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Editorial Januar 2019

Die Entwicklung auf der Schnellfahrstrecke Berlin–München zeigt, wie Verkehrsverlagerung geht

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

2018 war ein Jahr mit Licht und Schatten für den Schienenverkehr in Deutschland. Die Deutsche Bahn hatte mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, darunter die Dauerbaustellen Pünktlichkeit und Personal. Dies hat zu negativen Schlagzeilen und Kritik vonseiten der Politik geführt. Nun wird über strukturelle Reformen im Konzern diskutiert.

Auf der anderen Seite spürte die gesamte Bahnbranche politischen Rückenwind, nachdem die Bundesregierung ein ambitioniertes Programm für die Schiene verabschiedet hatte. Und zum Jahresende gab es auch für die DB eine gute Nachricht: Auf der Verbindung zwischen Berlin und München ist die Bahn, ein Jahr nach Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, das Verkehrsmittel erster Wahl noch vor dem Flugzeug – so geht Verkehrsverlagerung!

Und 2019? Wird ein Schicksalsjahr für den Sektor, sagt Dirk Flege von der Allianz pro Schiene voraus. In seinem Grußwort fasst er die wichtigsten Trends in fünf Thesen zusammen. Noch ein Jahrzehnt weiter denkt Frank Zerban von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Auf gabenträger des SPNV: Bis 2030 sollen sich laut Koalitionsvertrag die Fahrgastzahlen im Personenverkehr auf der Schiene verdoppeln – wie das gelingen kann, ist das Thema unseres Leitartikels.

Wie es mit dem Sorgenkind Schienengüterverkehr weiter geht, steht im Fokus zweier weiterer Beträge. Ein erstes Zwischenfazit der Umsetzung des von Branche und Politik erstellten Masterplans zieht Steffen Kerth vom VDV, und erinnert den Bund an seine finanziellen Zusagen für die Innovationsförderung. Den Blick in die Zukunft wagt Fabian Wirth von der Havelländischen Eisenbahn. Seine Szenarioanalyse zeigt auf, was heute passieren muss, damit der Schienengüterverkehr die ihm zugedachte Rolle in der Verkehrswende einnehmen kann.

Lesen Sie außerdem in diesem Heft: Im “ICE-Dachgarten” können Mitarbeiter in der Instandhaltung virtuell für die Praxis trainieren, das Großprojekt „Gateway Gardens“ schließt ein neues Gewerbegebiet in Frankfurt am Main an den Nahverkehr an, und: DB Immobilien schafft Raumkonzepte für die Arbeitswelt 4.0.

Einen guten Start ins neue Jahr und die Erfüllung Ihrer beruflichen und privaten Ziele wünscht

Martin Nowosad

Chefredakteur

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