt. Dieser Leitfaden beschreibt die Verfahrensabläufe für den Herstellungs- und Zulassungsprozess und schafft für die Fahrzeughersteller eine lang überfällige Planungssicherheit. Das Handbuch soll für mehr Qualität im Bahnverkehr sorgen und die Zulassungszeiten für neue Eisenbahnfahrzeuge deutlich verkürzen. Damit werden Innovationen und neues Material dem Bahnkunden schneller zur Verfügung stehen.
DB Regio erwirbt von Bombardier 200 TRAXX-Loks
Bombardier Transportation und DB Regio AG haben im April einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 200 TRAXX-Lokomotiven (Herstellerbezeichnung) mit dieselektrischem Mehrmotoren-Antrieb geschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 9 Jahren mit einem Wert von etwa 600 Millionen Euro. Mit Abschluss des Rahmenvertrages hat die DB Regio AG bereits die ersten 20 Lokomotiven für den Einsatz im Personenverkehr abgerufen. Die erste Auslieferung ist für Mitte 2013 geplant.
Young Professional Exchange Program
Das Austauschprogramm „Young Professional Exchange Program“ zwischen der Deutschen Bahn und den Russischen Eisenbahnen (RZD) ist in dieser Form einzigartig. Bereits heute haben DB und RZD in vielen Bereichen Berührungspunkte und Schnittstellen zueinander und verfolgen in gemeinsamen Projekten konkrete Geschäftsziele.
Unternehmensstrategie und -kultur bei den RZD
Der erste Besuch bei den Russischen Eisenbahnen führt uns in die Hauptverwaltung. Schon beim Betreten des Gebäudes wird unmissverständlich deutlich, dass wir die Gewohnheiten unserer Unternehmenskultur zur Seite stellen müssen, weil wir uns gerade in eine völlig andere Welt hinein bewegen. Wir werden freundlich begrüßt von den Sicherheitsleuten der RZD, die in traditionell russischer Uniform gekleidet sind, deren Schirmmützen den unseren Erwartungen entsprechenden und damit stereotypisch weiten Umfang besitzen
Zentrale Betriebssteuerung bei den RZD
Das Streckennetz der RZD hat eine Größe von 85.200 Kilometern (Stand: Januar 2010), davon sind etwas mehr als 50 Prozent elektrifiziert; 43,8 Prozent sind zwei- oder mehrgleisig ausgebaut. Zum Vergleich: Das Streckennetz der DB Netz AG umfasst derzeit etwa 33.500 Kilometer.
Vernetzung und Dialog über Ländergrenzen hinweg
Der DB Konzern richtet sein Geschäft immer internationaler aus, damit steigt auch der Bedarf an der Vernetzung im Ausland und der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen. Im Young Professional Exchange Program erhielten Nachwuchskräfte der Deutschen Bahn AG die Möglichkeit, Einblick in das Geschäft der RZD zu gewinnen, Netzwerke aufzubauen und Erfahrungen auszutauschen.