Deine Bahn 11/2016
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen und lesen!
*Erhältlich im Digital Abonnement
Inhalt
Editorial
Systemverbund Bahn
Infrastruktur
Blick in die Ausgabe
Editorial 11/2016
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das Programm Zukunft Bahn hat die Steigerung der Qualität aus Sicht des Kunden im Fokus. Für
den Betrieb der DB Netz, der sich als Herz der Infrastruktur versteht, sind dies die Verkehrsunternehmen. Das folgerichtig Zukunft Betrieb betitelte Programm zielt darauf, die Schnittstellen zu den EVU zu optimieren. Verfeinerte Methoden und Techniken zur Steuerung und Disposition der Kapazitäten tragen dazu bei, die Verfügbarkeit zu erhöhen und Züge pünktlicher fahren zu lassen. Davon profitieren dann auch die Endkunden: Fahrgäste und Verlader.
Die Schiene zur ersten Wahl für alle Kunden zu machen, ist somit das Ziel von Zukunft Betrieb, schreiben Christian Gruß und Martin Naundorf von der DB Netz AG in unserem Leitartikel. Sie zeigen anhand von konkreten Umsetzungsbeispielen auf, wie der Betrieb diesem großen Ziel näher kommen will. Dass die Digitalisierung auch hier eine Schlüsselrolle spielt, haben Sie bestimmt schon vermutet. Das Team von Autorin Alina Hofmann, Projektleiterin im Ressort Produktion, sorgt dafür, dass diese Entwicklung nicht an den Arbeitsplätzen auf den Stellwerken vorbeigeht, den Schaltzentralen im täglichen Geschäft des Betriebes. Sie beschreibt, wie der Weg hin zu einem digitalen Arbeitsplatz für Betriebsstellenpersonale aussieht. Ein weiterer Artikel zeigt, wie die Anbindung der Fahrdienstleister an das BKU-Netz bei der Südostbayernbahn zur Verbesserung der Unternehmenskultur beiträgt.
Außerdem in dieser Ausgabe: Ein Beitrag zur Modernisierung der 3-S-Zentralen an den Bahnhöfen und ein Bericht von der VDEI-Fachtagung Konstruktiver Ingenieurbau.
Eine angenehme und anregungsreiche Lektüre wünscht
Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
Zukunft Betrieb: Vom Zielbild zur konkreten Umsetzung
In Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs durch Fernbusse, Carsharing oder autonome Lkw ist es für den Verkehrsträger Bahn relevant, sich in puncto Qualität, Pünktlichkeit und Serviceorientierung zu verbessern. Der Eisenbahninfrastruktur und damit der DB Netz AG kommt hier eine besondere Rolle zu. Der Betrieb der DB Netz AG kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Auf ein Zielbild ausgerichtet, setzt der Betrieb sukzessiv Projekte um, die zur Verbesserung des Systems Bahn beitragen. Der Artikel gibt einen Überblick über das Zielbild sowie den Weg dorthin.
Digitalisierung auch für die Fahrdienstleiter
Die konzernweite Digitalisierungsoffensive mit Blick auf die Kunden der Deutschen Bahn ist gegenwärtig in aller Munde. Tatsächlich gibt sie in der Außensicht zurzeit den Takt vor und sorgt für die größten Schlagzeilen. Dabei spielt die Digitalisierung nicht nur in der Beziehung zum Kunden, sondern auch für betriebliche Prozesse bei der DB Netz AG eine immer größere Rolle. In ihrem Windschatten soll der Betrieb zukunftsfähig gemacht werden, so auch der Arbeitsplatz auf dem Stellwerk.
Die Grünen Funktionen der Zuglaufregelung
Mit der Zuglaufregelung (Vollfunktion) entwickelt die DB Netz AG ein Verfahren, um die Interessen der Eisenbahnverkehrsunternehmen – energiesparende Fahrweise – mit den Interessen der Eisenbahninfrastrukturunternehmen – kapazitätsmaximierende Fahrweise – in Einklang zu bringen. Um bereits vor Einführung der Vollfunktion die Eisenbahnverkehrsunternehmen bei energiesparender Fahrweise zu unterstützen, entwickelt die DB Netz AG eine kurzfristige Lösung: die Grünen Funktionen der Zuglaufregelung.
Didaktischer Mehrwert von Eisenbahnbetriebsfeldern
Die praxisnahe Vermittlung von bahnbetrieblichem Wissen in Eisenbahnbetriebsfeldern hat in Deutschland eine lange Tradition. Viele dieser Anlagen können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, andere sind bereits selbst Geschichte, teilweise werden sogar neue Anlagen aufgebaut, obgleich die letzten 20 Jahre eher von Schließungen geprägt waren. Im vorliegenden Artikel sollen einige didaktische, praktisch orientierte Grundüberlegungen zu Lehre und Ausbildung in Eisenbahnbetriebsfeldern angestellt werden.
Zeitgemäße Kommunikation mit den Betriebsstellen bei der SOB
Ausgehend von der Mitarbeiterbefragung haben seit Jahresende 2015 alle Fahrdienstleiter der Südostbayernbahn auf ihren Betriebsstellen einen BKU-Zugang. Was in einer digitalisierten Welt wie eine Selbstverständlichkeit klingt, war ein komplexes Projekt – treffen doch Techniken aufeinander, zwischen deren Entwicklungsständen weit über 100 Jahre liegen. Der Artikel beschreibt den Weg dahin und gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten der neuen Technik.
BIM hält Einzug im Bahnbrückenbau
Eisenbahnbrücken sind konstitutiver Bestandteil der Schieneninfrastruktur, in die in den kommenden Jahren verstärkt investiert werden wird – sowohl in Neubaustrecken als auch in bestehende. Die 12. Fachtagung Konstruktiver Ingenieurbau der VDEI Akademie für Bahnsysteme gab einen Überblick über anstehende Maßnahmen, den Stand von Großprojekten und die jüngsten Entwicklungen auf dem Feld des Konstruktiven Ingenieurbaus, wie die Anwendung des Building Information Modeling.
Bremsanschriften
Die am Fahrzeug angebrachten Anschriften und Zeichen verweisen auf die verschiedenen technischen Merkmale und stellen Angaben bereit, die für die Zugbildung erforderlich sind. Dazu gehört auch die Bremsanschrift, die eine umfassende Auskunft über die am Fahrzeug vorhandene Bremseinrichtung sowie deren Merkmale und bremstechnischen Eigenschaften gibt.
3-S-Zentralen: Die Multitalente des Bahnhofsbetriebs
Seit 1996 sind bei der DB Station&Service AG die 3-S-Zentralen in Betrieb. Von Beginn an waren sie Teil der Erfolgsstory der DB Station&Service AG. Im Rahmen der Modernisierung der Bahnhöfe und der damit einhergehenden Digitalisierung werden auch die 3-S-Zentralen neu aufgestellt und grundlegend modernisiert. In dem nachfolgenden Artikel ist dargestellt, wie die 3-S-Zentralen aktuell aufgestellt sind, wie der Stand der Weiterentwicklung ist und bis wann die Ziele der Modernisierung erreicht werden.