Das Bundesverkehrsministerium hat weiterhin vor, im laufenden Jahr einen Feldversuch mit überlangen LKW zu starten. Ob dieser Versuch aber wirtschaftlich sinnvoll ist und diese LKW einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ist umstritten und wird unter anderem durch wissenschaftliche Studien in Frage gestellt.
Alle Beiträge zum Thema
Andere Verkehrsträger
Veränderte Rahmensetzungen als Chance für die Bahn?
Die Prämissen für Verkehrsplanung und Verkehrspolitik sind in den letzten Jahrzehnten trotz aller punktuellen Veränderungen recht konstant geblieben. Wir haben uns mehr oder weniger daran gewöhnt, dass PKW-Bestand und zurückgelegte Distanzen zunehmen, unser Verkehrssystem damit immer autoorientierter wird, erhebliche Ressourcen in Anspruch nimmt und insbesondere in Stadtregionen zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität beiträgt. Forderungen nach einer Verkehrsverlagerung durch Förderung der Bahn sowie einer besseren Integration von Siedlungsentwicklung und Verkehr waren auch in der Vergangenheit immer schon selbstverständliche Facetten der verkehrspolitischen Diskussion, dominierend war jedoch immer ein „Weiter so wie bisher“.
Container am laufenden Band
Die Hamburger Hafen und Logistik AG setzt beim Ausbau ihres Hinterlandnetzwerks auf ökonomisch und ökologisch sinnvolle Transportkonzepte des Kombinierten Verkehrs Schiene-Straße. Wie schon zwischen dem Hamburger Hafen und Prag mit regelmäßigen Schienenanbindungen an die Destinationen in Tschechien und der Slowakei sollen die heutigen Zugsysteme zwischen Hamburg und Polen zu Shuttleverbindungen ausgebaut werden, die mehrmals täglich zwischen den Wirtschaftszentren pendeln.
Verantwortung für Umwelt und Klima
Plötzlich wollen alle so grün werden wie die Bahn. Elektromobilität schien für den Straßenverkehr das Ende der lästigen Umweltdebatte zu markieren. Konnte man vor einem Jahr noch den Eindruck gewinnen, elektrisch angetriebene Kraftfahrzeuge würden in kürzester Zeit die rund 41 Millionen herkömmlichen Pkw ersetzen, so macht sich nun Ernüchterung breit. Es wird immer deutlicher, dass Elektromobilität auf der Straße kein schlichter Motorentausch ist, sondern die herkömmlichen Mobilitätsmuster in Frage stellt. Kosten, Reichweiten und Ladezeiten unterscheiden das Elektroauto auf absehbare Zeit vom gewohnten Benzin- und Dieselantrieb.
Straßenbahnen – auf Schienen durch die Stadt
Durch die Stadtmitte fuhr sie ja schon immer: die Straßenbahn (Tram). Jahrzehnte lang schien sie jedoch dem Auto hoffnungslos unterlegen zu sein. Doch die Vorzeichen haben sich geändert: Rund um den Globus beleben derzeit zahlreiche Kommunen ihre Straßenbahnen neu oder planen überhaupt zum ersten Mal ein Schienennetz. In zahlreichen afrikanischen und asiatischen Ländern entstehen Stadtbahnlinien nach europäischem Vorbild. Selbst im Autoland USA stehen Ausbau und Neubau von Stadt- und Straßenbahnnetzen ganz oben auf der Agenda der Verkehrsplaner.
100 Jahre Fährdienst Sassnitz – Trelleborg
Die kürzeste Eisenbahnfährverbindung zwischen Deutschland und Schweden besteht 100 Jahre. Am 6. Juli 1909 wurde im Beisein des schwedischen Königs Gustav V. und des deutschen Kaisers Wilhelm II. die „Königslinie“ Sassnitz – Trelleborg eröffnet.
Sicherheit an Bahnübergängen
Nachdem zu diesem Thema in „Deine Bahn“ 5/2009 Fehler bei der Ankündigung, Kennzeichnung und Sicherung von Bahnübergängen dokumentiert wurden, werden im folgenden Beitrag Probleme bei der baulichen Gestaltung, bei Bauzuständen und bei der Beseitigung von Bahnübergängen behandelt.
Sicherheit an Bahnübergängen
An Bahnübergängen treffen zwei Verkehrssysteme mit unterschiedlichen Eigenschaften aufeinander, wodurch sich besondere Anforderungen an die Sicherung ergeben. Der Straßenverkehr erreicht durch hohe Haftreibung in Verbindung mit geringen Fahrzeugmassen kurze Bremswege und verfügt über Bewegungsfreiheit zum kurzfristigen Ausweichen vor Hindernissen. Der Eisenbahnverkehr hingegen benötigt durch geringe Haftreibung und große Fahrzeugmassen lange Bremswege und kann durch die Spurgebundenheit nicht kurzfristig vor Hindernissen ausweichen. Diese Merkmale schlagen sich in den Betriebsverfahren und Sicherheitskonzepten nieder: Im Straßenverkehr hat sich das Fahren auf Sicht mit weitgehend selbstbestimmter Steuerung der einzelnen Fahrzeuge auf Grundlage von Verkehrsregeln entwickelt. Da Unfälle durch menschliches Fehlverhalten hierbei kaum auszuschließen sind, kommt der Unfallfolgenminderung durch passive Sicherheitsmaßnahmen eine entscheidende Bedeutung zu. Der Eisenbahnverkehr findet hingegen im Raumabstand auf von außen gesteuerten und technisch gesicherten Fahrwegen statt. Da bei Unfällen mit einem erheblich größeren Schadensausmaß zu rechnen ist, steht hier die Unfallvermeidung durch sichere Steuerung im Vordergrund. Eine Sonderrolle nimmt der Straßenbahnverkehr ein, der Eigenschaften und Technologien beider Verkehrssysteme aufweist.
Ein Jahr Maut
Seit der Einführung der Lkw-Maut zum 1.1.2005 unterliegen inländische und ausländische Lkw ab 12 t zulässigem Gesamtgewicht auf deutschen Autobahnen der Mautpflicht. Mit der Einführung der Maut nahm die Bundesrepublik einen Systemwechsel vor – von der Steuerfinanzierung hin zu einer Nutzerfinanzierung des Autobahnbaus.
Die Bilanz nach einem Jahr Maut ist positiv. Christoph Bellmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Toll Collect GmbH sagt: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Seit dem Systemstart läuft die Technik zuverlässig und stabil. An jedem Tag des Jahres wurde Maut erhoben. Die Akzeptanz des ersten satellitengestützten Mautsystems bei den Nutzern ist hoch.“
Auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat eine positive Jahresbilanz der LKW-Maut gezogen: „Das LKW-Mautsystem hat seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit in seinem ersten Betriebsjahr unter Beweis gestellt. Seit Betriebsbeginn arbeitet das Mautsystem dauerhaft stabil und zuverlässig auf hohem Niveau“, so Tiefensee. Es entwickle sich auch immer stärker zu einem intelligenten Instrument der Verkehrsteuerung. Erste positive Effekte könne man bereits feststellen: Die Leerfahrten seien nach einer Untersuchung des Bundesamtes für Güterverkehr um 15 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig habe die Zahl der Container, die statt mit dem LKW auf der Schiene transportiert werden, um sieben Prozent zugenommen.
Das System zur Mauterhebung
Die Lage im Zentrum Europas macht Deutschland zur Drehscheibe des internationalen Lkw-Verkehrs. Das ständig wachsende Gütertransportaufkommen führt zu erheblichen Belastungen der deutschen Autobahnen und zieht Investitionen für Erhalt und Ausbau nach sich. Die Bundesregierung hat beschlossen, diese Kosten durch die Einführung einer streckenbezogenen Lkw-Maut für alle schweren Nutzfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht neu zu verteilen – auf alle in- und ausländischen Nutzer.
Toll Collect hat im Auftrag der Bundesregierung ein Mautsystem entwickelt, das die Gebühren proportional zu den zurückgelegten Streckenabschnitten berechnet und erhebt. Das Toll Collect-System gewährleistet zudem, dass der freie Verkehrsfluss auf der Autobahn während der Mauterhebung nicht behindert wird, d.h. es gibt keine Mautstationen für die Mauterhebung. Anders als herkömmliche Mautsysteme erfordert das System von Toll Collect weder Geschwindigkeitsbegrenzungen noch ein Anhalten der Fahrzeuge oder eine Bindung an vorgeschriebene Fahrstreifen.
Zur Erfassung der mautpflichtig gefahrenen Strecke stehen zwei verschiedene Systeme zur Verfügung. Diese setzen auf vorhandene Technologien wie Global Positioning System (GPS), Mobilfunktechnologie und Internet.
Die Lkw-Maut
Die Einführung der Lkw-Maut verfolgt vier politische Ziele: Verursachergerechte Anlastung der Wegekosten, Wettbewerbsbedingungen zwischen den Verkehrsträgern gerechter zu gestalten, die Einnahmen für den Ausbau der Verkehrswege einzusetzen und mit einem automatischen Gebührenerhebungssystem neue Marktchancen für die Industrie zu eröffnen. Der grundsätzliche Weg zur Erreichung dieser Ziele war mit der Verkündung des Autobahnmautgesetzes (ABMG) frei. Im ABMG sind die wesentlichen Bestimmungen zur Umsetzung festgeschrieben: Festlegung auf nahezu alle Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mindestens 12 t, Erhebung nach Kilometern, Zahl der Achsen und Emissionswerten und die Erhebung der Maut auf Autobahnen mit der Option, dass eine Ausweitung auf Bundesstraßen erfolgen kann. Zusätzlich ist im ABMG die Rolle des Bundesamtes für den Güterverkehr (BAG) festgelegt und dass das Mautaufkommen dem Bund zusteht. Die Höhe der Maut wird durch eine zustimmungspflichtige Rechtsverordnung geregelt.
Die Unternehmensstruktur der Stinnes AG
„Transport & Logistik“ ist ein Unternehmensbereich der Deutschen Bahn AG. Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick über die vielfältigen Geschäftsfelder und -tätigkeiten.