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VDB fordert verbindlichen Bundesinvestitionsplan für die Schiene

Korridorsanierungen treiben das Wachstum in der Bahnindustrie – hier: Baubeginn auf der Strecke Obertraubling–Passau
Korridorsanierungen treiben das Wachstum in der Bahnindustrie – hier: Baubeginn auf der Strecke Obertraubling–Passau (Foto: DB AG/Daniel Karmann)

Die Bahnindustrie hat im vergangenen Jahr von den Investitionen in das Schienennetz in Deutschland profitiert und mit einem Gesamtumsatz von 15,6 Milliarden Euro erneut eine Rekordbilanz vorgelegt. Gleichwohl wünscht sich der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) mehr Planungssicherheit durch „überjährige Investitionssicherheit und Eisenbahninfrastrukturfonds“, wie er auf seiner Jahrespressekonferenz im Juni in Berlin bekannt gab.

Mit einem Plus von 8 Prozent und einem Anteil von rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes war im Jahr 2025 der Heimatmarkt der Wachstumstreiber für die Bahnindustrie, die dabei vor allem von den Investitionen in die Infrastruktur und den laufenden Korridorsanierungen profitierte. Das Fahrzeuggeschäft, mit knapp 11 Mrd. Euro Umsatz weiterhin das größte Segment, blieb dagegen vor allem in Deutschland hinter den Erwartungen zurück.

Trotz des boomenden Infrastrukturgeschäfts und weiterwachsender Auftragseingänge kritisiert der Verband fehlende Planungssicherheit: „Es handelt sich im Inland um versetzt ankommende Bundesinvestitionen der Vergangenheit. Was wir vermissen, ist die verbindliche Verstetigung der Investitionshöhe in die Zukunft“, sagte VDB-Präsident Andre Rodenbeck.

VDB-Hauptgeschäftsführerin Sarah Stark forderte deshalb einen verbindlichen Investitionsplan des Bundes, namentlich „die gesetzliche Verankerung von Überjährigkeit im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz, einen Eisenbahninfrastrukturfonds sowie Stichproben zur Mittelverwendung statt vollumfänglicher Nachweisführung“. Egal ob beim Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes oder bei den Themen Regionalisierungsmittel und Trassenpreisen, das Zauberwort laute Verlässlichkeit, sagte Stark.

(29.06.2026)