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Mentale Gesundheit

Wenn das Leben entgleist

Foto: DEVK
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Über traumatisierende Ereignisse wird ungern gesprochen – egal ob privat, oder im Berufsleben. Zur Realität der Arbeit in der Verkehrsbranche gehört aber auch die Konfrontation mit körperlich und seelisch herausfordernden Situationen. Nicht selten brauchen Betroffene dann Hilfe. Vorsorge-Experte Oliver Berndt erklärt, worauf es ankommt und wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden unterstützen können.

Rund um die Schiene sind Arbeitsunfälle in Gleisbau und Betrieb mit schweren gesundheitlichen Folgen für Beteiligte besonders belastend. Beim Fahrpersonal gehören Schienen-Suizide zur Realität: Für 2024 verzeichnet das Eisenbahnbundesamt in seinem jährlichen Sicherheitsbericht 688 Suizide sowie 125 Suizidversuche.

Darüber hinaus sehen sich viele Beschäftigte im Öffentlichen Verkehr zunehmend tätlichen Angriffen und verbaler Gewalt ausgesetzt – egal ob auf der Schiene oder der Straße. In 2025 wurden bei der Deutschen Bahn 2.987 Beschäftigte Opfer von Bedrohung oder Körperverletzung.

Die Folgen der Hilflosigkeit

Übergriffe, Schienen-Suizide oder andere Extrem-Ereignisse lassen die Beteiligten oft mit schwerwiegenden psychischen Folgen zurück. Gerade hier ist deswegen Hilfe notwendig. Dabei stoßen unser Gesundheitssystem sowie die standardmäßigen Hilfs-Angebote der Arbeitgeber oft an ihre Grenzen. Diese sind in der Regel lediglich eine akute Hilfe, wirken aber nicht mittel- oder langfristig. Vor diesem Hintergrund gewinnen Angebote wie eine betriebliche Krankenversicherung zunehmend an Bedeutung.

Branchenspezifische Lösung

Ein Beispiel dafür ist die sogenannte VerkehrsMed vom Forum für Verkehr und Logistik – entwickelt mit dem Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen sowie den DEVK-Versicherungen. Das Angebot berücksichtigt die speziellen Herausforderungen in der Verkehrsbranche und verbindet medizinische Versorgung mit gezielten Angeboten zur mentalen Gesundheit.

Besteht nach einem Zwischenfall der Bedarf an einer notfallpsychologischen Begleitung, ermöglicht VerkehrsMed, dass Unternehmen und Betroffene auf speziell geschulte Experten zurückgreifen können. Am wichtigsten ist eine schnelle und niedrigschwellige Hilfe – wenn sie gebraucht wird.

Schnell zurück ins Arbeitsleben

Das Ziel ist es, Betroffene frühzeitig zu stabilisieren und sie bei der Verarbeitung des Geschehens zu begleiten, um eine schnelle Rückkehr ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Davon profitiert am Ende auch der Arbeitgeber – denn vor allem im Betrieb fehlt es weiterhin an Fachpersonal. Geringere Ausfallzeiten dank einer besseren Versorgung liegen also auch im Interesse der Verkehrsunternehmen.

Dafür bietet VerkehrsMed einen ganzheitlichen Ansatz. Neben der Trauma-Nachsorge umfasst das Angebot diverse grundsätzliche Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge und ermöglicht eine bessere Behandlung im Krankheitsfall. Mit einem solchen Angebot erhalten Beschäftigte von ihrem Arbeitgeber einen besseren Zugang zu notwendigen Gesundheitsleistungen.


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