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Praxiswissen für Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter

Auf der freien Strecke (Teil 1)

Die Serie des Bahn Fachverlags vermittelt praxisrelevantes Wissen für einen reibungslosen Eisenbahnbetrieb an Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter, das anhand konkreter Beispiele veranschaulicht wird.

Blick aus einer Diesellok der Baureihe 245 mit IC zwischen Gera und Weimar
Foto: DB AG/Volker Emersleben

Der Praxisfall:

Ein Regionalzug verlässt eine Betriebsstelle in Richtung freie Strecke, nachdem der Fahrdienstleiter die Fahrt aufgrund einer Blockstörung mittels Ersatzsignal zugelassen hat. Im vorausgehenden Gleisabschnitt befindet sich jedoch noch ein anderer Zug. Durch eine Schnellbremsung kann der Triebfahrzeugführer eine Kollision verhindern. Der folgende Beitrag geht auf die Frage ein:

Wie erfolgt die Sicherung einer Zugfahrt auf der freien Strecke?

Am 23. Februar 2016 gegen 15:44 Uhr wurde dem Zug RE 21073 in der Betriebsstelle P-berg, auf der Strecke P-berg–H-burg, die Zustimmung zur Ausfahrt durch Ersatzsignalbedienung (Signal Zs 1) erteilt – Grund für die Bedienung des Zs 1 war eine vermutete Block­störung im Abschnitt P-berg und H-burg. Der folgende Blockabschnitt in Richtung H-burg war jedoch noch durch einen anderen Zug besetzt. Der RE 21073 fährt am Ausfahrsignal mit Zs 1 vorbei. Als der Tf des RE erkennt, dass der Gleisabschnitt vor ihm von einem anderen Zug besetzt ist, leitet er eine Schnellbremsung ein und unterstützt diese durch Sanden. Er kommt zirka 150 Meter vor dem letzten Wagen der vorausfahrenden Zugfahrt zum Stehen. Es gab keine Zugkollision und es wurden keine Personen verletzt.[1]

Was war geschehen?
Bei der Unfalluntersuchung wurde festgestellt, dass für den als gestört vermuteten Blockabschnitt P-berg und H-burg keine (Einzel-) Räumungsprüfung[2] durchgeführt und Zug RE 21073 trotzdem die Zustimmung zur Ausfahrt durch Bedienung des Ersatzsignals erteilt wurde.

Wie hätte in der vorher geschilderten Situation der Blockstörung die Sicherung der Zugfahrten auf der freien Strecke erfolgen müssen und welche Aufgaben hatte der Fahrdienstleiter und Triebfahrzeugführer bei dieser Störung? All dies wird in dieser Ausgabe beschrieben.

Zu Teil A: Triebfahrzeugführer


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