In einem zweiteiligen Beitrag berichten Nachwuchswissenschaftler aus der AG Signalling des DB RailLab von ihrer Arbeit an Zukunftskonzepten für den digitalen Bahnbetrieb. Im ersten Teil wird das Forschungsprojekt
„smartLogic“ vorgestellt.
Alle Beiträge zum Thema
Betriebliche und technische Rückfallsysteme
Smarte Sicherungslogik für das Stellwerk der nächsten Generation
Sicherheitsempfehlungen der BEU nach dem Unfall von Bad Aibling
Aus dem Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung lassen sich wertvolle Erkenntnisse zur Verbesserung der Betriebssicherheit ableiten.
Unterstützende Fahrwegprüfung bei Stellwerken ohne Gleisfreimeldung
Die DB Netz AG hat für ältere Stellwerksbauformen die technische Lösung „TüFa“ entwickelt, die als Rückfallebene zur zusätzlichen Absicherung von Zugfahrten dienen soll.
DB Netz AG rüstet alte Stellwerke mit Technik zur Fahrwegprüfung aus
Eine technische Lösung soll die Sicherheit bei der Bedienung von Stellwerken ohne Gleisfreimeldeanlage im Netz der Deutschen Bahn erhöhen.
Spannungsfeld Safety und Security: gestern, heute, morgen
Die Digitalisierung des Bahnsystems kann nur gelingen, wenn tragfähige Kompromisse für das Spannungsverhältnis von Safety und Security gefunden werden.
3-S-Zentralen: Die Multitalente des Bahnhofsbetriebs
Seit 1996 sind bei der DB Station&Service AG die 3-S-Zentralen in Betrieb. Von Beginn an waren sie Teil der Erfolgsstory der DB Station&Service AG. Im Rahmen der Modernisierung der Bahnhöfe und der damit einhergehenden Digitalisierung werden auch die 3-S-Zentralen neu aufgestellt und grundlegend modernisiert. In dem nachfolgenden Artikel ist dargestellt, wie die 3-S-Zentralen aktuell aufgestellt sind, wie der Stand der Weiterentwicklung ist und bis wann die Ziele der Modernisierung erreicht werden.
Drei Phasen der Sicherheitsarbeit im Bahnsystem
Das Bahnsystem in seiner heutigen Form ist eines der sichersten Verkehrsträger. Dieses wird in vielen Statistiken durch eine geringe Anzahl an Opfern, unabhängig von der gewählten statistischen Bezugsgröße (zum Beispiel pro Personenkilometer oder pro Personenstunde), untermauert. Diese wichtige Eigenschaft ist der Tatsache zu verdanken, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse der im Bahnsystem beteiligten Mitarbeiter über fast zwei Jahrhunderte hinweg kontinuierlich in die Sicherheitsarbeit eingeflossen sind. Dabei lassen sich drei Phasen der Sicherheitsarbeit im Umgang mit technischen Systemen beschreiben. In der Phase nach einem Ereignis kann der „Why-Because“-Ansatz zur Analyse der Ursachen genutzt werden, wie am Beispiel des Bahnunfalls in Mannheim von 2014 gezeigt wird.
Strukturiertes Entscheiden in kritischen Situationen
In anderen sicherheitsrelevanten Bereichen eine Selbstverständlichkeit – im Eisenbahnsektor bislang noch ohne Verwendung: strukturiertes Entscheiden in komplexen kritischen Situationen. Mit Hilfe einer einfachen Vorgehensweise ist es mit FOR-DEC – einem logischen Zyklus für eine strukturiert geführte, standardisierte Vorgehensweise, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde – möglich, komplexe Probleme unter Zeitdruck zu lösen.
Sichere Energieversorgung von Stellwerken
Energieversorgungsanlagen sind in allen Bereichen des öffentlichen Lebens für die Aufrechterhaltung der Funktionalität hochtechnisierter Systeme von entscheidender Bedeutung. Sie liefern die Energie für den Betrieb elektrischer und elektronischer Systeme rechtzeitig und in der erforderlichen Form (zum Beispiel Spannung, Frequenz), Menge und Qualität. Ohne diese Anlagen stehen die Systeme nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung. Die Tolerierbarkeit eines Ausfalls wird immer nach dem konkreten Anwendungsfall entschieden.
Das Fahren im Raumabstand
Züge verkehren im Raumabstand. Welche Systeme der Abstandshaltung bei Schienenfahrzeugen zum Einsatz kommen und unter welchen Voraussetzungen hierbei das Fahren auf Sicht in Ausnahmefällen anzuwenden ist, zeigt der nachfolgende Beitrag. Der Artikel beschreibt die Grundlagen des Themas und richtet sich an Berufsanfänger bzw. Quereinsteiger.
Herzstück einer sicheren Eisenbahn
Auf seinem 2.300 Kilometer langen Weg vom norwegischen Halden nach Verona durchquert ein Güterzug der TX Logistik AG (TXL) sechs Länder. Nicht nur der Transportweg – einer der längsten Umläufe im europäischen Schienenverkehr – sondern auch die Prozesse im Hintergrund müssen lückenlos sicher sein. Eisenbahnunternehmen sind verpflichtet, das nachzuweisen und mit einem entsprechenden Sicherheitsmanagementsystem zu arbeiten. Als eines der ersten Eisenbahnverkehrsunternehmen in Europa verfügt TXL über ein neues Sicherheitsmanagementsystem (SMS), das die im Jahr 2011 verschärften und standardisierten Bestimmungen für den grenzüberschreitenden europäischen Verkehr erfüllt. Dafür hat sich die Güterbahn aus Bad Honnef einen internen Standard gegeben, den sie in ihrem gesamten europäischen Streckennetz anwendet. Technisches Herzstück ist eine spezielle Software, die alle sicherheitsrelevanten Abläufe im Unternehmen und in der kompletten Wertschöpfungskette abbildet.
Methode zur Erarbeitung von Störfallprogrammen
Es ist sechs Uhr morgens in Frankfurt am Main – Tausende von Fahrgästen benutzen die Frankfurter S-Bahnen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Plötzlich werden Personen im Gleisbereich gemeldet, was zu einer Streckensperrung im dicht befahrenen Tunnel in der Innenstadt führt. Eine turbulente Schicht in der Transportleitung Hessen ist damit garantiert. Die Disponenten behalten jedoch den Überblick: Mit ihrem vorgefertigten Störfallprogramm für die Sperrung des Abschnittes sind sie bestens vorbereitet. Die für diesen Fall vorgesehenen Maßnahmen, wie dem vorzeitigen Wenden oder Umleiten von Zügen, sind allen Beteiligten bekannt, denn die Maßnahmen für den Störungsfall müssen nicht erst erarbeitet werden. Es vergeht nur wenig Zeit, bis die ersten Maßnahmen greifen, die Störung kontrolliert und die Information der Kunden durch entsprechende Anzeigen und Ansagen in den Stationen sichergestellt ist.