Liebe Leser*innen,
die vom Verkehrsminister eingesetzte Schienen-Taskforce hat gesprochen und Ideen vorgestellt, die kurzfristig wirksame Entlastung im Betriebsgeschehen bringen sollen (Seite 4). Das Echo ist positiv, allen Beteiligten ist aber klar, dass diese Maßnahmen kein Ersatz für eine langfristige Lösung der Kapazitätsprobleme im Netz sein können.
Alle reden über die Infrastruktur – aber was können die Fahrzeuge zur Qualität und Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems beitragen? Diese und andere Fragen, unter anderem zum Stand und Potenzial von Elektrifizierung, Automatisierung und zur Nachwuchsgewinnung an den Hochschulen, haben wir Prof. Dr. Raphael Pfaff gestellt, dem Inhaber des Lehrstuhls am Institut für Schienenfahrzeuge an der RWTH Aachen. Seine Antworten lesen Sie im Interview, das zugleich der Leitartikel dieser Ausgabe ist (S. 6).
„Schienenfahrzeuge sind ein wesentlicher Kostenfaktor im System Bahn
Mehr Verkehr auf der Schiene bringt nicht nur das Netz an seine Grenzen, auch die Fahrzeugflotten der Verkehrsunternehmen müssen modernisiert und erweitert werden, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Die Beschaffung und Instandhaltung der Fahrzeuge ist ein ganz wesentlicher Kostenfaktor, dem die Branche nun mit einer gemeinsamen Initiative für mehr Standardisierung begegnet. Mehr darüber im Beitrag von Volker Heepen vom federführenden Bundesverband Schienennahverkehr (S. 12).
Zum Einstieg in die Materie oder zur Auffrischung des Grundlagenwissens möchte ich außerdem die Beiträge unseres Redakteurs und Experten Jürgen Janicki in diesem Heft empfehlen, die in Typisierung, Systematik und Beschriftung von Schienenfahrzeugen einführen.
Bleiben Sie zuversichtlich,

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur