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Frauen in der Mobilitätsbranche

WiM Summit 2023 – We do mobility!

Women in Mobility

Women in Mobility, das Netzwerk für Frauen aus der Mobilitätsbranche, bietet eine gemeinsame Plattform für Expertinnen aus Verkehr, Bahn, Auto, Startups, Organisationen, Uni, Wissenschaft & Politik. Im September organisiert WiM spannende Events bei Zukunft Nahverkehr & Railway Forum.

Obwohl es „die Eisenbahn“ heißt, ist die Bahnbrache eine Männerdomäne. Frauen machen nur etwa 20 Prozent der Beschäftigten aus. Diese Zahlen gehen aus den Statistiken des europäischen Eisenbahnverbandes CER hervor. Auch in anderen Bereichen der Mobilität sind Frauen unterrepräsentiert. Sei es in der Autoindustrie, der Mikromobilität oder der Güterlogistik.

Gruppenfoto vom WiM Luncheon auf der InnoTrans 2022 in Berlin
Gruppenfoto vom WiM Luncheon auf der InnoTrans 2022 in Berlin (Foto: Anne Grossmann)

Inklusive Mobilität für Alle

Das Netzwerk Women in Mobility (WiM) engagiert sich seit 2015 für eine erhöhte Präsenz von Frauen in der Branche sowie deren Sichtbarkeit. Das Ziel besteht nicht nur darin, Gleichstellung zu erreichen, sondern auch sicherzustellen, dass Unternehmen in Zeiten von Fachkräftemangel und Digitalisierung das Potenzial der Frauen voll ausschöpfen. Zudem strebt WiM an, durch die Einbeziehung von Frauen und unterrepräsentierten Gruppen in die Mobilitätsplanung und -gestaltung eine gerechte, nachhaltige und inklusive Mobilität für alle zu schaffen.

Das Netzwerk sensibilisiert in Online-Veranstaltungen und auf Panels sowie in Vorträgen dafür, dass Verkehrsangebote, Mobilitätsdienstleistungen und Stadtplanung die individuellen Mobilitätsbedürfnisse unabhängig von Geschlechtsidentität, Alter oder körperlicher und geistiger Einschränkung berücksichtigen sollten. WiM setzt sich dafür ein, dass Lösungen für verschiedene Lebensphasen angeboten werden, vom Kinderwagen bis zum Rollator.

Genau diese Themen stehen auch im Mittelpunkt des WiM Summit 2023 – We do mobility! – einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe im Herbst. Der Summit findet vom 4. bis zum 8. September 2023 an verschiedenen Standorten in Deutschland sowie online statt und bringt Akteur*innen und Fachleute zusammen, die sich für eine nachhaltige und gerechte Mobilität engagieren. Das Besondere: Wie alle anderen WiM-Events wird auch diese Großveranstaltung ausschließlich ehrenamtlich organisiert.

Programm des WiM Summit 2023

Der WiM Summit beginnt am 4.9. um 12 Uhr mit einem einstündigen Online-Seminar, bei dem Impulsgeber*innen Statements zu Themen wie feministische Verkehrswende und inklusive Verkehrspolitik abgeben.

Am 5.9. findet der WiM Summit im Rahmen der Veranstaltung „Zukunft Nahverkehr“ in Berlin statt, bevor er am 6. September beim Railway Forum in Berlin Station macht.

Vom 6.– 8.9. sind weitere Veranstaltungen im Süden Deutschlands geplant, bevor der WiM Summit am Freitag mit lokalen Netzwerktreffen in vielen Städten Deutschlands ausklingt. In diesem Jahr ist der Bahn Fachverlag erstmals Medienpartner des WiM Summit.
Mehr unter: www.womeninmobility.org/summit

Die Gründerinnen WiM: V.l.n.r.: Coco Heger Mehnert (VRR), Dr. Sophia von Berg (DB Systel) und Anke Erpenbeck KVB)
Die Gründerinnen WiM: V.l.n.r.: Coco Heger Mehnert (VRR), Dr. Sophia von Berg (DB Systel) und Anke Erpenbeck KVB) (Foto: VDV Akademie)

Am 5. und 6. September geht es beim WiM Summit 2023 um vielfältige Mobilitätsprojekte und -angebote, die verschiedene Modalitäten und Maßnahmen zur Förderung einer erfolgreichen Verkehrswende berücksichtigen. Darüber hinaus sind Fachkräfte und Berufsbilder eine zentrale Säule der Veranstaltung. So werden unter anderem verschiedene Berufe in Verbindung mit einer Jobwall präsentiert. Außerdem stellen renommierte Universitäten wie die TU Berlin und die Uni St. Gallen ihre Weiterbildungsangebote vor.

Letztere veranstaltet regelmäßig den Lehrgang „CAS Smart Mobility Management“, bei dem sowohl auf Seiten der Dozentinnen als auch der Teilnehmerinnen Vertreterinnen von Women in Mobility dabei sind. Dank einer Kooperation zwischen der Universität St. Gallen und dem Netzwerk können Frauen aus der WiM Community zu vergünstigten Konditionen an dem Lehrgang teilnehmen. Ähnliche Kooperationen gibt es beispielsweise auch mit der Mentoring-Plattform MentorMe.

Das Netzwerk Women in Mobility

Die Women in Mobility wurden 2015 als zunächst rein digitales Netzwerk gegründet. Seitdem engagieren sie sich für die Vernetzung und bessere Sichtbarkeit von Frauen in der Mobilitätsbranche. Über alle Mobilitätssparten und Hierarchiestufen hinweg eint das Netzwerk Frauen aus Unternehmen und Start-ups, Organisationen und Verbänden, aus Medien, Wissenschaft und Politik und bietet eine Plattform zum Netzwerken, für gemeinsame Projekte, Kooperationen und Austausch. Immer mit dem Ziel, gegenseitiges Empowerment und den Diskurs mit- und untereinander zu fördern und so dafür zu sorgen, dass Mobilität als grundlegende Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben anzuerkennen und sie entsprechend inklusiv zu gestalten.
Online unter: www.womeninmobility.org

Fachkräftemangel im Fokus

Denn das Netzwerk Women in Mobility widmet sich auch jenseits des WiM Summit dem Thema Fachkräfte und deren Entwicklung. Im Blog „Mobilitynews“ beispielsweise stellen die WiM wöchentlich die unterschiedlichsten #mobilityjobs vor, um die Vielfalt der Beschäftigungsmöglichkeiten in der Branche darzustellen. Gleichzeitig sollen Rolemodels aus verschiedenen Berufsfeldern vorgestellt werden, um andere Frauen zu inspirieren und zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Laut der neuesten Personalumfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) wird der Bedarf an Fachpersonal allein bei den Verkehrsunternehmen und Verbünden weiter steigen. Auch bei den Güterbahnen und im Fernverkehr besteht ein Mangel an Fachkräften. Dasselbe Bild zeigt sich in der Automobilindustrie, der Güterlogistik, der Stadt- und Raumplanung sowie in der Mikromobilität – überall könnte sich viel bewegen, wenn ausreichend Arbeitskräfte vorhanden wären.

Die Hoffnung: mithilfe des Summit Expertinnen in spannende Jobs zu vermitteln, in denen sie sich entwickeln und gleichzeitig die Mobilitätswende vorantreiben und inklusiver gestalten können. Und so zumindest einige der Lücken in den Unternehmen zu schließen.


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