Liebe Leser*innen,
noch immer steht die Bahnbranche nach dem gewaltsamen und tragischen Tod eines Zugbegleiters unter Schock. Bahn und Politik haben schnell reagiert und erste Maßnahmen für mehr Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen auf den Weg gebracht (S. 4).
Unterdessen kündigt sich im Frühjahr ein Durchbruch an, auf den insbesondere die Verkehrsunternehmen lange gehofft haben: Der Bund hat eine finanzielle Förderung der ETCS-Fahrzeugausrüstung im Rahmen der Digitalen Schiene in Aussicht gestellt. Warum das neuen Schwung in den Rollout des europäischen Zugbeeinflussungssystems bringen kann, legt Axel Schuppe vom Verband der Bahnindustrie in unserem Leitartikel dar (S. 6).
„Die beschlossene ETCS-Fahrzeugförderung bringt neuen Schwung in den Rollout der Digitalen Schiene
Für die Bahnindustrie von großer Bedeutung ist auch eine aktuelle Cyberresilienz-Verordnung der EU, die sämtliche digitalen Produkte der Leit- und Sicherungstechnik einschließt. Was ab dem kommenden Jahr für Hersteller gilt, erläutern Stefan Katzenbeisser und Max Schubert vom Branchenspezialisten Incyde in ihrem Beitrag (S. 10).
Ungeachtet aller Innovation ist im deutschen Schienennetz noch immer eine große Zahl älterer Stellwerksbauformen im Einsatz, die bis zu ihrer endgültigen Ablösung sicher weiterbetrieben werden müssen. Mehr dazu berichtet Christian Ernst von der Bauartverantwortung der DB InfraGO (S. 14).
Lesen Sie außerdem: Zustandserfassung mit Kamerabrücken – digitale Technik verändert die Instandhaltung von Güterwagen, Krisen erfordern gute Kommunikation – die psychologische Unfallbetreuung der Deutschen Bahn, und: Wie die Signalisierung der Geschwindigkeit in 5 km/h-Schritten mehr Kapazität ins Netz bringen kann.
Bleiben Sie zuversichtlich,

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur